Sonntag, 1. November 2026

Canadian Apple Pancakes

Die Anregung für dieses Rezept fand ich wieder einmal in einem Foodmagazin, das gratis zum Mitnehmen an der Kasse unseres Supermarkts auslag. Weil ich mit Pfannkuchen bei unseren Enkelkindern immer punkten kann, habe ich mir zunächst einen Link in mein digitales Notizbuch kopiert. Bei nächster Gelegenheit, habe ich das Rezept mit kleinen Änderungen versehen, für meinen Blog aufgeschrieben. Und heute geht's endlich in die Küche, um die Pancakes in die Pfanne zu hauen.

Zutaten
1 Apfel
2 EL Butter
2 Eier
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Zimt
250 g Buttermilch
250 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Natron
Fett zum Anbraten

Zutaten für den Belag
50 g Pekanusskerne
2 EL Butter
1 Prise Zimt
2 EL Rohrohrzucker

Zubereitung
  • Den Apfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse heraus schneiden und fein reiben. Die Butter in einer Kasserolle zerlassen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit beiden Zuckerarten cremig rühren. Dann die Buttermilch zusammen mit dem gemahlenen Zimt, dem geriebenen Apfel und der zerlassenen Butter unterrühren. Anschließend den Eischnee unterheben. Nun das Mehl mit dem Natron vermischen, in die Rührschüssel sieben und vorsichtig unterheben.
  • Mit einer Kelle einzelne Portionen in eine heiße Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur von beiden Seiten anbraten. Die fertigen Pfannkuchen auf einem Teller im Backofen bei 80 °C warm halten.
  • Die Nusskerne grob hacken und in einer beschichteten Pfanne zusammen mit der Butter, dem Zucker und Zimt karamellisieren.
  • Die Pfannkuchen einzeln auf einen Teller geben und mit einigen karamellisierten Pekannüssen und etwas Ahornsirup servieren.
Fluffige Pfannkuchen mit crunchigem Belag

Fazit: Beim Ausbacken der Pancakes in der Pfanne wurde es schwierig, sie zu wenden. Während die Unterseite bereits die nötige Bräune hatte, war der Teig auf der Oberfläche noch flüssig. Deshalb gelang das Wenden nicht ohne Kleckern. Sollte ich sie ein weiteres Mal backen, würde ich es mit einem Waffeleisen versuchen. Deutlich unkomplizierter sind jedoch meine Apfelpfannkuchen. Noch einfacher sind Pfannkuchen mit Apfelkompott.

Samstag, 24. Oktober 2026

Halloween-Pie

In der Vergangenheit habe ich bereits einen skandinavischen Paj mit Gemüsefüllung gebacken. Deutlich bekannter und beliebter sind jedoch American Pies mit einer Füllung aus Äpfeln. Die Apfelbäume auf der benachbarten Streuobstwiese tragen dieses Jahr besonders reichlich Früchte. Als Backform nehme ich eine runde, hitzebeständige Form mit einem Durchmesser von 17 cm. Statt Mürbeteig verwende ich Blätterteig aus dem Kühlregal unseres Supermarkts. Das ist einfacher und schneller. Mit dem Blick auf den kommenden Halloweentag versehe ich die Abdeckung des Pies mit einem entsprechenden, gruseligen Motiv. 

Zutaten
1 Packung fertig Blätterteig
2 Äpfel
1 Zitrone
20 g Rohrohrzucker
50 Rosinen
1 Eigelb zum Einpinseln

Zubereitung

  • Die Auflaufformen einfetten und den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
  • Den Blätterteig ausrollen und mithilfe eines Frühstückstellers zwei Kreise mit einem Durchmesser von 18 cm ausstechen. Mit einem Teigfladen vorsichtig die vorbereiteten Formen auslegen und mit einer Gabel in gleichmäßigen Abständen einstechen. In den verbliebenen Boden ein Halloween-Motiv schneiden.
  • Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelschnitze in eine Schüssel geben und sie mit einem Spritzer Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun anlaufen. Dann die Rosinen mit dem Zucker untermengen. Anschließend die ausgelegten Backformen damit befüllen. Zum Abschluss den Halloween-Boden darüber legen und mit verquirltem Eigelb bestreichen.
  • Dann kommt der Pie bei 180 °C Umluft für etwa 30 Minuten in den vorgeheizten Backofen, bis er knusprig braun ist.

Aus dem Verschnitt des Blätterteigs habe ich mit zwei Scheiben
Wacholderschinken herzhafte Blätterteigschleifen gebacken.

Montag, 19. Oktober 2026

Eingelegte Birnen mit Süßholz

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Idee um meine Marmeladen oder eingelegtes Obst und Gemüse mit einer besonderen Geschmacksnote aufzupeppen. So verfeinere ich meine Erdbeermarmelade gerne mit Limette und mein Orangengelee mit Vanille. Meine eingelegten Birnen habe ich bisher mit Stangenzimt und Nelken oder in Rotwein eingekocht. Die Idee mit Süßholz habe ich mir aus einer Fernsehsendung des MDR mit Daniela Posern abgeguckt und, leicht abgeändert, dann nachgekocht.

Zutaten

2 EL Zitronensaft
2 EL Zucker
250 ml Wasser
250 ml Weißwein
2 Birnen (je nach Größe auch eine mehr)
1 Stange Süßholz
2 Anissterne

Zubereitung

  • Zwei Gläser (à 450 ml) mit Deckel in siedendem Wasser sterilisieren.
  • Die Rinde des Süßholzes abschaben und es in zwei Teile trennen.
  • Aus dem Wasser, dem Weißwein und dem Zucker einen Sud aufkochen und mit dem Zitronensaft abschmecken.
  • Die Birnen achteln, schälen, entkernen und mit etwas Zitronensaft beträufeln, um zu verhindern, dass sie braun anlaufen.
  • Die Birnenspalten in die sterilisierten Gläser füllen. Pro Glas eine halbe Stange Süßholz hineingeben und mit dem Weißweinsud auffüllen, bis die Birnen komplett bedeckt sind, aber noch ausreichend Platz bis zum .Glasrand sind (1,5 cm).
  • Den Rand der Gläser noch einmal gründlich mit einem Küchenkrepp reinigen und zügig mit den Deckeln verschließen. 
  • Eine hitzebeständige Form, 3 cm hoch, mit Wasser befüllen und auf einen Gitterrost im unteren Einschub des Backofens stellen. Die Gläser in das Wasserbad stellen und den Ofen auf 150 °C Ober- und Unterhitze aufheizen. Wenn in den Gläsern die ersten Bläschen aufsteigen, den Ofen ausschalten. Die Gläser im geschlossenen Ofen lassen, bis er vollständig abgekühlt ist.

In jedes Glas passte genau eine Birne hinein.

Dienstag, 13. Oktober 2026

Marinierter Blumenkohl aus dem Backofen

Als technisch begabter Rentner helfe ich hin und wieder in der Nachbarschaft. Flicke einen Fahrradreifen, helfe, wenn es am PC einmal hakt, oder richte einen neuen Fernseher ein. Weil ich dafür kein Geld verlange, kommt so manches Kompensationsgeschäft dabei zustande. Vom taxifahrenden Nachbarn erhielt ich eine Freifahrt, die ich nutzte, um mich nach einem ambulanten Eingriff wieder nach Hause fahren zu lassen. Oder meine Frau und ich werden zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Bisher einmalig war ein Blumenkohlkopf als Dankeschön für eine kleine Nachbarschaftshilfe. Der kam gerade zur rechten Zeit, weil ich gerne wieder einmal einen Blumenkohl im Backofen anrösten wollte. Dazu habe ich mir aus verschiedenen Gewürzen und Kräutern eine Marinade zusammengerührt. Dann kam noch etwas frisch geriebener Parmesankäse darüber, bevor es in den Ofen ging. Beim Anrühren der Marinade habe ich durch Abschmecken der verschiedenen Gewürze und Kräuter langsam an die richtige Mischung herangetastet.


Zutaten
1 kleiner Blumenkohlkopf
Olivenöl
Sojasoße
gemörserte Röstzwiebeln
frisch gemörserter Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
geräuchertes Paprikapulver
Kräuter der Provence
Parmesan
Fett zum Einfetten der Form

Zubereitung
  • Den Blumenkohl in einzelne Röschen schneiden und im kochenden Salzwasser kurz blanchieren. 
  • Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und eine hitzebeständige Form einfetten.
  • Aus den Gewürzen mit dem Olivenöl und der Sojasoße eine Marinade anrühren.
  • Die Blumenkohlröschen in der Marinade wenden und in die vorbereitete Form füllen. 
  • Den Blumenkohl für etwa 12 bis 15 Minuten im vorgeheizten Backofen rösten.
  • Vor dem Servieren noch frisch geriebenen Parmesan und die Kräuter darüber streuen.

nach 15 Minuten im Ofen hat er noch ein wenig Biss

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Ananasmarmelade

Als im nahen Nachbarstadtteil ein neuer Supermarkt eröffnete, besuchte ich ihn, um ihn zu begutachten. Also bummelte ich ohne Kaufabsicht durch die Gänge. Als ich jedoch durch die Obst- und Gemüseabteilung schritt, lachte mich eine frische Ananas an. Sie bestand meinen Schnuppertest und wanderte in meinen Einkaufskorb. Einige Tage später schälte und zerschnitt ich die Frucht. Einen Teil davon behielt ich zurück, um ihn am Abend zu vernaschen. Aus den restlichen Fruchtstücken kochte ich mir ein Glas Marmelade ein. Um die richtige Füllmenge für ein Marmeladenglas zu ermitteln, füllte ich das Glas mit den rohen Fruchtstücken und wog die Menge danach ab.

Zutaten
390 g frische Ananasstücke
130 g Gelierzucker 1:3
1 Vanilleschote
frischgepressten Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung

  • Das Marmeladenglas auswaschen und in kochendem Wasser sterilisieren.
  • Die Ananas schälen, in kleine Stücke schneiden und mit einem Schnellmixstab grob zerkleinern.
  • Die Vanilleschote der Länge nach einritzen und das Mark ausschaben.
  • Den Ananasbrei zusammen mit der Schote und dem Mark der Vanille in einen Topf aufkochen und etwa fünf Minuten köcheln lassen.
  • Anschließend die Schote herausfischen und den Gelierzucker unterrühren. Den Sud nach Verpackungsangaben fünf weitere Minuten aufkochen. 
  • Mit Zitronensaft abschmecken und nach erfolgreicher Gelierprobe in das vorbereitete Marmeladenglas füllen. Den Rand des Glases reinigen und mit dem Deckel verschließen.
  • Das Glas zum Abkühlen über Kopf stellen. 

Für die dunkle Jahreszeit habe ich in unserem
Keller etwas Sonne in Gläsern vorrätig.

Mittwoch, 30. September 2026

Lachs im Blätterteigmantel

Heute darf ich mich ganz entspannt zurücklehnen und nur noch als Chronist das bewundern, was meine mir angetraute Küchenfee für uns gezaubert hat. Da ein Teil der Familie zum Essen eingeladen war, hatte sie sich etwas ganz Besonderes ausgesucht. Inspiriert von einem Kundenmagazin eines Fischhändlers aus dem benachbarten Stadtteil Barmbek gab es Lachs, eingehüllt in einen knusprigen Blätterteigmantel.

Zutaten für 6 Portionen
200 g Wildreismischung
1 TL Salz
3 Eier Größe L
3 Schalotten
Butter zum Andünsten
200 g braune Champignons
1 TL Korianderkörner
75 ml Weißwein
1 Bund Petersilie
1 Bund Dill
1 Bio-Zitrone
Salz zum Abschmecken
2 Packungen Blätterteig
500 g Stremellachs
1 Eigelb
2 EL Milch

Zubereitung

  • Den Reis in Salzwasser garen, abgießen und abkühlen lassen. Die Eier 10 Minuten hart kochen, mit kaltem Wasser abschrecken, abpellen und in grobe Stücke schneiden. Die  Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Petersilie und den Dill abspülen trocken tupfen und kleinhacken. Die Champignons putzen und vierteln. Die Korianderkörner mörsern. 
  • Die Schalotten abpellen, in Würfel schneiden und in der Butter glasig anschwitzen. Dann die Pilze und den zerstoßenen Koriander zugeben, etwa fünf Minuten mit andünsten und mit Weißwein ablöschen. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Reis sowie die gehackten Kräuter untermischen. Anschließend mit Salz dem Abrieb und dem Saft der Zitrone abschmecken.
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Blätterteig ausrollen und zuschneiden (25 cm x 40 cm und 18 cm x 40 cm). Den unteren Teigboden (25 cm x 40 cm) auf das vorbereitete Backblech legen. Die Hälfte der Reispfanne darauf verteilen. Dabei an allen Seiten einen 3 cm breiten Rand frei lassen. Den Lachs in grobe Stücke zupfen und zusammen mit den gewürfelten Eiern auf dem Reis verteilen. Dann den restlichen Reis darüber geben und mit dem verbliebenen Teigboden abdecken. Die Ränder einklappen und andrücken. Das Eigelb mit der Milch verquirlen und auf dem Teig verstreichen. Den Lachs im Blätterteigmantel im mittleren Einschub des Backofens bei 220 °C für etwa 25 Minuten goldbraun backen.

Passend dazu eine Soße aus Joghurt, Senf, Honig und Dill.

Quelle: aus dem Kundenmagazin für den Fischhandel "Fisch+Tipps"

Montag, 21. September 2026

Fränkischer Scheiterhaufen

In unregelmäßigen Abständen fahren wir ins Fränkische Seenland, um dort Urlaub zu machen. Wir haben bereits unseren ersten Familienurlaub dort verbracht, als der Große Brombachsee noch nicht aufgestaut war. Unsere Kinder haben sich immer auf den Hofhund Basti gefreut, wenn wir Ferien auf "unserem" Bauernhof gebucht haben. Neben vielen glücklichen Erinnerungen hatten wir auch die eine oder andere Rezeptidee im Gepäck, wenn wir wieder nach Hause fuhren. Auch in diesem Jahr haben wir uns eine Anregung für eine fränkische Süßspeise aus unserem Kurzurlaub mitgebracht. Diese Spezialität ist allerdings im gesamten süddeutschen und österreichischen Raum bekannt. Und nun auch im südlichen Teil von Bramfeld. Als Basis für das dazugehörige Weizenbrot habe ich das Rezept meiner Briochebrötchen verwendet. Da ich nur ein kleines Brot haben wollte, habe ich die Menge der Zutaten halbiert.

Es fiel mir sehr schwer, nicht sofort über das frisch gebackene Brot herzufallen.
Zum Glück gab es die "Knüste"*, mit denen ich mein Verlangen stillen konnte.

Zutaten
400 g Weißbrotreste (Brioche)
2 Äpfel
1 Bio-Zitrone
500 ml Milch
3 Eier Größe L
40 g Zucker
1 Prise Salz
60 g Rosinen
Butter und Paniermehl zum Einfetten einer Form
Butter zum Garnieren
Zimtzucker zum Bestreuen

Zubereitung
  • Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Das Briochebrot vom Vortag in dünne Scheiben schneiden.
  • Eier und Milch miteinander verquirlen dann den Zucker, den Zitronenabrieb und eine Prise Salz unterrühren.
  • Die Weißbrotscheiben in die Eier-Milch-Mischung legen, abdecken und einige Minuten darin quellen lassen.
  • Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel anschließend in dünne Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
  • Eine hitzebeständige Form mit Butter einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen.
  • Ein Drittel der eingeweichten Briochescheiben in die vorbereitete Form füllen. Darauf die Hälfte der Apfelspalten zusammen mit je einer Hälfte der Rosinen verteilen.
  • Anschließend ein weiteres Drittel der Brötchenmasse in die Form geben. Worauf die restlichen Äpfel und Rosinen verteilt werden. Abschließend die verbliebenen Brotscheiben in die Form geben. Auf den Auflauf ein paar Butterflocken verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) im untersten Einschub für etwa 30 Minuten überbacken.
  • Vor dem Servieren mit Zimtzucker bestreuen.


Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein paar gehobelte Mandeln noch
dazu passen würden. Sowohl in die Füllung als auch als Belag.

*) Knüste - Endstücke vom Brot