Mittwoch, 17. Juni 2009

Schoko-Rührkuchen (Resteverwertung I)

ups, wo hab' ich die Eier gelassen?

Ich war ganz gerührt als ich zu meinem Jubelfest ein großes Paket mit Schokolade bekam. Endlich mal ein sinnvolles Geschenk und keine Socken, Krawatten oder ähnliches. ;) Bitter nur, dass auch einige Tafeln mit einem Kakaoanteil von 60 % und mehr dabei waren. Für den menschlichen Genuss nicht sonderlich geeignet! Aber anders als Seife kann man sie fein gehackt und zu einem Rührkuchen verarbeiten. Und da ich schon bei der Resteverwertung war, habe ich anstatt der Milch den Schluck Kaffee in den Teig gekippt, der noch nach dem Frühstück in der Kanne zurück geblieben war.



Das Ergebnis lässt sich sehen und schmeckte prima! Er war durch den Kaffee und die Bitterschokolade nicht ganz so süß. Ich könnte mir vorstellen, dass er in Kombination mit gemahlenen Haselnüssen, noch besser schmeckt. Aber das versuche ich dann beim nächsten Mal.

mmmh, schokoladig

Zutaten

125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
2 Eier
150g Mehl
100g Speisestärke
1 Prise Salz
500 g verschiedene Sorten Schokolade
50ml Espresso
2 EL Milch
½ Päckchen Backpulver

Samstag, 9. Mai 2009

Gerührt und nicht geschüttelt

neuer Anlauf zur Versuchsreihe Rührkuchen Nr. 4

Der Schock nach der Backofendetonation ist überwunden. Jetzt heißt es wieder Ärmel hoch. Wie versprochen will ich heute von meinem nächsten Rührkuchen-Expiriementen berichten. Nach dem ich bisher mit den Zutaten leider nicht das gewünschte Ergebnis erzielt habe, wollte ich ja dieses Mal Malteser Kugeln in meinen Standard Rührteig hinein geben. Also alle Zutaten zusammengestellt, abgemessen, ausgewogen und sorgfältig verrührt. Dann in die Form gefüllt, die Kugeln untergemengt und ab damit in den Backofen. Zwischendurch immer Mal einen Blick riskiert und die Nadelprobe gemacht. Nach 50 Minuten war es dann soweit. Raus mit ihm! Etwas abkühlen lassen, stürzen, pudern, anschneiden und dann...


...mmhhh, lecker! Die abgeriebene Zitrone war schon ein Gewinn gegenüber den vorangegangenen Versuchen, aber auch die Malteser-Kugeln haben sich bewährt. Dieser Versuch ist gelungen! Leider zu wenig Kugeln.

endlich ein gelungener Versuch

Zutaten
125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
2 Eier
150g Mehl
100g Speisestärke
1 Prise Salz
2 Packungen Malteser-Schoko-Kugeln
2 EL Milch
½ Päckchen Backpulver


Sonntag, 26. April 2009

Braune Butter

Wenn wir uns im NDR Fernsehen Kochsendungen anschauen, ist ab und zu von Brauner Butter zum Verfeinern von Speisen die Rede. Durch ein Missverständnis beim Erstellen des aktuellen Einkaufszettels haben wir jetzt ein Paket Butter zu viel in unserem Kühlschrank. Gut, man könnte eines davon einfrieren aber da kam mir die Braune Butter wieder in den Sinn. Der Aufwand, sie herzustellen, ist eher gering. Nur ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ist erforderlich, da sonst die beim Köcheln ausfallenden Stoffe verbrennen. Dann ist das Produkt leider verdorben. Wenn sich am Boden des Topfes feine, braune Rückstände bilden und die Butter sich honigbraun färbt, ist der richtige Zeitpunkt erreicht und der Topf muss vom Herd. Durch diesen Vorgang erhält die Butter einen angenehm nussigen Geschmack. In ein steriles Glas gefüllt, habe ich mir einen kleinen Vorrat angelegt.

Zutaten
250 g Butter

Zubereitung

In einem Topf die Butter bei milder Hitze zerlassen.

Unter gelegentlichen Rühren die Butter leicht köcheln lassen.

Wenn sich am Boden braune Rückstände bilden kann der Topf vom Herd

Nach dem Filtern erhält man eine honigbraune Butter

Im Kühlschrank hält sich die Braune Butter gut vier Wochen

Mehr Informationen über Braune Butter findet ihr im Koch-Wiki.

Sonntag, 22. März 2009

Rührteigexperimente mit Werbung

Schwerpunkt meiner Backrezepte war ja bisher der Hefeteig, der mir mittlerweile auch gut gelingt. Dass mir längst nicht alles so gut gelingt, soll hier und heute mein Thema sein. Woher ich plötzlich die Eingebung hatte, weiß ich absolut nicht mehr. Aber es ging darum, einen Rührkuchen etwas aufzupeppen. Keine Schokoplätzchen oder Rosinen sollten rein, sondern ich wollte etwas Knuspriges. Cornflakes waren mir zu langweilig, aber ich hatte noch eine Packung Schoko Chips vom Aldi stehen, das war eine geniale Idee, dachte ich mir. Also Zutaten für einen Rührkuchen zusammengestellt. Alles brav nach Rezept zusammen gerührt, dann die Schokoflocken hinein und ab damit in den Ofen. Nach der vorgeschriebenen Backzeit konnte ich es kaum erwarten, mein Backexperiment aus der Röhre zu holen und mir ein dickes Stück zum Probieren abzuschneiden. Die Erwartung war groß.

der Puderzuckerüberzug konnte es auch nicht mehr retten,
die Schokoflakes waren durchgeweicht und papsig.

Die Enttäuschung allerdings, mindestens genauso. Die Flakes waren aufgeweicht und pappig. Beim nächsten Mal Versuch wählte ich Nestlé Lion Cereals, weil ich hoffte, dass die in dem feuchten Teig nicht so schnell durchweichen würden. Leider gefehlt. Okay, abgehakt! Frühstücksflocken weichen grundsätzlich auf, da der Rührteig doch recht flüssig ist. Was nun?

Irgendwann stieß ich dann beim Einkaufen auf die Crispy Schokolinsen von M&M. "Das müsste doch klappen", dachte ich mir. Und startete damit meinen dritten Versuch. Vom Geschmack war das Ergebnis nicht schlecht. Doch leider zerschmolzen die M&M's während der langen Backzeit und es entstanden klebrige Klumpen im Kuchen, die an Karamellbonbons erinnerten und leider gar nicht knusprig waren. Außerdem hatte sich der Farbstoff aufgelöst und so hatte ich einen bunten "Marmorkuchen". Ob ich noch was finde, was nicht im Teig durchweicht oder beim Backen schmilzt?


hübsch bunt aber nicht überzeugend

Im Moment habe ich keine Idee. Immerhin kam bei meiner Familie der M&M-Kuchen ganz gut an. Nur eben die grellen Farben schrecken etwas ab. Aber da habe ich schon eine Lösung. Statt der M&M's nehme ich Malteser Schokokugeln. Wie das dann ausgeht werde ich dann hier berichten.

Samstag, 28. Februar 2009

Pommes Frittes

Lange bevor ich meine ersten Pommes an einer Imbissbude verspeiste, servierte sie mir mein Großvater. Er hatte während seiner Kriegsgefangenschaft in Frankreich das Kochen gelernt und stand auch später ab und zu in der Küche. Die Kartoffeln stammten aus dem eigenen Garten hinter dem Reihenhaus.

Zutaten
Kartoffeln
Fett zum Frittieren
Salz zum Nachwürzen



Zubereitung
Kartoffeln schälen und in Streifen schneiden. Fett in einem hohen Topf erhitzen und die ersten Pommes vor frittieren. Mit einer Schaumkelle die Pommes aus dem Topf fischen und in einer bereitgestellten Schüssel ruhen lassen. Erst beim zweiten Bad im heißen Frittiertopf werden sie allmählich braun und knusprig. Nun können sie endgültig aus dem Topf und kurz zum Abtropfen in ein Sieb gegeben werden, bevor sie leicht gesalzen auf dem Teller landen

Pommes mit selbstgemachter Hackfleischsoße.

Dienstag, 24. Februar 2009

Søndagskringle

Wie ich auf die Vorlage dieses Backwerks gestoßen bin, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen. Auf dem ausgedruckten Rezept für den Kranzkuchen, habe ich mir aber schon ein paar handschriftliche Notizen gemacht, um es, wie es meine Art ist, ein klein wenig abzuwandeln.



Zutaten
für den Teig:
300g Weizenmehl
200g Butter oder Margarine
50g Zucker
1 Paket Hefe (42g)
100ml Milch
1/2 Teelöffel Kardamom
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung
100g Butter oder Margarine
50g Marzipan
50g Rosinen
100g Zucker

Zutaten für den Belag
Groben Zucker
gehackte Mandeln
1 Ei



Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken, die Hefe hinein bröckeln und mit einem Teil der lauwarmen Milch, etwas Mehl und ein wenig Zucker zu einem glatten Teig verrühren. Mit Mehl vom Rand abdecken und an einem warmen Ort zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Rosinen waschen abtropfen lassen, trocken tupfen und mit Butter, Zucker und dem Marzipan vermengen. Zu dem Hefeteig jetzt die restlichen Zutaten hinzugeben und den Teig so lange kneten bis er nicht mehr am Schüsselrand klebt. Abermals den Teig für weitere 30 min an einem warmen Ort zugedeckt ruhen lassen. Anschließend den Teig zu einem etwa 15cm breiten und 100cm langen Streifen ausrollen. Die Füllung über die ganze Länge in der Mitte des Streifens auftragen und dann von den Längsseiten zur Mitte so falten, dass sie etwa 2cm überlappen. Nun den gefalteten Strang zu einem Kranz formen und ihn auf ein gefettetes Backblech schieben. Bevor er in den Ofen geschoben wird, mit dem vorher verquirlten Ei einpinseln, dann die gehobelten Mandeln und den Hagelzucker darüber streuen. Die Backzeit im Heißluftofen bei 180°C beträgt etwa 20 Minuten.

Marzipankranz



Samstag, 21. Februar 2009

Notlösung

Dieses Mal gibt es keine Kochanleitung, sondern ich möchte erzählen, wie ich auf die Idee gekommen bin, aus zwei beliebten Gerichten unserer Kinder, ein neues zu kreieren. Die Geschichte liegt schon einige Jahre zurück und begann damit, dass meine Frau zu einem Einkaufsbummel in die Stadt aufbrach.

"Ich gehe heute in die Stadt zum Einkaufen. Brauche dringend was zum Anziehen. Es wird länger dauern, bin wahrscheinlich vor dem späten Nachmittag nicht zurück. Kannst du den Kindern was zum Essen machen? Da ist noch Hackfleischsoße von gestern. Wenn sie wollen, kannst du ihnen ja Spaghetti dazu machen. Es sind auch noch Pommes in der Kühltruhe, wenn sie das lieber mögen. Frag' sie, was sie essen wollen. Tschüss bis nachher!" - "Äh, ja. Tschüss"

So kann's gehen! Hab' mal wieder das Ganze. Aber ich will mich nicht beklagen, es ist immer noch besser den Wochenendhausputz alleine zu erledigen und die Kinder zu hüten, als sich mit seiner Frau auf eine Einkaufstortour einzulassen. Aber das ist ein anderes Thema. Zum Glück bedeutet es selbst für mich kein großes Problem, Nudeln zu kochen und die Soße dazu einfach nur aufzuwärmen. Und die alternative Zubereitung von Tiefkühlpommes stellt für mich auch keine große Herausforderung dar. Es sind ja im schlimmsten Fall nur zwei Töpfe die ich im Auge behalten muss, auch wenn das hart an die Grenzen meiner Multitasking-Fähigkeiten geht.


Es lief mir alles ganz flott von der Hand und ich war pünktlich zur Mittagszeit mit dem Hausputz fertig. So ging ich ins Kinderzimmer und fragte: " Na, Jungs? Was soll ich euch zum Mittag machen, Spaghetti mit Hackfleischsoße oder Pommes?" "Ich will Pommes",sagte der Kleine gleich. "Ich will aber Spaghetti", erwiderte der Große trotzig. Meine Beschwichtigungen und Überredungskünste blieben ohne Erfolg. Was nun? Wie kam ich aus der Falle wieder heraus? Dumm von mir, warum hatte ich ihnen auch zwei Gerichte zur Auswahl gestellt? Zwei Töpfe auf dem Herd und die Pommes im Backofen, wie sollte ich das koordinieren? Bevor mir was anbrannte und die Kinder mit knurrenden Mägen ihrer Mutter was vorheulten, entschloss ich mich nach kurzer Überlegung zu einem Kompromiss. Pommes mit Sauce Bolognese! Nachgefragt wurde diesmal nicht mehr. Also: Pommes in den Backofen, Küchenuhr und Backofentemperatur nach der Angabe auf der Verpackung eingestellt und dann die Soße aufgewärmt. Nach wenigen Minuten war ich fertig und nichts war angebrannt. Jetzt noch schnell den Tisch decken und die Kinder rufen. Hungrig und erwartungsfroh stürmten sie in die Essdiele, blieben dann aber vor ihren Stühlen mit enttäuschten Gesichtern stehen und fragten wie aus einem Mund: "Was ist denn das, Papa?" "Pommes Bolognese", antwortete ich im strengen Ton, der keinen Widerspruch duldete. Als gutes Vorbild und selbst ganz gespannt, wie mir mein Experiment gelungen war, griff ich zu Messer und Gabel und schob mir den ersten Happen in den Mund. Die Kinder hatten inzwischen Platz genommen und folgten zögerlich meinem Beispiel. Doch schon nach den ersten Bissen legten sie ihre anfänglichen Vorbehalte ab und verputzten, zu meiner großen Freude, sogar noch einen Nachschlag, bis ihre Teller blitzeblank und ihre Bäuche voll waren.

was dabei heraus kommen kann, wenn man es allen recht machen will