Montag, 17. Mai 2021

Biskuitrolle mit Zitronenmousse

Schon seit Tagen schon grübele ich darüber nach, was ich für einen Kuchen zu einem Geburtstagskaffee im engen Familienkreis backen könnte. Zunächst dachte ich an eine Schichttorte mit Biskuitboden und zweierlei Creme-Schichten. Aber mein innerer Schweinehund verwarf die Idee, wegen des zu hohen Arbeitsaufwands. Dann vielleicht eine Torte mit nur einer Cremefüllung? Aber so richtig konnte ich mich für diese Idee auch nicht begeistern. Aus einem Supermarkt-Flyer griff ich die Anregung auf, Löffelbiskuit als Tortenrand zu verwenden. Die Biskuitlöffel wurden in weiße Kuvertüre getaucht, die rosa eingefärbt wurde. Mir widerstrebte jedoch der Gedanke zum Färben künstliche Farbstoffe zu verwenden. So experimentierte ich zunächst mit verschiedenen natürlichen Farbstoffen herum. Das Testergebnis mit ein paar Tropfen Rote-Beete-Saft war überzeugend. Der Gemüsesaft beeinflusste weder den Geschmack noch die Konsistenz der Kuvertüre. Als Tortenfüllung griff ich auf die Zitronenmousse aus meinem Rezeptarchiv zurück. Die kommt immer gut an. Beim Versuch mit dem Einfärben der weißen Schokolade hatte ich zunächst nur die Spitze der Löffelbiskuits einer Packung in die geschmolzene Kuvertüre getaucht. Das reichte jedoch nicht für eine große Torte aber immerhin für ein kleines Versuchstörtchen. Damit die Biskuitkekse auch von der Größe dazu passten, teilte ich sie der Länge nach in zwei Hälften. Die Hälfte mit den rosa Schokospitzen behielt ich für die "Einzäunung" zurück. Den Rest zerbröselte ich und vermengte ihn mit etwas zerlassener Butter zu einem Krümmelteig, den ich in einem Portionierungsring zu einem Boden verfestigte. Dann stellte ich die zurückbehaltenen "Zaunlatten" (die halben Biskuitlöffel) in den Ring und füllte ihn mit einer vorher gefertigten Zitronenmousse auf. Fertig war mein Versuchstörtchen.

In die Endausscheidung zum Geburtstagskuchen hat es
Das Törtchen leider nicht geschafft. Aber es kommt in
Mein privates Archiv für "Entwürfe und Ideen"

Mein Plan für die endgültige Torte sah vor, dass die Löffelbiskuite gänzlich mit der eingefärbten Schokolade überzogen werden sollten. Dazu hätte ich erst einmal ermitteln müssen, wie viele es davon in einen großen Tortenring passen. Doch mir lief allmählich die Zeit davon und so griff ich auf zwei bewährte Rezepte aus meinem Archiv zurück und kombinierte sie einfach miteinander. Heraus kam eine Biskuitrolle mit einer Füllung aus Zitronenmousse.

Los geht's mit der Zitronenmousse:


Zutaten für die Zitronenmousse
3 Eier (Größe M)
2 naturbelassene Zitronen
40 ml Wasser
100 g Zucker
5 Blatt weiße Gelatine
200 ml Sahne
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
Wasser zum Einweichen der Gelatine

Zubereitung der Zitronenmousse
  • Die Zitronen heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Gelatine zehn Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Den Zitronensaft, den Zitronenabrieb, dem Wasser mit der Hälfte des Zuckers in einem Topf erwärmen er sich aufgelöst hat. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und im warmen Zitronensud unter Rühren auflösen.
  • Eine Schüssel mit warmen und eine mit kaltem Wasser bereitstellen.
  • Die Eier trennen. Das Eiweiß für den später benötigten Eischnee zurückhalten. Das Eigelb mit dem restlichen Zucker in einem warmen Wasserbad verquirlen bis die Masse beginnt einzudicken.
  • Unter ständigem Rühren nach und nach den warmen Saft zur Eigelbmasse geben und im kalten Wasserbad weiterschlagen, bis die Masse ausreichend abgekühlt ist, um sie für in den Kühlschrank zu stellen.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz und anschließend die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen.
  • Sowie die Zitronenmasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt, löffelweise die Schlagsahne und den Eischnee vorsichtig unterheben bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Die Mousse in eine Schüssel umfüllen und bis sie die richtige Konsistenz erreicht hat in den Kühlschrank stellen.

Nun kommt der Biskuitboden an die Reihe:


Zutaten für den Biskuitboden
4 Eier (Größe M)
120 g Zucker
1 Prise Salz
120 g Instantmehl
20 g Speisestärke
Zucker zum Bestreuen

Vor dem Backen des Biskuitbodens

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen. Die Zitronenmouse aus dem Kühlschrank nehmen damit sie auf Zimmertemperatur kommt.

Zubereitung des Biskuitbodens
  • Die Eier trennen. Das Eigelb mit Zucker Cremig rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  • Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und zur Eigelbcreme geben.
  • Das Mehl mit der Speisestärke vermengen, über die Eiermenge sieben und alles vorsichtig miteinander verrühren.
  • Den Teig gleichmäßig auf das bereitgestellte Backblech verstreichen und im den vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze für etwa 10 Minuten backen.
  • Gleich nach dem Backen den Teig mit etwas Zucker bestreuen, ein sauberes Geschirrtuch darüber legen, gut festhalten (zur Unterstützung fixiere ich das Tuch mit Aktenklammern am Backblech) und dann gemeinsam mit dem Backblech stürzen.
  • Das nun oben liegende Backpapier vorsichtig entfernen. Etwas leichter geht es, wenn man das Papier mit etwas Wasser benetzt.
  • Mit Hilfe des Geschirrtuchs den noch warmen Boden locker aufrollen und gleich danach wieder ausrollen.

Endmontage
Die Zitronenmousse gleichmäßig auf dem Biskuitboden auftragen und mit Hilfe des Geschirrtuchs abermals aufrollen.

schmeckt nicht nur zum Geburtstagskaffee

Samstag, 8. Mai 2021

Deep Dish Pizza mit Weinkraut

Heute steht mal wieder Resteessen auf dem Speiseplan. Allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher ob es diesmal zusammenpasst. Vom Vortag ist eine kleine Portion Weinkraut und ein Stück Kassler nachgeblieben. Zu wenig für eine Mittagsmahlzeit. Für eine Deep Dish Pizza könnte es ausreichen. Aber so ganz sicher ob die Zutaten zusammenpassen bin ich mir nicht. Aber wie sagte mein Großvater schon: "Versuch macht Klug!". Nach diesem Motto geht’s nun ans Werk.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl
10 g Hefe
125 g lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1 Prise Salz

Zutaten für den Belag
Weinkraut vom Vortag
Kassler vom Vortag

Zutaten für das Topping
ein paar Weintrauben
frisch geriebenen Käse

Zubereitung
Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen. Aus dem Teig zwei Kugeln formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu runden Fladen ausrollen. Zwei runde Auflaufformen einfetten und mit den Teigfladen auslegen.

Die Kassler in mundgerechte Stücke schneiden und zusammen mit dem Weinkraut in die Pizza geben. Ein paar Weintrauben abspülen, halbieren und auf dem Kraut verteilen. Zum Abschluss noch etwas Käse darüber reiben und dann für 18 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 220 °C goldbraun backen.


entgegen meiner ersten Bedenken schmeckt es doch überraschend gut


Montag, 26. April 2021

Hamburger Suure Supp un Klüten (Saure Suppe und Klöße)

Die Hamburger Suure Supp (Saure Suppe) ist ein typisch Norddeutsches Gericht. Traditionell werden Mehlklöße (Klüten) dazu gereicht. Bei Oma stand sie immer dann auf dem Speisezettel, wenn der Schinken, der in ihrem Vorratskeller hing, allmählich zur Neige ging. Denn zur Sauren Suppe gehört immer ein Schinkenknochen. Am besten war er, wenn noch genügend Fleischreste mit dran waren. Wenn zu wenig Schinken am Knochen war, musste ein Stück durchwachsenen Speck als zusätzliche Einlage mit in den Topf. Die süßsaure Note erhielt die Suppe durch die Beigabe von Backobst und einen guten Schuss Apfelessig. Damals fischte ich die Backpflaumen aus der Suppe, weil ich sie nicht so gerne mochte. Heute stehe ich darüber. Den Schinkenknochen bekam ich bei unserem Schlachter auf Vorbestellung. Er hat ihn mir auch gleich in topfgerechte Stücke geteilt. Fleisch war noch genügend dran, somit brauchte ich auch keinen extra durchwachsenen Speck oder Schinkenwürfel dazu kaufen. Beim Suppengrün fehlte mir eine Petersilienwurzel, die ich dann extra erstand. Die Backpflaumen zerkochten fast gänzlich, die Apfelstücke dagegen wurden während des Garvorgangs immer größer, so dass ich sie im Topf mit einer Schere klein schneiden musste.

Es fehlt nur noch Essig und Zucker.

Zutaten
150 g Backpflaumen
50 g getrocknete Äpfel
1 Schinkenknochen
1,5 l Wasser
1 Bund Suppengrün mit Petersiliewurzel
100 g TK Erbsen
Apfelessig, Zucker zum Abschmecken
frisch gehackte Küchenkräuter: Majoran, Thymian, Petersilie

Zubereitung
  • Am Vortag das Backobst in reichlich Wasser einlegen und über Nacht einweichen lassen. Weil die Apfelstücke beim späteren Garvorgang deutlich an Volumen zunehmen, sollte man sie vorher kleinschneiden.
  • Den Schinkenknochen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und für zwei Stunden köcheln lassen. Der Knochen sollte gut mit Wasser bedeckt sein.
  • In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und in Würfel schneiden, sowie die Kräuter abspülen, trockentupfen und hacken.
  • Den Knochen nach dem Kochvorgang aus dem Wasser nehmen, das restliche Fleisch auslösen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Bis auf die Erbsen kommt das kleingewürfelte Gemüse, die Kräuter (etwas Petersilie für die Deko zurück behalten), das Backobst inklusive dem Einweichwasser und die Schinkenwürfel in die Fleischbrühe. Nach kurzem Aufkochen bei schwacher Hitze 20 Minuten weiter köcheln lassen.
  • Die Suppe mit etwas Apfelessig und Zucker abschmecken. Bitte auf Salz verzichten, da die Suppe vom Schinken reichlich Salz aufnimmt.
  • Erst die Erbsen und fünf Minuten später die Mehlklöße mit in die Suppe geben und für weitere fünf Minuten ziehen lassen.
  • Vor dem Servieren etwas frisch gehackte Petersilie über den aufgefüllten Teller streuen.

schmeckt wie von Oma

Klüten (Mehlklößchen)

Oma hatte es drauf gleich mehrere Gerichte zeitgleich zuzubereiten. Während ihre Suure Supp auf dem Herd stand, machte sie die Klüten dazu. Die dann pünktlich fertig waren und nur noch die letzten fünf Minuten zu der Suppe in den Topf kamen. Weil ich nicht ganz so fit bin wie sie, was die Abläufe in einer gut funktionierenden Küche betrifft, mache ich die Mehlklößchen vorweg und konzentriere mich anschließend um die saure Suppe. Also hier erst einmal das Rezept für die Mehlklöße. Im nächsten Beitrag widme ich mich dann der Suren Suppe.


Zutaten

150 ml Wasser
1 Prise Salz
40 g Butter
75 g Mehl
1 Ei Größe M
frisch geriebene Muskatnuss zum Abschmecken

Zubereitung
Das Wasser für die Klöße mit Salz und Butter zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren Mehl einstreuen bis ein fester Teig entstanden ist.
Den Topf vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und das Ei unterrühren.
Mit zwei Esslöffeln kleine Klöße aus dem Teig formen und in einen Topf mit heißem Wasser geben. Das Wasser sollte nicht sprudeln, weil die Klöße sich sonst auflösen. Die Löffel zwischendurch immer ins Wasser tauchen, damit der Kloßteig nicht haften bleiben.
Beginnen die Klöße nach oben zu schwimmen, kommen sie kurzzeitig in eine Schüssel mit kaltem Wasser, bevor man sie abtropfen lässt und für die weitere Verwendung zur Seite stellt.

gleich geht's weiter mit der sauren Suppe

Mittwoch, 21. April 2021

Kokosrührkuchen

Tante Ida hatte ihren Blitzkuchen in verschiedenen Varianten gebacken. Eine davon war mit Zitronenaroma und Kokosstreusel. Das schwappte jetzt gerade wieder an die Oberfläche meiner Kindheitserinnerungen als ich für die Montage einer Außenbeleuchtung zum Kaffee und Kuchen eingeladen wurde. Es gab einen wunderbar fluffigen Blechkuchen mit Kokosraspel. Nur das frische Zitronenaroma vermisste ich. Nachdem mir die Gastgeberin den Rezeptlink zugesendet hatte war es für mich ein Leichtes es mit Zitronenaroma zu ergänzen.


Zutaten für den Teig
1 Bio Zitrone
250 g Rohrzucker
3 Eier Größe M
1 Prise Salz
500 g Dinkelmehl Type 630
450 ml Buttermilch
1 Tütchen Backpulver



Zutaten für den Belag
120 g Kokosraspel
120 g Zucker
1 EL Vanillezucker
120 g Butter
150 ml Sahne
Kokosfett zum Einfetten der Form

Zubereitung
Die Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Den Zucker und das Salz mit den Eiern schaumig schlagen.
Die Buttermilch sowie einen TL Zitronenabrieb und einen Spritzer Zitronensaft unterrühren.
Das Mehl mit dem Natron und dem Backpulver vermengen und über die Buttermilch-Ei-Masse sieben.
Abschließend alles zu einem geschmeidigen Teig rühren.
Den Teig etwas quellen lassen. In der Zeit eine Ofenfeste Form (35 cm x 25 cm und 6 cm hoch) einfetten und den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Teig gleichmäßig in die Form füllen, die Kokosflocken mit dem Zucker vermengen und darüber verstreuen. Den Kuchen im mittleren Einschub bei 200 °C Ober- und Unterhitze für etwa 25 Minuten goldbraun backen.
In der Zwischenzeit die Butter in einem Topf zerlassen und die Sahne unterrühren.
Wenn die Probe mit einem Holzstäbchen erfolgreich war, kann der Kuchen aus dem Ofen genommen werden und mit der Buttersahne löffelweise übergossen werden.

superlecker und besonders fluffig

Fazit: für meinen Geschmack war er mir noch nicht zitronig genug und durch die Sahnebutter etwas zu Kalorienreich.

Montag, 12. April 2021

Apfel-Zimt-Brownie

Das Rezept für die Apfel-Zimt-Blondies habe ich nun etwas abgewandelt. Eigentlich mag ich weiße Schokolade. Aber bei dem Kuchen schmeckte man sie kaum heraus. Daher habe ich zu einer kräftigen Schokolade mit 50% Kakaoanteil gegriffen und statt weißen Kristallzucker Rohrohrzucker verwendet. an Stelle des  405er Weizenmehl habe ich 630er Dinkelmehl in den Teig gerührt. Weil nicht jeder eine eckige Auflaufform in der Küche hat, habe ich eine gängige Springform mit 26 cm Durchmesser genommen. So nun könnt ihr selber entscheiden welche Variante ihr backen möchtet

Zutaten
400 g Äpfel
1 TL Zimt
200 g Schokolade mit 70% Kakaoanteil
200 g weiche Butter
60 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
2 Eier Größe M
200 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Backpulver
Butter zum Einfetten und Paniermehl zum Ausstreuen der Backform.

Zubereitung
Eine 26 cm Springform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Äpfel schälen, entkernen, in kleine Würfel schneiden und mit dem Zimt vermengen.
Die Schokolade in grobe Stücke hacken.

Die Hälfte der Schokolade in einem Wasserbad mit der Butter schmelzen.
Die Eier mit dem Salz und dem Zucker zu einer cremigen Masse schlagen.
Erst die abgekühlte Schokoladenbutter und dann 300 g der Äpfel unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, über den Teig sieben und verrühren.

Den Rührteig in die vorbereitete Springform füllen und die restlichen Apfelstücke darüber verteilen.

Den Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen im mittleren Einschub bei 180 °C Ober- und Unterhitze für etwa 30 Minuten goldbraun backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe kann der Kuchen zur Abkühlung  aus dem Ofen genommen werden.

Die restlichen Schokoladenstücke in einem warmen Wasserbad schmelzen und über den Kuchen kleksen.

Wenn die Schokolade ausgehärtet ist, kann der Kuchen angeschnitten werden.


Tipp zum "Würfeln" von Äpfeln
Wenn ich kleine Apfelstücke brauche, schäle ich sie zunächst und schneide sie dann in Viertel. Nun entferne ich das Kerngehäuse und schneide jedes Viertel je nach Größe des Apfels in vier bis fünf dünne Spalten. Abschließend schibble ich sie zwischen Daumen und Zeigefinger in kleine Stückchen. Das Prozedere habe ich mir von meiner Großmutter abgeschaut und beherrsche es mittlerweile genau so gut wie sie.

Fazit: ich bevorzuge die Variante mit dem kräftigen Schokoladengeschmack.

Sonntag, 4. April 2021

Osterkranz mit Pistazienfüllung

Auf dem Kalender aus unserem Supermarkt um die Ecke ist für jeden Monat ein Rezept zum nachkochen bzw. nachbacken notiert. Für diesen Monat steht ein Hefezopf mit einer Pistazienfüllung auf dem Kalenderblatt. Mit ein paar kleinen Änderungen schieb ich ihn heute in den Ofen. Die Füllung habe ich zusätzlich mit Marzipanrohmasse versehen und auf die Erdbeeren für die Glasur habe ich verzichtet, weil die Erdbeeren aus den regionalen Anbaugebieten noch nicht so weit sind.

Zutaten für den Teig
300 g Dinkelmehl Type 630
150 ml lauwarme Milch
21 g frische Hefe
40 g Zucker
40 g weiche Butter
1 Ei Größe M
1 Prise Salz

Für die Füllung
75 g Butter
100 g gehackte Pistazien
100 g Marzipanrohmasse
60 g Zucker
1 Vanilleschote

Für die Beschichtung
1 Ei Größe M zum Einpinseln vor dem Backen
150 g Puderzucker
etwas heißes Wasser



Zubereitung
Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.

In der Ruhezeit die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit dem Messerrücken das Mark auskratzen. Die Marzipanrohmasse mit dem Vanillemark, den gehackten Pistazien dem Zucker und der zerlassenen Butter gut durchkneten.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 50 cm x 30 cm großen Rechteck ausrollen. Die Pistazienmasse gleichmäßig darauf auftragen. An der oberen Längsseite einen daumenbreiten Streifen frei lassen und von unten her den Teig einrollen. Die Rolle der Länge nach bis 2 cm vor dem Ende durchschneiden und beide Stränge so zu einem Zopf verdrillen, das die offene Seite immer nach oben zeigt. Anschließend die verdrillten Stränge zu einem Kranz formen, die Enden miteinander verbinden und vorsichtig auf ein Backblech mit ausgelegtem Backpapier heben.

Das restliche Ei verquirlen, den Kranz damit bestreichen und gut abgedeckt noch einmal für 20 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 180 °C Ober- Unterhitze vorheizen.

Den Osterkranz im mittleren Einschub im vorgeheizten Ofen für etwa 25 Minuten goldbraun backen.

Den Puderzucker mit etwas heißem Wasser zu einer geschmeidigen Glasur verrühren und den Kranz damit bestreichen.

frohe Ostern