Posts mit dem Label Schweizer Küche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweizer Küche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. März 2025

Nusshörnchen

Als ich das Frühstück vorbereite, fällt mir der angebrochene Würfel frischer Hefe auf, der vom Vortag noch übrig geblieben ist. Während des Frühstücks überlege ich, wie ich ihn verwenden könnte. Dabei kommen mir die Sonntagshörnchen aus der Dose in den Sinn. Wir werten sie regelmäßig auf, indem wir Wurst und Käse einrollen. Nach dem Frühstück durchforste ich unsere Vorräte. Dabei kommt eine angebrochene Packung Haselnusskerne zum Vorschein. Als ganze Kerne ungeeignet für eine Füllung der Hörnchen. Aber gehackt oder gemahlen schon. Gemahlen mit Butter und Zucker zu einem Mus verarbeitet. So könnte es gehen. Wie wär's mit etwas Zimt? Stimmt! Zufrieden setze ich mich an den PC und notiere in groben Zügen das Rezept. Als ich anschließend im Netz den Begriff Nusshörnchen eingebe, verebbt meine Euphorie. Es gibt sie bereits. Und wer hats erfunden? Die Schweizer mit ihren Appenzeller Nussgipfel. Was solls. Ich mach mein Ding und ab in de Kök.

Zutaten für den Teig

250 g Dinkelmehl Type 630
20 g frische Hefe
40 g Zucker
100 ml lauwarme Milch
40 g Butter
1 Ei Größe L
1 Prise Salz
Mehl zum Ausrollen

Zutaten für die Füllung

100 g gemahlene Haselnusskerne
40 g Zucker
½ TL Zimt
2 Tropfen Bittermandelöl
50 ml Milch

Zutaten für den Belag

50 g Butter
20 g gehackte Haselnüsse
1 EL Vanillezucker

Zubereitung

  • Die Hefe mit etwas vom Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nochmals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Die gemahlenen Haselnüsse mit den restlichen Zutaten für die Füllung zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  • Ein Blech mit Backpapier auslegen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Hefeteig zu einem Rechteck (40 cm x 30 cm) ausrollen und mit einem Pizzaroller zu spitzen  Dreiecken schhneiden. Nun die Nusspaste auftragen und dann zur Spitze hin einrollen. Die Hörnchen mit ausreichend Abstand auf das vorbereitete Backblech setzten und abgedeckt für 20 Minuten ruhen lassen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, das Ei trennen und das Eigelb verquirlen. Die gehackten Haselnusskerne mit dem Vanillezucker vermengen.
  • Bevor die Hörnchen in den Ofen geschoben werden, werden sie mit Eigelb bestrichen und mit den gehackten Nusskernen bestreut. Dann kommen sie für 18 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze in den vorgeheizten Ofen, bis sie goldbraun sind.


das Ergebnis 12 Nusshörnchen

Schweizer Gebäck zum Saint Patrick's Day? Warum nicht!

Dienstag, 31. Dezember 2024

Käsechips

Die Käsechips aus dem Supermarkt schmeckten sehr lecker. Laut Packungsangabe waren sie von Hand gemacht und außer der Adresse des Herstellers gab es keine weiteren Hinweise. Keine Hinweise auf die Inhaltsstoffe oder das Gewicht des Inhalts. Nach Angaben im Onlineshop des Herstellers, beträgt es 100 g. Aber ein Preisettiket klebte auf der Zellophantüte. 10,99 € - 7,90 CHF! Das dämpfte den Genuss. Ein Grund mehr es selber einmal zu versuchen. Ein Stück alten Gouda und eine Ecke Bergkäse aus dem Kühlschrank mussten für mein Experiment herhalten. Gewürzt mit Kräutern und verschiedenen Gewürzen aus dem Sortiment des Vorratsschranks startete ich meine Versuchsreihe in de Kök.

Zutaten
Käse, Gewürze und Kräuter nach eigenem Geschmack

Zubereitung
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen.
Den Käse fein reiben mit dem Lieblingsgewürz vermengen und in kleinen Portionen mit einer Kuchengabel auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. Das Blech in den mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens schieben und für ca. 15 Minuten  knusprig backen.

Käse fein reiben und mit einer Kuchengabel auf der Backfolie verteilen
nach Belieben mit Kräutern und Gewürzen bestreuen und ab in den Ofen

Allen Lesern ein frohes Neues Jahr

Freitag, 6. Dezember 2024

Caramel-Schoggi-Guetzli

Schokolade und Karamell, mmhh, eine Kombination, die ich sehr gerne mag. Die Guetzli aus der Schweitzer Backstube verbinden Beides. Denn die Schokoladenkekse besitzen ein Herz aus Karamell.

Zutaten
1 Vanilleschote
50 g zimmerwarme Butter
125 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier Größe L
50 g gemahlene Mandeln
200 g Dinkelmehl Type 630
50 g Backkakao
1 TL Backpulver
100 g weiche Sahne-Karamell-Bonbon
100 g Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
  • Die Vanilleschote der Länge einritzen und das Mark auskratzen.
  • Die Butter mit einer Prise Salz und dem Zucker zu einer cremigen Masse rühren.
  • Erst das Vanillemark mit den Eiern, dann den Kakao mit den gemahlenen Mandeln unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, in die Schüssel sieben und Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen in Frischhaltefolie einwickeln und 60 Minuten in den Kühlschrank legen.
  • Während der Teig im Kühlschrank ruht die Karamellbonbons in Würfel schneiden und den Puderzucker in einen tiefen Teller sieben.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 160 °C Heißluft vorheizen.
  • Vom Teig kleine Portionen abteilen und mit bemehlten Händen eine wallnussgroße Kugel formen. In jede Kugel einen Karamellwürfel drücken, wieder zu einer Kugel formen, im Puderzucker wälzen und auf die Backbleche verteilen.
  • Im vorgeheizten Ofen die Plätzchen etwa 10 Minuten bei 160 °C Heißluft backen.

den Karamellkern einfügen

in Puderzucker wälzen
und für 10 Minuten in den Backofen

ein paar werden gleich vernascht

Samstag, 21. September 2024

Zwetschgenwähe

Wehe? Nein, Wähe ist gemeint! Der Begriff stammt aus dem alemannischen Sprachraum (Württemberg, Schweiz). Es handelt sich um einen Mürbeteigkuchen der mit Obst belegt wird und mit einem Eier-Sahne-Guss gebacken wird. Beim Bummel über den Wochenmarkt, habe ich mir das aktuelle Obst in Augenschein genommen und mich für Zwetschgen aus dem Alten Land für meine Wähe entschieden. Etwas unsicher war ich mir bezüglich der Menge, die für eine Tarteform notwendig sind. Für den das Backvorhaben wähle ich zwei kleine, runde Auflaufformen von 16 cm Durchmesser. Vorsichtshalber kaufte ich ein Kilogramm. Das sollte in jedem Fall reichen. Falls welche nach dem Backen übrig bleiben, mache ich mir keine Sorgen. Meine mir angetraute Naschkatze würde sich über die verbleibenden Früchte freuen.

Zutaten für den Mürbeteig
1 Prise Salz
50 g Zucker
100 g kalte Butter
1 Eigelb
200 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln

Zutaten für die Füllung
25 g gemahlene Mandeln
500 g Zwetschgen

Zutaten für den Guss
1 Ei Größe L
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Zimt
125 g Sahne
1 EL Speisestärke

Zutaten für den Belag

50 g Gehobelte Mandeln

Zubereitung
  • Bis auf die Butter alle Zutaten in eine Schüssel geben. Dann die Butter in Flocken hinzufügen und zügig mit den Händen durchkneten. Eingewickelt in Frischhaltefolie kommt er für 60 Minuten in den Kühlschrank.
  • In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und den Kern entfernen. Die Form einfetten und mit dem Paniermehl ausstreuen. Kurz bevor der Teig aus dem Kühlschrank kommt, den Backofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  • Den Teig kurz durchkneten und mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen. Die Form damit auslegen und mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen einstechen. Zunächst die gemahlenen Mandel auf dem Teigboden streuen und anschließend die Zwetschgenhälften eng damit auslegen.
  • Alle Zutaten für den Guss in einem Rührbecher zu einer klümpchenfreien Mischung verquirlen und über die Früchte gießen. Anschließend werden die gehobelten Mandel darüber gestreut.
  • Dann wird die Form auf ein Gitter in den unteren Einschub des vorgeheizten Ofens bei 180 °C Umluft in 35 Minuten goldbraun gebacken.

schmeckt kalt mit Puderzucker aber auch noch lauwarm aus dem Backofen

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Schlüferli

Zum typischen Angebot auf allen Weihnachtsmärkten gehört Schmalzgebäck. Die Variante, die ich mir heute backen möchte stammt aus der Schweiz.

Zutaten
5 Eier
250g Zucker
700g Mehl,
80g zerlassene Butter
20ml Sahne
½ Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
Mehl zum Ausrollen
Pflanzenfett zum Frittieren
Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung
Eier und Zucker schaumig rühren. Alle restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teigkloß in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Auf einer bemehlten Fläche etwa 3 mm dick ausrollen. In 10cm lange und 2cm breite Streifen schneiden. In die Mitte einen kleinen, schrägen Einschnitt ritzen. Durch diesen Einschnitt wird ein Ende des Teigstreifens so durchgezogen, dass ein lockerer Knoten entsteht. Fett in einem großen Topf erhitzen. Schlüferli mit einem Schaumlöffel ins heiße Fett geben und von beiden Seiten goldbraun ausbacken. weil sie sich nicht selbst drehen, mit einer Gabel oder einem Holzspieß die Schleifen einmal wenden. Mit der Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Noch warm mit Puderzucker bestäuben.

warm schmecken sie am besten