Dienstag, 6. Juli 2010

Kirschstreusel

Noch immer kommt mir das Wort Schatt-en-morellen schwer über die Lippen. Nach meinem Wortgefühl klingt es irgendwie falsch. Als kleiner Butje habe ich oft viel Zeit in der Küche meiner Großeltern verbracht. Sie schnackten die meiste Zeit Platt miteinander. So lernte auch ich die Sprache zu verstehen. Seit dem hat sich der Begriff Schattmorellen für die Sauerkirschen tief meinem Wortschatz eingeprägt. Wenn die Früchte reiften durfte ich mit Oma bei Tante Ilse im Garten die Schattmorellen pflücken. Als Leichtgewicht hangelte ich mich hoch bis in die Wipfel der Obstbäume. Das liegt schon viele Jahre zurück. Ob die Bäume im Garten meiner Tante noch stehen, weiß ich nicht. Wenn wir heute Kirschen brauchen, egal ob sauer oder süß, kaufen wir sie auf dem Wochenmarkt.


Zutaten für den Rührteig
1 Vanilleschote
125 g weiche Butter
80 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
3 Eier Größe M
100 g gemahlene Mandeln
100 g weiße Schokolade
100 ml Buttermilch
150 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Backpulver
500 g Schattenmorellen mit Stiel und Kernen
1 EL Vanillezucker zum Einzuckern
Butter zum Einfetten und Paniermehl zum Ausstreuen


Zutaten für die Streusel
1 Fläschchen Bittermandelöl
100 g kalte Butter
200 g Dinkelmehl
80 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz

Vorbereitung
Die Schattenmorellen abspülen und entkernen. Die Früchte mit dem Vanillezucker vermengen und eine Weile ziehen lassen.

Eine 26 cm Springform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zubereitung
Die Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem krümeligen Teig kneten.

Die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und das Mark mit dem Messerrücken ausschaben.

Die Schokolade in grobe Stücke hacken.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz cremig rühren. Nacheinander die Eier und dann die gemahlenen Mandeln, das Vanillemark, die gehackten Schokolade sowie die Buttermilch mit dem Teig verrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über den Teig sieben und verrühren.

Den Rührteig in der vorbereiteten Form gleichmäßig verteilen, dann die Kirschen und zum Abschluss die Streusel darüber geben.

Den Kuchen im mittleren Einschub bei 180 °C Ober- und Unterhitze für etwa 45 Minuten backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe kann er zu Abkühlung aus dem Ofen genommen werden.

Für einen Blechkuchen die Mengen einfach verdoppeln.



Montag, 7. Juni 2010

Blueberry Muffins

Muffins sind gut geeignet als Fingerfood für eine Stehparty oder fürs Büro, wo es nie ausreichend Teller oder Kuchengabeln gibt. Außerdem lassen sie sich gut transportieren ohne Schaden zu nehmen.


der Zucker hat's nicht mit aufs Foto geschaft

Zutaten

200 g Zucker
50 g weiche Butter
2 Eier
1 Prise Salz
1 Messerspitze Zimt
200 ml Buttermilch
40 g Pflanzenöl
300 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
200 g Blaubeeren

Zubereitung
  • Blaubeeren abspülen und gut abtropfen lassen.
  • Zucker und Butter schaumig rühren.
  • Nach und nach die Eier, die Buttermilch, Salz und das Öl unterrühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und darüber sieben.
  • Die Beeren in den Teig geben und unterheben.
  • Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig einfüllen.
  • Die Muffins auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen bei 220 °C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten backen.
  • Nach dem Abkühlen aus der Form nehmen und nach Bedarf mit Zuckerguss versehen  oder Puderzucker bestäuben.
etwas später kam noch Zuckerguss drüber

Montag, 17. Mai 2010

"Hot" Dogs

Wie der Hot Dog eigentlich zu seinem Namen kommt, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen. "Hot" bezieht sich jedenfalls nicht auf eine besondere Schärfe des beliebten Street Food. Weder der Senf noch das Ketchup sind sonderlich scharf gewürzt. Geschweige denn die Remoulade oder der Gurkensalat. Gelegentlich gönne ich mir auch so ein Würstchen im Brötchen. Selten vom Imbiss oder im Möbelhaus. Meistens bereite  ich sie mir selber zu. Dabei verzichte ich auf die schlappen Pølser bzw. Hot Dog Würstchen und nehme lieber frische knackige Wiener Würstchen vom Fleischer meines Vertrauens. Also, warum nicht auch mal scharfe Zutaten verwenden?

Zutaten
Hot Dog Brötchen
Wiener Würstchen
geröstete Zwiebeln
(mittel)scharfer Senf
Curry Ketchup
Remoulade
eingelegte Paprika
eingelegte Peperoni
Chilipulver zum Nachwürzen

Zubereitung
  • Hot Dog Brötchen einschneiden,
  • beide Hälften mit Remoulade und Ketchup bestreichen,
  • ein paar Röstzwiebeln einstreuen,
  • heißes Würstchen hinein legen,
  • mit Senf bestreichen,
  • und mit  klein gehackten Paprika- und Peperoni-Stücken belegen.

Wem es nicht heiß genug ist kann noch Chilipulver darüber streuen

Mittwoch, 17. März 2010

Schinken-Tomaten-Muffins

Zum St. Patricks Day gibt es heute Muffins. Weil die meisten Gäste erst zum Abend eintrudeln gibt es dieses Mal nichts für Süßmäuler, sondern es kommen Muffins in einer deftigen Variante auf das Partybuffet. Ursprünglich hatte ich Oliven mit gekochten Schinken als Zugabe in den Teig geplant. Leider habe ich sie beim Einkaufen vergessen. Gut, dass ich noch ein Glas mit getrockneten Tomaten in Öl im Vorratsschrank gefunden habe. So habe ich das Rezept einfach umgestellt.


Zutaten für 8 Stück
1 mittelgroße Zwiebel
1 Scheibe gekochter Schinken 5 mm dick (150 g)
35 g getrocknete Tomaten in Öl
250 g Mehl Type 550
1 Prise Salz
50 g Rapsöl
220 ml Wasser
1 TL Backpulver
 Öl zum anbraten
50 g mittelalter Gouda zum Überbacken

Zubereitung
  • Die Zwiebel abpellen und kleinwürfeln.
  • Den gekochten Schinken in Würfel schneiden und mit den Zwiebeln in einer Pfanne leicht anrösten.
  • Die Tomaten in kleine Stücke schneiden.
  • Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Wasser, dem Öl und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Die Tomaten, die Schinkenwürfel mit den Zwiebeln und dem Backpulver unterkneten.
  • Den Teig in die Muffinförmchen füllen, mit etwas geriebenen Gouda bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten goldbraun backen.

mit den Tomaten kamen die Muffins gut bei den Gästen an

Fazit: diese herzhaften Muffins sind mir besonders locker und fluffig gelungen und werden auf unsere Lieblings-Speisekarte gesetzt.

Dienstag, 16. Februar 2010

Schokokuss-Brötchen

Von meiner Mutter oder den Großmüttern sind nur wenige Rezepte überliefert. Einige wenige habe ich mir selber notiert als mein Interesse am Kochen in meiner ersten Junggesellenbude gefordert wurde. Daher ist es einer der  Grundgedanken für diesen Blog alte und beliebte Rezepte aus unserem Familienalltag zu notieren, um sie für die Kinder und Enkel zu bewahren. Ein Rezept ist dabei, das wir als Schulkinder auf dem Pausenhof alle beherrschten und schnell und einfach nachzumachen war - Brötchen mit Schokokuss. Eigentlich ist es so simpel, dass es dafür keine Anleitung braucht. Daher nur für die Familienchronik:

Was ihr braucht:
1 Brötchen
1 Schokokuss

Und so wird gemacht:
Lasst euch von einem Erwachsenen das Brötchen durchschneiden. Dann stellt ihr den Schokokuss in die Mitte der unteren, flachen Hälfte. Nun wird die obere Hälfte einfach draufgedrückt, bis die Schaummasse seitlich aus dem Brötchen quillt. Fertig


Wichtiger Hinweis für die Eltern: unbedingt Küchenkrepp
oder noch besser Feuchttücher bereithalten.


Mittwoch, 6. Januar 2010

Anisplätzchen

In unserem Kühlschrank wartet noch immer Eiweiß von drei Eiern für eine "weitere Verwendung". Gut dass ich mir schon mal ein Rezept heraus gesucht habe, wo ich sie gut gebrauchen kann. Schon in meiner Junggesellenzeit habe ich sie nach einem Rezept aus einem Backmagazin gebacken. Das Heft ist schon lange verschollen. So sammelte ich mir einige Anregungen im Netzt und bastelte mir ein neues Rezept für ein verspätetes Weihnachtsrezept.


Zutaten
3 Eiweiße
150 g Puderzucker
150 g Mehl Type 405
1 Prise Salz
1 TL gemahlenen Anis

Zubereitung

Das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Puderzucker mit dem Anispulver vermischen, über den Eischnee sieben und unterheben. Nun das Mehl über die Masse sieben und unterrühren.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Tülle füllen und runde Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Die Plätzchen über Nacht trocknen lassen.

Gut ausgeschlafen geht's weiter
Am nächsten Morgen im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Ober- und Unterhitze im mittleren Einschub etwa 15 Minuten goldgelb backen.

nach dem Abkühlen am besten in einer geschlossenen Keksdose aufbewahren
Fazit
Es gibt Liebhaber in unserem Familienkreis, die sie genauso mögen. Mir war die Konsistenz zu zäh. Dann lieber simple Baisers mit Anisaroma.



Dienstag, 29. Dezember 2009

Küchenhilfe

Am liebsten pütschere ich allein in unserer Küche herum. Niemand steht mir im Weg, mein "Werkzeug" liegt immer an dem Platz, wo ich es hingelegt habe und keiner redet mir drein! Doch zum zweiten Weihnachtsfeiertag wurde ich als Küchenhilfe geordert. "lass' dir mal was zum Weihnachtsdessert einfallen und mache bitte wieder deine Kroketten", hieß es schon einige Tage vorher. Da meine Frau und ich uns immer eifrig die Dokusoap "das perfekte Dinner" ansehen, wollte ich eigentlich ein Parfait mit Lebkuchen machen. Allerdings entschied ich mich dann für ein Spekulatiusparfait, das mir bei Chefkoch.de ins Auge fiel.
Den Nachtisch musste ich zu meinem Glück, lange vor dem großen Gedränge in der Küche zubereiten, damit er noch ausreichend Zeit zum Gefrieren hat. Das Rezept war gut beschrieben und so klappte es auch alles reibungslos bei meinem ersten Parfait. Nach dem ich es zum Kühlen in die Truhe gestellt hatte, machte ich mich gleich an "meine" Kroketten und frittierte sie zweimal hinter einander, dann legte ich sie auf ein Backblech, dass ich mit Backpapier ausgelegt hatte. So musste ich mich später nur kurz in das Küchengetümmel stürzen, um das Blech in den Ofen zu schieben und es rechtzeitig wieder herausholen. Beim Anrichten des Desserts saßen alle am Tisch und ich hatte die Küche ganz für mich allein.



kalt erwischt