Dienstag, 24. November 2015

Weihnachtsstollen zweiter Versuch

So ganz zufrieden war ich vor 14 Tagen nicht mit meinem Versuch einen Weihnachtsstollen zu backen. Das Verhältnis zwischen Teig und Früchte schien mir unausgewogen (damals: 350g Mehl zu 500g Früchte, heute: 500g Mehl zu 350g Früchte). Außerdem hatte ich keine geeignete Stollenform. Auf der in der Zwischenzeit erstandenen Form fand sich ein Rezept, das mir mehr zusagte und ich ein wenig angepasste habe.




Zutaten
500g Mehl
1 Würfel Hefe
125ml Milch
200g Butter
100g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
die abgeriebene Schale einer Zitrone
1Päckchen Stollengewürzmischung
2 Fläschchen Bittermandelaroma
200g Rosinen
50g Korinthen
50 Zitronat
50g Orangeat
100ml Rum
100g gehackte Mandeln
50g Butter
50g Puderzucker


Zubereitung
Die Rosinen waschen abtropfen lassen und über Nacht in Rum einlegen. Am folgenden Tag das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hinein bröckeln und mit ein wenig  lauwarmer Milch, etwas Zucker und Mehl zu einem weichen Vorteig verrühren. An einem warmen Platz 15 Minuten zugedeckt gehen lassen. Das Volumen des Vorteigs sollte sich dabei etwa verdoppeln.


Nun die restliche Milch, den Zucker, eine Prise Salz, die abgeriebene Zitronenschale, das Ei, das Bittermandelöl, die Gewürzmischung sowie die weiche Butter in Flöckchen zu einem glatten Teig kneten bis er Blasen wirft und sich von der Schüsselwand löst. Für etwa 30 Minuten den Teig gut zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.


Nun die Rosinen, die Mandeln und die kandierten Früchte hinzugeben, einkneten und nochmals 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig in die gefettete Backform legen, mit der offenen Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei mittlerer Einschubhöhe backen.

Backzeit etwa 45 Minuten. Ober- und Unterhitze 180°C, Umluft 160°C.
Die Stollenform ca. 20 Minuten vor Ende der Backzeit vom Stollen abnehmen. Nach dem Backen den noch warmen Stollen mit flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.


Obwohl ich das Backpapier schon gefaltet hatte war der Boden des Stollens zwar noch nicht schwarz aber sehr dunkel. Meine Empfehlung ist daher zwei Bögen Backpapier gefaltet unter zu legen.
Ich konnte nicht an mich halten und musste gleich ein Stück probieren. Vom Geschmack gab es keine Beanstandung nur die Konsistenz war doch etwas weich. Er muss wohl noch bis Weihnachten lagern damit er schnittfest ist und sich mit Butter bestreichen lässt ohne zu zerbröseln.

Nachtrag:
Im dritten Versuch habe ich das Bittermandelöl durch 100g Marzipanrohmasse ersetzt, die ich in Flocken mit in den Teig eingeknetet habe. Der Teig wurde dadurch zwar klebriger und weniger fest und war etwas schwieriger zu verarbeiten, aber im Backergebnis war der Stollen dadurch etwas lockerer. Der Marzipangeschmack war allerdings weniger ausgeprägt, als beim Bittermandelöl.
 

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