Sonntag, 23. Februar 2020

Karamell-Himbeer-Schichtdessert

Für die Weihnachtsfeiertage im letzten Jahr hatte ich mir Monate im Voraus Gedanken gemacht, was ich als Dessert zum Festtagsmenü beisteuern kann. Lange war das Frisch-käse-Karamell- Trifle von Fernsehkoch Tim Mälzer mein Favorit. Das ließ sich wie die Nachspeise im vorletzten Jahr in einem Weckglas anrichten und sicher transportieren. Später wurde die Entscheidung zu Gunsten einer Bûche de Noël gekippt. Trotzdem habe es einmal nachgekocht.


Zutaten (für 8 Portionen)
100 g weicher Rohrohrzucker*
300 ml Schlagsahne
1 Prise Salz
300 g TK- Himbeeren
4 + 4 EL Puderzucker
200 g (Ingwer-) Shortbrea
200 g Sahne-Karamell-Toffees
600 g Mascarpone
450 g griechischer Sahnejoghurt
3 TL abgeriebene Schale  und etwas Saft einer unbehandelten Zitrone


Zubereitung
Den Zucker bei milder Hitze in einem weiten Topf unter ständigen Rühren karamellisieren lassen und mit der Sahne ablöschen. Noch eine Prise Salz hinzugeben, kurz aufkochen, und etwa 5 Minuten einkochen bis eine dicke Karamellsoße entstanden ist. Zum vollständigen Abkühlen vom Herd nehmen.

Die Himbeeren auftauen. Acht Beeren für die Dekoration zurück halten.  Den Rest mit 4 EL Puderzucker  bestäuben.

Die Kekse sowie die Karamell-Toffees in grobe Stücke brechen und miteinander vermengen.

Die Mascarpone mit dem Joghurt cremig rühren. Die restlichen 4 EL Puderzucker mit dem Zitronenabrieb mit einem Schnellmixstab durchmixen, über die Creme sieben und durchrühren. Mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Die gesüßten Beeren zu unters in ein Dessertglas füllen, dann die Keks-Toffee-Mischung auf die dann die Mascarpone-Joghurt-Creme folgt. Als Abschluss kommt die Karamellsoße von einer Himbeere gekrönt in das Glas.


schaffte nur den zweiten Platz zur Auswahl als Weihnachtsdessert

*) Die Karamellsoße wird durch den weichen Rohrohrzucker und das Salz weniger süß. Einfacher geht's natürlich mit der Karamellcreme aus gesüßter Kondensmilch.

Sonntag, 16. Februar 2020

Rundstück Warm

Mein Großvater war Hausschlachter. D. h. er hatte keinen eigenen Laden, sondern wurde von den Bauern angeheuert die eines ihrer Schweine, oder Rinder zu schlachten hatten. Zu besonderen Anlässen versorgte er die Familie mit frischem Fleisch für einen festlichen Braten. Omas Schweinebraten war sehr beliebt. Besonders, wenn er als "Rundstück Warm" serviert wurde. Die ganze Rasselbande lungerte ungeduldig vor der Küchentür und konnte es gar nicht abwarten bis der Braten aus dem Ofen kam und endlich angeschnitten wurde. Reste blieben dabei nie übrig. Im Gegenteil. Alle waren tief betrübt, wenn man bei spätestens beim dritten Nachschlag der Braten alle war. Wir saugten dann die restliche Soße mit einer Weißbrotscheibe auf, bis die Teller blitzblank waren. Bei uns war es Tradition den Braten nicht zwischen einem Rundstück, sondern auf einer dicken Scheibe Weißbrot auf einem Teller zu servieren. Das konnten wir als Kinder besser in unsere kleinen Münder stopfen ohne uns die Kiefer auszurenken. Mama hatte dann auch weniger voll gekleckerte Hemden und Tischdecken zu waschen.

Weil ich es nach Jahren der Abstinenz unbedingt einmal wieder essen wollte nahm ich für den letzten Sonntagsbraten ein etwas größeres Stück. Die Rechnung ging auf und es blieb ein Stück vom Schweinebraten übrig, dass ich dann mit einer dicken Weißbrotscheibe als Rundstück Warm verdrücken konnte.

Zutaten
restlichen Schweinebraten
Weizenbrot
Gewürzgurken

Zubereitung

Den Bratenrest im Bräter mit der Soße aufwärmen. ein oder zwei daumendicke Scheiben Weizenbrot auf einen Teller legen. Den Braten in Scheiben schneiden, auf dem Weißbrot anrichten und mit Soße übergießen.

zu Opas Geburtstag, schlemmen wie zu Kinderzeiten

Samstag, 8. Februar 2020

"Ritter Fritz"

Arme Ritter kenne ich erst aus dem Film Kramer gegen Kramer. Selbst gemacht habe ich sie bisher nicht, bis ich bei Herzelieb auf die Idee sie als Arme Ritter Frites gebracht wurde. Es vergingen allerdings einige Wochen bis ich selbst daran machte welche in die Pfanne zu hauen. Im Gegensatz zu der Vorlage habe ich auf Zucker und Zimt verzichtet und eine Herzhafte Variante daraus gemacht.

Zutaten
4 Scheiben Weißbrot
2 Eier Größe L,
100 ml Milch,
1 Prise Salz, 
Fett zum Anbraten. 

Zubereitung 
  • Die Weißbrotscheiben in Streifen schneiden.
  • Die Eier mit der Milch und dem Salz in einer Rührschüssel verquirlen. 
  • Die Weißbrotstreifen in die Rührschüssel geben und eine Weile einziehen lassen.
  • Das Fett in ein einer Pfanne erhitzen.
  • Mit einer Schaumkelle die Streifen portionsweise aus der Schüssel fischen, kurz abtropfen lassen und sie dann in die Pfanne geben und von allen Seiten goldbraun anrösten. 
  • Die fertig gebratenen Frites auf einen bereit gestellten Teller mit einem Küchenkrepp legen, damit das überschüssige Fett aufgenommen werden kann.
die hätten auch den Enkelzwergen geschmeckt, wenn
welche nach dem Verkosten übrig geblieben wären

Samstag, 1. Februar 2020

Rotkohl mit Essigkirschen

Rotkohl ist bei uns in der Familie ein traditionelles Rezept. Meine Oma hatte ihres mit Apfel und Kümmel. Später lernte ich die Variante mit Pampelmusensaft und Preiselbeeren meiner mir angetrauten Küchenfee kennen und lieben. Nun ist die Zeit reif für eine weitere Abwandlung. Im  Vorratsregal unseres Kellers steht noch ein Glas Essigkirschen, die mit ihrer süß-sauren Note gut mit dem Rotkohl harmonieren.

für zwei Personen reicht auch ein halber Rotkohl

Zutaten
1 Zwiebel
1 kleiner Kopf Rotkohl (1,2 kg)
1 Glas eingelegte Essigkirschen
2 Lorbeerblätter
5 Wacholderbeeren
2 Nelken
6 Pfefferkörner
Salz, Pfeffer und gemahlenen Kümmel zum Abschmecken
Fett zum Andünsten

Zubereitung
  • Vom Kohlkopf die oberen Deckblätter entfernen, vierteln und mit einem Gemüsehobel klein schneiden. Den Strunk dabei auslassen.
  • Zwiebeln abpellen und würfeln.
  • Fett in einem hohen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten.
  • Den Rotkohl und die Essigkirschen mit in den Topf geben. 
  • Die groben Gewürze in einen Teebeutel füllen und mit in den Topf geben.
  • Bei geschlossenem Deckel den Kohl garen.
  • Mit Salz und Kümmel abschmecken.

Vor dem Festessen ein Testessen mit Kartoffelstampf und Kalbsbratwurst

Fazit: das Rotkohlrezept von meiner mir angetrauten Blaukrautköchin, mit Preiselbeeren und Pampelmusensaft bleibt unangefochten auf meiner Favoritenliste.