Montag, 12. Januar 2026

Bananen-Curry-Suppe

Dieses Gericht fällt in die Kategorie "aufgeschnappt und nachgemacht". Ich hatte es auf unserer Fahrradtour im BilderbuchCafé in Havelberg auf der Menükarte entdeckt. Eine Suppe aus Bananen? Das weckte meine Neugier. Neben der Banane in der Suppe schwammen auch einige knusprige Bananenchips auf der Suppe. Mit den hinzugefügten Minzblättern konnte ich mich allerdings nicht so recht anfreunden. Aus dem Gedächtnis ist das nun folgende Rezept entstanden:

Zutaten für zwei Portionen
1 EL Kokosöl zum Andünsten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Karotte
1 Pastinake
500 ml Gemüsebrühe
1 Banane
1 Bio-Orange
5 Zweige Koriander
1 TL Curry-Pulver
50 ml cremige Kokosmilch
getrocknete Bananenchips für die Dekoration

Zubereitung
  • Die Orange heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Korianderblätter abspülen und trocken tupfen. Die Karotte und die Pastinake schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe pellen, in kleine Würfel schneiden und im heißen Kokosöl andünsten. Dann die Karotte und Pastinake mit in den Topf geben und andünsten. Anschließend mit der Brühe ablöschen. 
  • Die Banane wird abgepellt und mit einer Gabel zerdrückt. Ein paar Blätter vom Koriander für die spätere Dekoration zurückhalten, der Rest wird grob gehackt und zusammen mit dem Bananenmus, dem Currypulver und der Kokosmilch in den Topf gegeben. Alles wird kurz aufgekocht und anschließend bei milder Hitze etwa 15 Minuten lang gegart.
  • Mit dem Schnellmixstab wird die Suppe püriert und anschließend mit etwas Orangenabrieb und einem Spritzer Saft abgeschmeckt. Zum Servieren werden einige Korianderblätter und Bananenchips mit auf den Teller gegeben.

Als Vorsuppe oder kleine Abendmahlzeit

Dienstag, 6. Januar 2026

Mandorlini

In der Nacht zum 6. Januar fliegt die Hexe Befana mit ihrem Besen um die Schornsteine auf den Dächern der italienischen Häuser. Dann verteilt sie Süßigkeiten und kleine Geschenke an die braven Bambini. Die Socken der unartigen Kinder füllt sie mit Kohlen. Zu diesem Anlass werden auf Sizilien gerne diese Mandelplätzchen gebacken. Da Befanas Reiseroute nicht bis an die Elbe reicht, stelle ich mich an den Herd, um Mandorlini zu backen. Wer weiß, vielleicht kann ich sie damit doch zu einem kleinen Abstecher in den Norden locken.

Zutaten

200 g Marzipanrohmasse
100 g Puderzucker
75 g braunen Rohrzucker
150 g gemahlene Mandeln
25 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Backpulver
1 Ei Größe L
1 EL Amaretto

Zutaten zum Wälzen und Bestäuben 
100 g gehobelte Mandeln
100 g Puderzucker

Zubereitung

  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Mandelplättchen in einen tiefen Teller füllen.
  • Das Ei trennen. Das Eigelb für andere Anwendungen in den Kühlschrank stellen. Das Marzipan in kleinen Flocken in eine Rührschüssel geben. Das Mehl, mit den gemahlenen Mandeln, dem Eiweiß, dem Backpulver und dem Amaretto zugeben und Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Mit den Händen kleine Partitionen zu wallnussgroßen Kugeln formen, in den Mandelplättchen wälzen und auf das vorbereitete Backblech legen. Zwischendurch die Hände in einer Schüssel mit kaltem Wasser befeuchten.
  • Das Blech mit den Mandelkugeln in den mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens schieben und bei 160 °C Umluft für etwa 10 Minuten goldbraun backen.
  • Die fertig gebackenen Mandorlini mit reichlich Puderzucker bestäuben.

das Ergebnis: 34 Mandelplätzchen

Wie wäre es mit noch mehr italienischen Mandelplätzchen?

Persönliche Anmerkung: Bitte nicht wundern. Weil ich mich einer Meniskus-OP unterziehen musste, habe ich einige Beiträge vorproduziert. Darum stimmt das Wetter im Hintergrund einiger Bilder vielleicht nicht immer mit der aktuellen Jahreszeit überein. 😉😁

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Pikante Plunderteig Snacks

Es ist zwar sehr aufwendig und zeitraubend, Blätter- oder Plunderteig selbst herzustellen. Trotzdem möchte ich mich wieder einem Plunderteigprojekt widmen. Statt der »guten Butter« möchte ich Olivenöl als Trennfett verwenden. Da sich das Öl nur dünn auftragen lässt, streiche ich es vor dem ersten und beim zweiten Tourieren auf den ausgerollten Hefeteig. Statt einer süßen gibt es eine herzhafte Füllung. Wer es eilig hat, kann auch auf fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal zurückgreifen.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Type 630
125 ml lauwarmes Wasser
10 g frische Hefe
½ TL Salz
4 EL Olivenöl
Mehl zum Ausrollen
Olivenöl zum Tourieren

Zutaten für den Belag

150 g Kräuter Frischkäse
1 Tomate
1 Rote Zwiebeln
12 Oliven
1 Fenchel Salsiccia
1 Ei
Käse zum Überbacken

Zubereitung
  • Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nochmals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 28 cm x 36 cm ausrollen und mit Olivenöl bestreichen (ca. 2 EL). Den Teig zur Mitte hin einklappen, in Frischhaltefolie wickeln und für vier Stunden in den Kühlschrank legen.
  • Nach der Ruhezeit den Teig aus dem Kühlschrank auf einer bemehlten Arbeitsfläche erneut zu einem Rechteck (28 cm x 54 cm) ausrollen. Eine Seite zu einem Drittel einklappen, die andere Seite darüber falten. Den gefalteten Teig in Frischhaltefolie einwickeln und abermals vier Stunden in den Kühlschrank legen.
  • Den Vorgang noch dreimal wiederholen. Beim zweiten Mal den ausgerollten Teig wieder mit etwas Olivenöl bestreichen.
  • Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Nach der letzten Ruhephase den Teig auf der bemehlten Fläche zu einem Rechteck (42 cm x 28 cm) ausrollen und mit einem Pizzaroller in 24 Quadrate von 7 cm Kantenlänge schneiden. Die Teigfladen auf den vorbereiteten Blechen verteilen und in die Mitte einen Klecks Frischkäse auftragen. Dann nach Geschmack mit Tomaten- und Zwiebelscheiben sowie Oliven und etwas von einer ausgedrückten Salsiccia. Dann die Ecken zur Mitte falten, mit verquirltem Eigelb bestreichen und etwas geriebenen Käse darüber geben.
  • Anschließend werden die Plunderhäppchen in den Backofen geschoben und für etwa 12 Minuten bei 180 °C Umluft goldgelb gebacken.

jetzt schon mal den Ofen vorheizen


kaum aus dem Ofen werden sie mir schon aus den Händen gerissen

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Himbeer-Sahne-Mousse

Das ursprünglich vorgesehene Weihnachtsdessert konnte nach einer Probezubereitung bedauerlicherweise nicht überzeugen. Daher musste schnell ein Ersatz her. In der Familie besonders beliebt ist die Biskuitrolle mit Himbeer-Sahne-Füllung. Eine Himbeer-Sahne-Mousse wäre daher eine gelungene Alternative. Als Basis greife ich auf das Rezept meiner Erdbeermousse zurück und passe die Mengenangaben für zehn Portionen an.

Leider schaffte der Cheesecake im Glas
nicht die Klassifikation zum Festdessert.

Zutaten
12 Blatt rote Gelatine
750 g TK-Himbeeren
6 Eier Größe L
360 g Konditorsahne
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
120 g Zucker

Zubereitung
  • Die Gelatine zehn Minuten lang in kaltem Wasser einweichen. Die TK-Himbeeren auftauen lassen. Zwölf Himbeeren für die spätere Dekoration an die Seite legen. Die restlichen Früchte mit einer Gabel zerdrücken und anschließend durch ein Sieb passieren. Eine Schüssel mit warmem und eine mit Eiswasser bereitstellen.
  • Das Himbeerpüree in einem Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im Fruchtmus unter Rühren auflösen.
  • Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker in einem Schlagtiegel erst über dem Warmwasserbad aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend das Eigelb im Tiegel im Eiswasserbad weiterschlagen, bis eine cremige, weiße Masse entstanden ist. Die Masse in eine Rührschüssel geben, dann nach und nach das Fruchtmus unterrühren. Wenn die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, kommt sie in den Kühlschrank.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Dann die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Sobald die Himbeermasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt, abwechselnd die Schlagsahne und den Eischnee in kleinen Portionen unterheben. Dabei vorsichtig durchrühren, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Anschließend die Mousse in Dessertgläser füllen und mit einer Himbeere verzieren. Bis die Mousse die endgültige Konsistenz erreicht hat, wird sie noch einmal in den Kühlschrank gestellt.

Endspurt für das Finale
Für kleine Schleckermäuler gibt's noch Vanillesoße oben drüber.


Sonntag, 21. Dezember 2025

Kołaczki

Ein Ostergebäck aus der polnischen Küche gibt es hier bereits nun folgen Kołaczki. Das sind polnische Weihnachtsplätzchen mit einer Marmeladenfüllung und einem Teig aus Frischkäse. Passend zur Vorweihnachtszeit verwende ich für die Füllung meine Punsch-Gelees. Neben verschiedenen Konfitüren findet man im Netz auch Kołaczki mit einer Nussfüllung.

Zutaten

200 g Butter/Margarine
200 g Frischkäse
250 g Dinkelmehl Type 630
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
Marmelade für die Füllung
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  • Bis auf das Mehl alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel cremig rühren. Anschließend das Mehl in die Schüssel sieben und unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (36 cm x 42 cm) ausrollen. Anschließend mit einem Pizzaroller in Quadrate mit einer Kantenlänge von 6 cm schneiden. Mit einem Teelöffel in die Mitte jedes Quadrats einen Klecks Marmelade setzen. Eine Ecke über die Füllung klappen, die Oberseite leicht mit etwas Wasser anfeuchten, dann die gegenüberliegende Ecke darüber klappen und leicht andrücken.
  • Die Teiglinge mit ausreichend Abstand auf die vorbereiteten Backbleche verteilen und dann im Backofen bei 160 °C Umluft für etwa 15 Minuten lang backen, bis sie goldbraun sind. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Zur Füllung gesellten sich nicht nur zwei verschiedene
Marmeladen, sondern auch noch eine  Karamellcreme.


Sonntag, 14. Dezember 2025

Balkonkuchen X-Mas Edition

Schon bei der ersten Version vom Kalten Hund hatte ich diese Idee. Ich grübelte über unterschiedliche Kekse, die sich anstelle der üblichen Butterkekse in die Schokoladenmasse einbetten ließen. Dabei kamen mir sofort Spekulatius und Hamburger Braune Kuchen in den Sinn. Unsere Enkel lieben Braune Kuchen das ganze Jahr über. Aber besonders gut passen sie in die Vorweihnachtszeit genau wie die Spekulatius. Also wurde diese Idee gleich in den Küchenkalender zur Adventszeit eingetragen. Und nun ist es so weit, der nächste Adventsontag steht vor der Tür. Ich habe abwechselnd einen Braunen Kuchen mit einem Spekulatius in die Schokoladenmasse gelegt.

Zutaten

6 Hamburger Braune Kuchen
6 Spekulatius Kekse
200 g zartbitter Kuvertüre
300 g Nuss-Nougat-Creme
bunte Zuckerstreusel etc. zum Verzieren

Zubereitung
  • Eine rechteckige Form mit Frischhaltefolien auslegen.
  • Die Schokolade in Stücke hacken, im warmen Wasserbad schmelzen und die Nougatcreme unterrühren.
  • In die vorbereitete Form eine dünne Schicht der Schokomasse einfüllen und mit einer Schicht Keksen belegen. Den Vorgang wiederholen, bis die Form gefüllt und mit einer Schicht Schokomasse abgeschlossen ist.
  • Die Form in den Kühlschrank stellen, bis die Masse ihre endgültige Festigkeit erreicht hat.
  • Anschließend den Kuchen aus der Form stürzen und die Folie entfernen. Dann die Oberfläche mit einem Föhn leicht anschmelzen und die Zuckerperlen darüberstreuen.

So wird daraus eine X-Mas Edition.
ein paar bunte Streusel drüber - fertig

zuerst wird die Seite mit den Spekulatius angeschnitten

Samstag, 13. Dezember 2025

Vaniljekranse

Diese leckeren Vanillekringel stammen aus der dänischen Küche. Dort werden die Vaniljekranse bevorzugt in der Adventszeit gebacken. Ob es diese Plätzchen auch im benachbarten Schweden gibt, ist mir leider nicht bekannt. Trotzdem habe ich sie für den heutigen Blogbeitrag anlässlich des schwedischen Feiertages der heiligen Lucia ausgewählt.

Zutaten

1 Vanilleschote
100 g Zucker 
1 Prise Salz 
1 Ei Größe M 
150 g Weizenmehl Type 405
50 g Speisestärke
50 g gemahlene Mandeln
125 g kalte Butter 
Zucker und Vanillezucker zum Bestreuen

Zubereitung
  • Einen Bogen Frischhaltefolie bereit legen (weil später die Hände klebrig sind).
  • Die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und mit dem Messerrücken das Mark ausschaben.
  • Das Ei mit dem Zucker und einer Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer cremig schlagen.
  • Dann das Mehl, die Speisestärke, die gemahlenen Mandeln und das Vanillemark mit in die Schüssel geben. 
  • Anschließend wird die Butter in kleinen Flocken hinzugegeben und alles wird mit den Händen zügig zu einem geschmeidigen Teig geknetet.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, in die bereitgelegte Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal mit bemehlten Händen geschmeidig kneten. 
  • Den Teig in drei Portionen aufteilen und anschließend auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche jeden Teigkloß zu etwa 1 cm dicken Röllchen ausformen, in 8 cm lange Segmente teilen und auf den vorbereiteten Backblechen zu kleinen Kringeln geformt ablegen.
  • Die Kringel im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft etwa 10 Minuten backen.
  • Währenddessen beide Zuckerarten zum Bestreuen vermengen.
  • Direkt aus dem Backofen werden die Kringel mit dem Streuzucker bestreut.

Dänische Verwandte der Vanillekipferl