Dienstag, 16. September 2014

Zwetschgenkompott

Vom letzten Sonntagskuchen schwirrten immer noch ein paar restliche Zwetschen im Kühlschrank herum, die eigentlich meine mir angetraute Naschkatze verköstigen wollte. Doch leider schienen sie fast ein wenig überlagert und mussten schleunigst gegessen oder weiter verarbeitet werden. Dabei kam mir ganz spontan die Internetseite von Steph wieder in den Sinn, die dort ein Rezept zum Einwecken von Zwetschenkompott beschrieben hatte. Schnell verschaffte ich mir einen Überblick der benötigten Zutaten. Die Zwetschen reichten allenfalls für eine Kompottschale, Rotwein war genau noch ein Glas in der Flasche, Zitrone und Zucker sind immer vorrätig nur an der Stange Canehl mangelte es mir und Einmachgläser habe ich auch nicht mehr im Keller. Statt Zimt kam eine Vanilleschote in den Rotweinsud sowie die Schale einer halben Zitrone. Das ganze schmeckte ich dann mit Zucker ab und ließ es etwa 30 Minuten köcheln. Zum Schluss dickte ich den Kompott noch mit einem Teelöffel Stärke ein und füllte das Zwetschenkompott nach dem Abkühlen, in Ermangelung eines Einmachglases, in eine Tubberdose. Dort hält es sicher nicht so lange wie in einem Weckglas, soll es aber auch nicht.

Resteverwertung

Dienstag, 2. September 2014

Gemüsebrühe

Meistens greife ich zu Convenience-Produkten, wenn ich Gemüsebrühe für Suppen oder ähnliche Gerichte benötige. Heute bin ich gut in der Zeit und koche mir selbst eine Gemüsebrühe. Auf die Beigabe von Gewürzen verzichte ich. Das entscheide ich dann bei der Zubereitung der späteren Anwendung, je nachdem, welche Gewürze und Kräuter am besten zum aktuellen Gericht passen. Wir kaufen unser Gemüse fast ausschließlich auf dem Wochenmarkt. Dort bietet jeder Gemüsestand seine eigene Variante von Suppengemüse an. Ich habe die Zutaten einmal auseinandergepflückt und noch durch zwei Zwiebeln sowie ein zusätzliches Bund Petersilie ergänzt.

Zutaten
1 Lauchstange
½ Sellerieknolle mit Kraut
4 Karotten
1 Petersilienwurzel
1 Bund Petersilie
2 mittelgroße Zwiebeln
Öl zum Andünsten
2 l Wasser

Zubereitung
  • Die Zwiebeln und das Suppengemüse putzen und in grobe Stücke schneiden.
  • Die Zwiebeln in einem hohen Topf in heißem Fett glasig andünsten. Das Gemüse zugeben und so viel Wasser aufgießen, dass es komplett bedeckt ist. Die Brühe aufkochen und bei reduzierter Hitze 45 Minuten lang köcheln lassen. Danach die Brühe durch ein Sieb gießen. 
  • Entweder gleich weiterverarbeiten oder für die spätere Verwendung in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen.

ergibt am Schluss einen Liter Gemüsebrühe

Sonntag, 24. August 2014

Schokominzcreme

Das Rezept stammt ursprünglich aus dem Rezepwiki. Weil mir für meinen Geschmack die säuerliche Note des Quarks nicht mit den Schokominztäfelchen harmonierte, schmeckte ich das Ganze mit etwas Zucker ab.


ein Esslöfel Zucker kam noch hinzu

Zutaten
100g Schokominztäfelchen
200g Schlagsahne
1 Päckchen Sahnesteif
250g Sahnequark 40%
1 Esslöffel Zucker




Zubereitung
Die Sahne in einen Topf geben und erwärmen, nicht kochen, den Zucker und die Schokominztäfelchen hineingeben und unter Rühren auflösen bzw. schmelzen lassen. Die Masse über Nacht zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag das Tütchen Sahnesteif unterrühren bis die Sahne steif geschlagen ist. Den Quark cremig rühren und unter die Schokominzsahne heben.




Sonntag, 13. Juli 2014

Fanø Kringle

Mein Aufenthalt im Sommer '74 auf Fanø, dem dänischen Eiland in der Nordsee vor Esbjerg, geriet kürzer als geplant. Zum Kennenlernen der einheimischen Küche reichte die Zeit nicht. Ich erinnere mich nicht überhaupt in der Zeit etwas gegessen zu haben. Dabei hat die Insel einiges zu bieten. Z.B. Bakskuld, das sind luftgetrocknete Flundern oder Sakkuk, das aus gekochter Kassler mit Speckwürfeln zubereitet wird. Smørrebrød ist in ganz Dänemark bekannt nur auf Fanø werden die Brotscheiben mit verschiedenen Belegen auf dem Teller zu einer Torte angerichtet. Sætkage ist ein Brot, das aus einer fetten Milch gebacken und mit Butter und Sirup bestrichen zum Kaffee gereicht wird. Und dann gibt es auf der Insel  einen speziellen Kranzkuchen, um den es mir heute geht, dem Fanø Kringle.

Zutaten für den Teig
175 ml lauwarme Vollmilch
42 g Hefe
500 g Mehl
150 g weiche Butter
75 ml Sahne
1 Prise Salz
50 g Zucker
1 gestrichenen TL. Kardamom
2 TL Zitronensaft
1 Ei

Zutaten für die Füllung
50 g Rosinen
4 cl Rum
50 g Sukkade

Zutaten für das Topping
Butter zum Bestreichen und Vanillezucker zum Bestreuen

Zubereitung
Die Rosinen abspülen, abtropfen lassen und über Nacht im Rum einlegen.

Die Hefe in einem Teil der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein geben. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiteren Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden.

Die restlichen Zutaten zum Hefeteig hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 20 cm breiten Streifen ausrollen. Die Rosinen und die Sukkade der Länge nach auf dem Streifen verteilen. Den Streifen von der Längsseite ein Drittel einklappen. Dann die gegenüberliegende Seite auf die umgeklappte Seite falten.

Nun den gefalteten Strang zu einem Kranz formen und ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech schieben.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze im mittleren Einschub etwa 25 Minuten backen.

5 Minuten vor Ende der Backzeit den Kranz mit zerlassener Butter einpinseln und mit reichlich Vanillezucker bestreuen.

zum Abschluss noch eine Handvoll gehobelte Mandeln


Sonntag, 6. Juli 2014

Basis Pizzateig

wer kein Pizzamehl im Haus hat, kann auch Weizenmehl Typ 550 verwenden

Zutaten für den Basisteig
500g Pizzamehl
250ml lauwarmes Wasser
10g Hefe
3 Esslöffel Olivenöl
eine Prise Salz

Zubereitung Schritt für Schritt

Alle Zutaten bei Zimmertemperatur bereitstellen.

  • Die Hefe in das lauwarme Wasser hinein bröseln und verquirlen bis sie sich aufgelöst hat.
  • Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken.

  • Die aufgelöste Hefe in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  • Mit Mehl vom Rand den Teig abdecken. 

  • Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zudecken und einem warmen Ort den Teig für 15 Minuten gehen lassen.

  • Die restlichen Zutaten zugeben und den Teig gut durchkneten, bis er nicht mehr am Schüsselrand haften bleibt.

  • Schüssel mit einem Geschirrhandtuch abdecken und einem warmen Ort den Teig für 90 Minuten gehen lassen.


  • Teig ausrollen. Die Menge reicht für ein Backblech oder zwei runde Pizzen von etwa 30cm Durchmesser.

Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 220°C vorheizen und das Blech mit der fertig belegten Pizza in die mittlere Schiene einschieben
Die Backzeit beträgt 10 Minuten. Wer seine Pizza knuspriger mag lässt sie 12 Minuten backen.

Samstag, 7. Juni 2014

Zitronenmousse

Besonders an den warmen Sommertagen schmeckt dieses Dessert auf Zitronenbasis angenehm erfrischend. Für diesen leckeren Nachtisch lasse ich jeden Hauptgang stehen. Wenn mir beim Abreiben der Zitrone der Duft in die Nase steigt, bin ich in Gedanken wieder an der Amalfiküste, wo wir mit unserem Kleinwagen über verschlungene Bergstraßen auf der Halbinsel von Sorrent entlang kurvten. Am Abend bummelten wir durch die Gassen von Sorent, wo es gefühlt an jeder Ecke ein Laden gab, bei dem man Limoncello in allen möglichen Varianten kaufen konnte. Aber nun zurück in die Realität und in unsere heimische Küche, wo es mir heute um eine Zitronenmousse geht.


Zutaten

3 Eier (Größe M)
2 naturbelassene Zitronen
40 ml Wasser
100 g Zucker
5 Blatt weiße Gelatine
200 ml Sahne
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
Wasser zum Einweichen der Gelatine

Zubereitung
  • Die Zitronen heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Gelatine zehn Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Den Zitronensaft, den Zitronenabrieb, das Wasser mit der Hälfte des Zuckers in einem Topf erwärmen bis er sich aufgelöst hat. Dann den Topf vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und im warmen Zitronensud unter Rühren auflösen.
  • Eine Schüssel mit warmen und eine mit kaltem Wasser bereitstellen.
  • Die Eier trennen. Das Eiweiß für den später benötigten Eischnee zurückhalten. Das Eigelb mit dem restlichen Zucker in einem warmen Wasserbad verquirlen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  • Unter ständigem Rühren nach und nach den Saft zur Eigelbmasse geben und im kalten Wasserbad weiterschlagen, bis die Masse ausreichend abgekühlt ist, um sie für kurze Zeit in den Kühlschrank zu stellen.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz und anschließend die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Sowie die Zitronenmasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt*, löffelweise die Schlagsahne und den Eischnee vorsichtig unterheben bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Die Mousse in kleine Dessertschalen umfüllen und bis sie die richtige Konsistenz erreicht hat in den Kühlschrank stellen.
 
In Erinnerung an einen Sommer an der Amalfiküste

Fazit: schon beim Abschmecken konnte ich mich nur schwer zurückhalten, um nicht gleich die ganze Schüssel zu vernaschen.

*) Tipp: wenn die Sahne und der Eischnee zu früh untergehoben wird, setzt sich ein Teil des Saftes am Boden der Schüssel ab. Der zwar auch geliert aber nicht so schön fluffig wird.


Samstag, 19. April 2014

Mümmelmanns Muffins oder Carott Cup Cakes

Es liegt schon einige Jahre zurück, dass ich eine Rüblitorte gebacken habe. Damals noch aus einer Backmischung Haselnusskuchen, den ich mit ein paar geriebenen Moorrüben ergänzt habe. Ich bin mir allerdings nicht mehr sicher ob es anlässlich der Osterfeiertage war. Heute zu Internetzeiten habe ich mir ein Rezept aus dem Netz gesucht und alles selber von Hand geraspelt und gerührt. Das Ergebnis hat mich überzeugt und wird sicher öfter bei uns auf die Kaffeetafel kommen als nur zu Ostern. Weil für zwei Personen eine ganze Torte zu viel wären habe ich die Mengenangaben der Zutaten durch vier geteilt und den Teig nicht in eine Springform, sondern in Muffinförmchen gefüllt. Der Teig reichte so für sechs Muffins. Die angepasste Menge der Zutaten und der Backzeit habe hier noch einmal notiert.


Zutaten
75 g Karotten
50 g Zucker
20 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
1 Ei
1 Zitrone
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zutaten für die Glasur
60 g Puderzucker
1 EL Zitronensaft

Backzeit: 30 Minuten bei 160 °C Umluft


Frohe Ostern