Samstag, 13. Juli 2019

Wickelbrot mit Speck und Käse

Passend zum Grillen backe ich wieder ein Zupfbrot. Diese Mal in einer weiteren Variante mit Frühstücksspeck und Käse als Füllung.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Typ 630
80 g lauwarme Milch (3,5% Fett)
80 g lauwarmes Wasser
12 g Hefe
4 g Salz
6 g weiche Butter

Zutaten für die Füllung
16 Scheiben Frühstückspeck (Bacon)
8 Scheiben Käse

Zubereitung
Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit dem restlichen Mehl bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden.

Dann die restlichen Zutaten und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.


Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck (30 cm x 36 cm) ausrollen und mit Bacon- und Käsescheiben belegen. Den Teig einrollen, in 6 cm breite Scheiben schneiden und in eine mit Backpapier ausgelegte feuerfeste Form stellen. Das Ganze noch eine Weile gehen lassen, bis der Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorgeheizt ist. Auf der mittleren Schiene in 25 Minuten goldbraun backen.

mancher Gast vergisst darüber sein Grillwürstchen


Samstag, 6. Juli 2019

Versunkener Erdbeerkuchen

Erdbeerkuchen bzw. Torte kenne ich nur mit frischen Erdbeeren. Sie werden meist auf einen Biskuitboden verteilt und mit Tortenguss überzogen. Eine weitere verbreitete Variante ist eine Joghurt- oder Mascarpone-Creme-Torte, in der die frischen Früchte eingebettet werden. Seltener findet man sie als ganze Früchte in einem Rührteig. Gebackene Erdbeeren, geht das? Hier streiten sich die Geschmäcker. Für viele ist das ein "no-go". Um mir selbst ein Urteil zu bilden, starte ich einen Selbstversuch.


Zutaten für 26 cm Springform
500 g Erdbeeren
1 EL Vanillezucker
250 g Zucker
1 Prise Salz
65 g weiche Butter
4 Eier
65 ml Milch
300 g Mehl Typ 550
1 TL Backpulver
Puderzucker zum darüber Streuen



Zubereitung
  • Erdbeeren abspülen und das Grün entfernen
  • Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Butter mit dem Zucker cremig rühren.
  • Nach und nach die Eier darunter rühren.
  • Salz, Vanillezucker und die Milch unterrühren
  • Mehl und Backpulver vermengen, über den Teig sieben und durchrühren.
  • Den Teig in eine gefettete Springform füllen.
  • Die Erdbeeren darüber verteilen.
  • Im Backofen auf der mittleren Schiene bei 180 °C Ober- und Unterhitze für etwa 35 Minuten backen.
  • Nach dem Backen den Kuchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.

Für einen Blechkuchen die Menge der Zutaten verdoppeln
Mein Fazit: es geht nichts über frische Erdbeeren die nach dem Backen dem Kuchen zugefügt werden. Geschmeckt hat der Kuchen trotzdem. Am besten schmeckt er, solange er frisch ist.





Freitag, 28. Juni 2019

Caffè Freddo

Die Hitze brennt. Trotz Markise ist es auf unserem Balkon fast nicht auszuhalten. Wie gerne hätte ich jetzt einen Eiscafé. Aber leider habe ich kein Vanilleeis im Haus. Im Gefrierschrank sind nur ordinäre Eiswürfel aus Wasser. Da trifft mich ein Geistesblitz. In unserem Urlaub in Rom haben wir einen Caffè Freddo bestellt, um uns aus der Nachmittags-Hitze-Lethargie reißen zu lassen. Die Zutaten dazu habe ich vorrätig.

Zutaten
2 Tütchen Espresso-Pulver
2 TL Zucker
kalte Milch

Zubereitung
Ein Glas für 30 Minuten in den Gefrierschrank stellen
Den Espresso frisch aufbrühen und den Zucker darin auflösen.
Eiswürfel mit in die Behälter geben und solange rühren bis sie sich aufgelöst haben.
Den Espresso in das kalte Glas füllen und kalte Milch hinzu geben.

kalter Muntermacher

Donnerstag, 20. Juni 2019

Butterschnecken mit Marzipan

Der Apfel-Zupf-Kuchen, den ich im August letzten Jahres gebacken habe, kam in der Familie gut an. In der Zwischenzeit ist mir beim Studieren verschiedener Rezepte eine andere Wickeltechnik begegnet, die ich heute einmal ausprobieren möchte. Als Füllung dient eine Schicht aus Marzipan, Mandeln und braunen Zucker.


Zutaten für den Teig
500 g Dinkelmehl
21 g Frischhefe
1 Ei Größe M
250 ml lauwarme Milch
60 g Zucker
1 TL Vanillezucker
80 g weiche Butter
eine Prise Salz


Zutaten für die Füllung
100 g Butter
200 g Marzipan
60 g weichen braunen Rohrzucker
200 g gestiftelte Mandeln


Zubereitung
Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein geben. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiteren Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden.

Die restlichen Zutaten zum Hefeteig hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 25 cm x 60 cm ausrollen. Die restliche Butter in kleinen Flöckchen auf dem Teig verteilen. Dabei einen daumenbreiten Rand frei lassen. Ein Drittel des Teigs zur Mitte einklappen. Dann die gegenüberliegende Seite auf die umgeklappte Seite falten.

Den dreischichtigen Teigstreifen erneut zu einem Rechteck von 25 cm x 60 cm ausrollen. Beide Enden zur Mitte einschlagen und dann in der Mitte falten, so dass er jetzt aus vier Schichten besteht, der erneut zu einer Fläche von 30 cm x 50 cm ausgerollt wird. Zwischen dem Ausrollen die Arbeitsfläche immer ausreichend mit Mehl bestreuen.

Marzipan zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen auf den ausgerollten Teig legen und mit gestifteten Mandeln und Zucker bestreuen. Anschließend von der langen Seite her aufrollen.

Rolle mit einem Messer, 7 Schnecken schneiden. Die Schnecken mit den Schnittflächen nach oben in eine gefettete Springform (26 cm Ø) anordnen. Gut abgedeckt noch einmal 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Kuchen im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten goldbraun backen. Nach erfolgreicher Garprobe mit einem Holzstäbchen kann der Kuchen aus dem Ofen und zum Abkühlen auf ein Gitter gestellt werden.

je nach Lust die Schnecken noch mit Puderzucker bestäuben

Mittwoch, 12. Juni 2019

Milchreis mit Gofio

Als neulich eine Portion Milchreis übrig blieb, füllte ich sie in eine Kompottschüssel und stellte sie mit einer Frischhaltefolie versehen in den Kühlschrank. Dort stand sie dann auch noch am nächsten Morgen und schaute mich herausfordernd an. Frisches Obst, das sich als Beilage eignete,  hatte ich gerade nicht vorrätig. Schon wieder Zimt mit Zucker wie am Vortag fand ich zu langweilig. Auf der Suche nach einer geeigneten Abwechslung stieß ich auf die Tüte mit dem gerösteten Getreidemehl (Gofio), dass ich extra für mein Kanarisches Eierdessert bestellt hatte. Es war noch reichlich vorhanden. Kurz entschlossen stürzte ich den kalten Milchreis aus der Kompottschale und streute etwa einen Esslöffel Gofio drüber. Fertig war mein Frühstück mit einer etwas herben Note.

ein weiterer Serviervorschlag für Milchreis - versucht's mal mit Gofio

Freitag, 7. Juni 2019

Bobbes

Während meiner Berufsausbildung in einer Maschinenfabrik bin ich häufig mit dem Rad zur Firma gefahren. Auf dem Rückweg führte mich mein Weg immer an dem Bäcker vorbei, in dem meine Mutter als Aushilfe im Laden bediente. An manchen Tagen, wenn grad keine Kundschaft im Laden war machte ich einen kurzen Stopp, um ein Stück Kuchen zu schnorren. Dabei hatte ich es meistens auf einer der Bobbes abgesehen, der gleich vor Ort von mir verdrückt wurde. Seit dem sind Jahrzehnte vergangen. Meine Mutter bedient jetzt die Engel. Den Laden gibt es zwar noch aber der Inhaber hat gewechselt ebenso sein Sortiment. Somit muss ich wieder einmal selber backen, um meine Sehnsüchte zu stillen. Aus den verschiedenen Rezepten aus dem Netz und aus meiner Erinnerung, habe ich mir ein eigenes zusammengeschrieben.


Zutaten für den Teig
200 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier Größe M
1 Natur Zitrone
350 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver


Zutaten für die Füllung
2 cl Amaretto
100 g Marzipanrohmasse
50 g Rosinen
50 g gehobelte Mandeln
50 g Butter
Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung
  • Die Zitrone gut abspülen und die Schale abreiben.
  • Die Butter und den Zucker cremig rühren.
  • Nach und nach die Eier, den Zitronenabrieb und das Salz unterrühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über die Masse sieben und kurzzeitig einem glatten Teig kneten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Alle Zutaten für die Füllung zu einer geschmeidigen Masse verrühren.
  • Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank zu einem Rechteck (40 cm x 25 cm) ausrollen.
  • Die Marzipanmasse auf den Teig auftragen und von der Längsseite her aufrollen. Die Rolle in 8 cm lange Stücke schneiden und die Röllchen auf ein mit Backpapier aus gelegtes Backblech legen.
  • Die Bobbes auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten backen.
  • Das fertige Gebäck abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. 

ist mir besser gelungen als das Original

Fazit: das Original von Bäckermeister Dieter F. war mir immer zu trocken. Mein "Nachbau" ist schön locker und fluffig.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Lyoner Pfanne

Beim allwöchentlichen Bummel über den Wochenmarkt am Wandsbeker Quarree fiel mir der wilde Brokkoli ins Auge. Nach kurzer Überlegung erstand ich noch eine Pastinake und ein paar Möhren am selben Gemüsestand. Beim Fleischer unseres Vertrauens erstand ich noch eine Lyoner Fleischwurst die dann auch noch mit in der Gemüsepfanne landen sollte. Alle anderen Zutaten hatte ich noch zuhause vorrätig.



Zutaten
500 g Kartoffeln
1 mittelgroße Zwiebel
2 Karotten
1 Pastinake
1 wilder Brokkoli
½ Ring Lyoner Wurst
1 Becher Schmand
2 EL griechischer Joghurt
Küchenkräuter nach eigenem Belieben


Zubereitung
  • Die Kartoffeln ungeschält in Wasser garen.
  • Die Karotten, Pastinake schälen und in grobe Würfel schneiden.
  • Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  • Kleine Röschen aus dem Brokkoli lösen und gut abspülen.
  • Die Kartoffeln abgießen, pellen und in grobe Stücke schneiden.
  • Die Wurst abpellen und ebenfalls grob würfeln.
  • Die Möhren, die Pastinake mit den Brokkoliröschen im kochenden Salzwasser kurz blanchieren und dann abtropfen lassen.
  • Kartoffel- und Wurststücke in einer Pfanne anbraten.
  • Erst die Zwiebeln und dann das vorgegarte Gemüse dazugeben.
  • Schmand mit dem Joghurt zu einem cremigen Dip verrühren.
  • Die Küchenkräuter hacken, mit dem Dip vermengen und mit dem Pfannengemüse auf einen Teller anrichten.