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Mittwoch, 15. April 2026

Pfefferminz-Baisers

Dumm gelaufen! Wer regelmäßig Eischnee schlägt, sollte wissen, dass die Rührschüssel und der Schneebesen unbedingt fettfrei sein sollten. Daher ist es keine gute Idee, wenn man zur Herstellung von Mint-Baisers Minzöl verwenden möchte. Schon nachdem ich nur einen Tropfen in den Eischnee gegeben hatte fiel er in sich zusammen. Erst dann besann ich mich auf die Regel. Pech gehabt, der erste Versuch ging daneben. Nun sind wieder zwei Eiweiße im Kühlschrank, die von einem anderen Backvorhaben übrig  geblieben sind. Beim zweiten Anlauf habe ich dann Pfefferminzdragees im Blitzhacker fein zerstoßen und das Pulver anschließend unter den Eischnee gerührt. Zusätzlich verpasste ich den fertigen Baisers noch ein Fußbad aus Zartbitterkuvertüre.

Zutaten
6 Pfefferminzdragees
2 Eiweiß (Größe L)
1 Prise Salz
120 g Puderzucker 
100 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

  • Die Pfefferminzdragees in einem Blitzhacker zu feinem Pulver zerkleinern.
  • Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen. 
  • Das Eiweiß in einer sauberen und fettfreien Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Puderzucker und das Pfefferminzpulver einrieseln lassen und so lange rühren, bis sich alles vollständig aufgelöst hat. 
  • Den Eischnee in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf dem vorbereiteten Backblech kleine Tupfen setzen.
  • Die Baisers im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens bei 90 °C Ober- und Unterhitze für etwa zwei Stunden trocknen lassen. Wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen lassen, sind sie fertig.
  • In der Zwischenzeit die Kuvertüre in Stücke brechen und über einem Wasserbad schmelzen.
  • Die fertigen Baisers in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

fehlt nur noch ein Fußbad aus Schokolade

fertig sind die Baisers mit einer feinen Minznote

Donnerstag, 20. Juni 2024

Hellbrooker Sottjes

Unter den Top 10 in der Statistik bei den Aufrufen zu meinem Foodblog gehören die Beiträge »Schoko-Sahne-Rollen« bzw. »Schlotfeger«. Was natürlich etwas an meiner Eitelkeit kitzelt ;). Um die Klickzahlen noch weiter zu steigern, habe ich mir eine neue Geschmacksvariante einfallen lassen. Aus den Schornsteinen auf den Dächern quillt nicht immer nur weißer Rauch, sondern er ist auch öfters schmutzigbraun. Um den Effekt nachzubilden versetzte ich der Schlagsahne für die Füllung etwas Lakritzpulver. Das gibt den gewünschten Farbton und überrascht mit einer besonderen Geschmacksnote.
Zu Erklärung des Namens »Hellbrooker Sottjes«: Im Nachbarstadtteil befand sich die ehemalige Konditorei Salü, bei der ich die letzten Schlotfeger gekauft habe. Sie befand sich in der »Hellbrook« Straße. »Sottjes« ist der plattdeutsche Name für einen Schornsteinfeger. Heute befindet sich in der alten Konditorei ein beliebtes Café. Dort gibt es zwar leckeren selbstgebackenen Kuchen aber leider keine Schoko-Sahne-Rollen ;(

Zutaten für den Hippenteig
70 g Weizenmehl Type 405
70 g Puderzucker
80 g Sahne

Zutaten für den Überzug und die Füllung

100 g Schokolade mit 72% Kakaoanteil (oder Zartbitter Kuvertüre)
1 TL Lakritzpulver
200 g Sahne
1 TL Vanillezucker

Zubereitung

  • Einen Bogen Backpapier in vier Teile zerschneiden und auf jedes Teil einen Kreis von 12,5 cm Durchmesser zeichnen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Mehl mit dem Puderzucker vermengen und in eine Schüssel sieben. Sahne mit in die Schüssel geben und zu einer cremigen Masse rühren. Je eine Portion der Masse auf einen  der vorbereiteten Backpapierbögen auftragen und im vorgezeichneten Kreis verstreichen.
  • Die Bögen vorsichtig auf ein Backblech legen und es dann in den mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens schieben. Bei 180 °C Ober- und Unterhitze knapp 10 Minuten backen.
  • Einen Teigling aus dem Backofen holen, vom Backpapier lösen und zügig um eine Holz- oder Metallrolle (2,5 cm Durchmesser) wickeln. Zum Abkühlen die Teigröhrchen vorsichtig von der Rolle abziehen. Den Vorgang mit den anderen Teiglingen wiederholen.
  • Die Schokolade kleinbrechen und über einem warmen Wasserbad schmelzen. Die Teigröllchen von außen mit der flüssigen Schokolade bestreichen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter abstellen.
  • Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Lakritzpulver steif schlagen, in einen Spritzbeutel füllen und damit die Schokoröllchen befüllen.

aus den Zutaten wurden vier Hellbrooker Sottjes

Fazit: auch wenn die Farbe der Sahne auf dem Foto es nicht vermuten lässt, sie schmeckte angenehm nach Lakritz. Die Menge war gut bemessen.

Beim Überziehen mit Kuvertüre bemesse ich die Schokolade immer großzügig. Dann ist es einfacher das Kleingebäck oder andere Dinge damit zu überziehen. Wenn noch etwas nachbleibt, tauche gerne kleine Obststücke in die restliche flüssige Kuvertüre.

Aktuell bieten sich frische Erdbeeren dazu an.

Donnerstag, 25. Januar 2024

Jöklatindar

Dies ist wieder einmal ein Rezept, das beim Durchstöbern fremder Foodblogs gefunden habe. Die Isländische Küche hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Auch dort scheinen Kokosmakronen nicht unbekannt zu sein. Jedoch werden sie auf Island mit einer besonderen Geschmacksnote gebacken. Pfefferminzgeschmack. Daher passt der Name Jöklatindar=Gletschergipfel natürlich sehr gut zu den Plätzchen. Statt der gemörserten Pfefferminzbonbons benutze ich lieber Minzöl. Das habe ich in unserem Apothekerschrank vorrätig. Es leistet mir bei verstopfter Nase oder Kratzen im Hals immer gute Dienste. Man muss es allerdings sehr vorsichtig dosieren.

Zutaten für 25 Gipferl
2 Eiweiß Größe L
1 Prise Salz
100 g feinen Zucker
100 g Kokosflocken
50 g weiße Schokolade geraspelt
2 Tropfen Minzöl



Zubereitung
  • Alle Zutaten abmessen und bereitstellen. Den Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Die Schokolade fein raspeln.
  • Die Eier trennen und das Eigelb für spätere Anwendungen* in den Kühlschrank stellen. Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Während des Rührvorgangs nach und nach den Zucker einrieseln. Dann vorsichtig mit ein paar Tropfen Minzöl abschmecken. Anschließend die Kokosflocken und geraspelte Schokolade unterheben.
  • Mit Hilfe von zwei Teelöffeln kleine Teigportionen abstechen und auf das vorbereitete Backblech setzen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei Umluft 140°C die Kokosplätzchen im mittleren Einschub für etwa 20 Minuten backen.
  • Nachdem die Jöklatindar komplett ausgekühlt sind, lassen sie sich leicht vom Backpapier lösen.

gut aufgepasst es sind sogar 26 Gletschergipfel

coole Plätzchen

Fazit: Wäre es nach meinem Geschmack gegangen, hätte ich noch ein oder zwei Tropfen Minzöl mehr riskiert. Selbst die leichte Minznote löste bei einigen Familienmitgliedern Befremdung aus. Aber es gab auch ausgesprochene Fans der Jöklatindar.

Donnerstag, 13. Juli 2023

Lakritz Baisers

Die Küche war schon aufgeräumt und ich wollte mir gerade etwas für das Abendbrot aus dem Kühlschrank suchen, da fiel mein Blick auf den Rührbecher mit dem Eiweiß, das vom Backen übrig geblieben war. Schnell noch wieder Baisers zusammen rühren? Genau! im Regal mit den Gewürzen stand noch eine angebrochene Dose mit Lakritzpulver, die ich fast vergessen hatte. Das würde den Baisers eine besondere Geschmacksnote verleihen. Gedacht getan.

Zutaten
3 Eiweiße Größe M
1 Prise Salz
120 g Puderzucker
2 TL Lakritzpulver

Zubereitung
  • Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen.
  • Das Eiweiß in einer sauberen und fettfreien (!) Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Zucker und das Lakritzpulver einrieseln und so lange rühren bis er vollständig aufgelöst ist.
  • Den Eischnee in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf dem vorbereiteten Backblech kleine Tupfen setzen.
  • Im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens die Baisers bei 100 °C Umluft für etwa zwei Stunden trocknen lassen. Wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen lassen, sind sie fertig und können zum Auskühlen auf ein Kuchengitter gesetzt werden.

als krönender Abschluss kamen noch ein paar Lakritzstreusel oben drauf


Sonntag, 6. Dezember 2020

Orangen-Kokos-Makronen

Es wird Zeit, dass ich das Eiweiß verbrauche, was sich in unserem Kühlschrank angesammelt hat. Schon rechtzeitig habe ich mir Gedanken gemacht wofür ich es verwenden könnte und habe mich für Kokosmakronen entschieden, die ich mit Orangenaroma verfeinere.

Zutaten
4 Eiweiße
1 Prise Salz
200 g Puderzucker
300 g Marzipanrohmasse
250 g Kokosflocken
1 Bio Orange
1 Spritzer Zitronensaft
40 Backoblaten mit 50 mm Durchmesser
200 g Zartbitterkuvertüre


Zubereitung

  • Den Ofen auf 140 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Die Orange gut abspülen, abtrocknen die Schale fein abreiben und den Saft auspressen.
  • Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Zucker unterrühren. Marzipan in Flocken hinein geben und die Masse gut durchrühren bis es sich vollständig aufgelöst hat. Nun die Kokosflocken, zwei EL Orangensaft, einen TL Orangenabrieb und einen Spritzer Zitronensaft hinzu geben und alles verrühren.
  • Mit einem Esslöffel die Makronenmasse auf die Oblaten streichen und sie die bereitgestellten Backbleche verteilen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei Umluft und 140 °C die Makronen für etwa 20 Minuten trocknen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben.
  • Die Kuvertüre in Stücke brechen und in einem Wasserbad schmelzen.
  • Die fertigen Makronen in das Schokoladenbad tauchen und abkühlen lassen.


Orangen Makronen
Kokosmakronen mit Orangenaroma





Sonntag, 22. Dezember 2019

Spekulatius Macarons

Wie üblich brauche ich beim Backen der Kipferl nur das Gelbe vom Ei. So stehe auch in diesem Jahr vor der Herausforderung mir ein passendes Rezept zu suchen, bei dem ich das Eiweiß weiter verwenden kann. Warum es nicht einmal mit Macarons versuchen? Sie sind zwar etwas aufwendiger herzustellen aber sie sind seit einiger Zeit nicht nur besonders angesagt, sondern es gibt sie auch in zahlreichen Geschmacks- und Farbvarianten. Da lässt sich bestimmt auch ein Rezept in weihnachtlicher Geschmacksrichtung zusammenstellen und backen.

reicht für 30 Stück


Zutaten für die Macarons
50 g gemahlene Mandeln
75 g Puderzucker
1 Eiweiß
1 Prise Salz
10 g Vanillezucker
1 gestrichenen TL Zimt

Zutaten für die Ganache
3 Spekulatius Kekse
150 g weiße Kuvertüre
75 g Sahne 

Zutaten fürs Topping
1 Spekulatius Keks

Erster Schritt, die Zubereitung der Macarons
Die Mandeln mit dem Puderzucker sowie dem Zimt vermengen, mit einem Schnellmixstab zermahlen und durch ein Sieb streichen, so dass ein feines Puder entsteht.

Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen dann nach und nach den Vanillezucker einstreuen.

Das Mandel-Zimt-Zucker-Mehl löffelweise vorsichtig unter das Eiweiß heben und zu einer cremigen Masse rühren. Dabei darauf achten das die Masse nicht zu flüssig wird.

Die Masse in einen Spritzbeutel mit runder Tülle füllen und Tupfen von etwa 2,5 cm Durchmesser, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, in regelmäßigen Abstand spritzen.

Die Tupfen zum Trocknen für 30 Minuten an die Seite stellen.

Einen Spekulatius Keks mit dem Schnellmixer fein zermahlen und das Spekulatiuspulver auf die zu trocknenden Macarons stäuben.

Nach der Trockenzeit die Macarons in den vorgeheizten Ofen bei 140 °C Ober- und Unterhitze für 14 Minuten backen bis sie durchgehärtet sind.

Nach dem Backen die Plätzchen komplett auskühlen lassen und dann vom Backpapier abziehen.

Zweiter Schritt, die Zubereitung der Ganache
Die Spekulatius Kekse mit dem Mixstab fein zermahlen.

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, die Sahne mit dem Spekulatiuspulver unterrühren. Die Ganache zum Abkühlen für 30 Minuten gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Dritter Schritt, die Endmontage der Macarons
Die Creme in einen Spritzbeutel mit runder Spitze füllen und sie auf eine Hälfte der abgekühlten Macarons spritzen und mit der anderen Hälfte abdecken.

Zur vollständigen Entfaltung ihres Aromas kommen die Macarons über Nacht in den Kühlschrank.

Endlich ist es geschafft und ihr könnt die Plätzchen in Ruhe genießen.



Donnerstag, 12. September 2019

Obstsalat mit Baiserhaube

Dieses Rezept schlummert schon seit 20 Jahren in meinem Fotoarchiv. Unser Jüngster hatte es bei einem Kochkurs aus der Schule mitgebracht und ganz stolz bei uns Zuhause nachgebacken. Die ganze Familie war begeistert von seinen Kochkünsten. Die genaue Menge der Zutaten sind leider nicht erfasst worden. Ist aber auch nicht nötig. Das Rezept gelingt immer. Man sollte nur immer einen Blick in den Backofen werfen, damit der gewünschte Bräunungsgrad nicht überschritten wird ;)

Zutaten
Obst nach eigenem Geschmack
Zucker (etwa 2 EL pro Eiweiß)
Eiweiß nach Bedarf

Zubereitung
  • Ofen auf 180 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.
  • Das Obst gut abspülen nach Bedarf schälen, entkernen, in mundgerechte Stücke schneiden und mit Zucker abschmecken.
  • Eier trennen und das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen.
  • Das kleingeschnittene Obst in eine feuerfeste Form geben, den Eischnee gleichmäßig darüber verteilen und für etwa 10 Minuten auf der mittleren Schiene überbacken bis sich auf dem Eischnee eine leichte braune Kruste bildet. 

der Stolz unseres Jüngsten

Samstag, 1. Dezember 2018

Ricciarelli - Italienische Mandelplätzchen

Diese italienischen Mandelkekse aus der Region Siena sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Mit diesen köstlichen Mandelplätzchen möchte ich die diesjährige Weihnachtsbäckerei eröffnen. Wer noch mehr italienische Mandelplätzchen entdecken möchte, dem darf ich noch die Mandorlini von der Mittelmeerinsel Sizilien ans Herz legen.


Zutaten
2 Eier Größe M
100 g Puderzucker
300 g gemahlene Mandeln
25 g Mehl
½ Tütchen Backpulver
100 g Puderzucker
5 Tropfen Bittermandelöl
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung
  • Eier trennen, Eigelb für andere Verwendung in den Kühlschrank stellen.
  • Eiweiß mit 100 g Puderzucker und der Prise Salz steif schlagen.
  • Mandeln mit dem restlichen Puderzucker sowie dem Mandelöl vermischen.
  • Mehl und Backpulver vermengen und über ein Sieb zur Mandelmischung geben und verrühren.
  • Nach und nach das Eiweiß untermengen.
  • Teig zu einer 4 cm dicken Rolle formen in Frischhaltefolie einwickeln und zum Abkühlen über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Backofen auf 160 °C vorheizen.
  • Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen, Folie entfernen und mit einem Messer schräg ovale Scheiben abschneiden.
  • Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  • Bei Ober und Unterhitze die Mandelkekse auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten backen.
  • Die fertigen Ricciarelli auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und abschließend mit Puderzucker bestäuben.

ein paar zum sofort genießen
die anderen kommen in die Keksdose