Samstag, 26. Oktober 2024

Tarte Bourdaloue

Bei der Tarte Bourdaloue handelt es sich um eine Birnen-Mandel-Torte aus dem Elsass. Die Birnen werden erst in einem Zuckersirup blanchiert und dann in einer Mandelcreme eingelegt. Beides wird in einem Mürbeteig knusprig braun gebacken. Für den ersten Versuch der Birnen-Mandel-Tarte (Tarte Bourdaloue) benutze ich unsere kleine Springform mit dem Durchmesser von 22 cm.

Zutaten für den Mürbeteig
1 Prise Salz
1 Eigelb
50 g Zucker
100 g kalte Butter
150 g Dinkelmehl Type 630

Zutaten für die blanchierte Birne
1-2 Birnen (abhängig von der Größe)
100 g Zucker
2 TL Vanillezucker
200 ml Wasser
1 Stange Zimt
½ Vanilleschote

Zutaten für die Mandelcreme
1 Ei Größe L
50 g gemahlenen Mandeln
50 g Butter
50 g Zucker

Sonstige Zutaten
Gehobelte Mandeln
Puderzucker
Fett und Paniermehl zum Ausstreuen der Backform

Zubereitung

  • Die Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • In der Zwischenzeit einen Topf mit dem Wasser auf den Herd stellen. Den Zucker, die ausgekratzte Vanilleschote, das -Mark sowie den Zucker hineingeben und kurz aufkochen. Die Birnen halbieren, entkernen und schälen und dann im Sirup etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze simmern lassen. Danach die Birnenhälften abgießen, abtropfen lassen.
  • Die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Dann mit dem Ei zu einer fluffigen Masse schlagen und die gemahlenen Mandeln unterrühren.
  • Die Springform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Fladen ausrollen, den Boden der vorbereiteten Form und einen etwa 2 cm hohen Rand damit auskleiden. Erst wird der Teigboden mit einer Gabel gleichmäßig eingestochen, dann wird die Mandelmasse eingefüllt. Jetzt werden die Birnenhälften in die Masse gedrückt und mit einem scharfen Messer quer eingeschnitten. Bevor es in den Ofen geht werden noch ein paar gehobelte Mandel darüber gestreut.
  • Nun kommt die Tarte in den mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens, wo er bei 180 °C Ober- und Unterhitze in etwa 35 Minuten goldbraun gebacken wird.
  • Nach dem er ausreichen abgekühlt ist wird er mit dem Puderzucker bestreut.


fehlt nur noch ein Klacks Sahne


Samstag, 19. Oktober 2024

Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster

Heute geht es um zwei klassische Speisen aus Süddeutschland, die man wundervoll miteinander kombinieren kann. Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster. Beide Rezepte findet ihr hier im Blog. Darum gibt es an dieser Stelle auch keine genaue Auflistung der Zutaten und keine Beschreibung für die Zubereitung. Also kurz und knapp nur einen Serviervorschlag für den letzten Rest Zwetschgenröster.


schnell gemacht, schnell verputzt


Montag, 14. Oktober 2024

Dampfnudeln/Germknödel

Ich liebe diese süßen Hefeklöße, die es nur selten in der Kantine meines ehemaligen Brötchengebers gab. Wie Currywurst mit Pommes, oder Eisbein mit Sauerkraut, zählten sie zu den beliebtesten Speisen bei den Mitarbeitern. Man möge es mir nachsehen, wenn ich Germknödel und Dampfnudeln in einen Topf werfe, weil ich den Unterschied als norddeutscher Küchenamateur nicht kenne. Gefüllt mit Pflaumenmus und mit warmer Vanillesoße übergossen, habe ich so einen Kloß auf mein Tablett gestellt. Zum krönenden Abschluss wurde dann noch reichlich Mohn-Puderzucker darüber gestreut. Auf eine zusätzliche Hauptspeise konnte ich bei der sättigen Süßspeise getrost verzichten.

Zutaten für vier Klöße

275 g Weizenmehl Type 550
100 ml lauwarme Milch
20 g frische Hefe
1 Ei Größe L
50 g Zucker
50 g Butter
1 Prise Salz
4 TL Pflaumenmus

Zutaten zum Garen
200 ml Milch
1 EL Butter
1 TL Zucker
1 Prise Salz

Zutaten zum Anrichten

Vanillesoße
Puderzucker und Mohn zum Bestreuen

Zubereitung
  • Die Hefe mit etwas vom Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse gebildet haben. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nochmals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig in vier Portionen teilen, zunächst mit bemehlten Händen rund wirken. Dann kurz flach drücken, einen Esslöffel Pflaumenmus in die Mitte geben und  wieder zu einer Kugel formen. Die Teigklöße abdecken und weitere 20 Minuten ruhen lassen.
  • In einen großen Topf mit Deckel (Glas) die Butter mit der Milch erwärmen. Zucker und Salz hineingeben und auflösen. Die Teigklöße in den Topf geben und mit dem Deckel gut verschließen. Während der ganzen Garzeit den Deckel geschlossen halten.
  • Die Milch kurz aufkochen, dann die Temperatur reduzieren und etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis die Milch von den Dampfnudeln vollständig aufgesogen wurde. Nun den Topf vom Herd nehmen und bei geschlossenem Deckel abkühlen lassen, bis sie lauwarm sind.
  • Auf einem warmen Teller anrichten und mit warmer Vanillesoße übergießen und mit einem Löffel vermengten Puderzucker-Mohn bestreuen.

ab in den Topf

immer schön den Deckel drauf halten

die Geduld hat sich ausgezahlt

Dienstag, 8. Oktober 2024

Zwetschgen-Schnecken

Zur Abwechslung gibt es mal keinen Zwetschgenkuchen vom Blech oder als Tarte, sondern in Schneckenform. Als Basis verwende ich einen Hefeteig, den ich nach bekannter Methode anfertige und zu einem Rechteck ausrolle. Darauf verstreue ich dann die in kleine Würfel zerschnittenen Früchte. Bevor der belegte Teig aufgewickelt wird schneide ich ihn in Streifen. Zum Abschluss werden die Schnecken dann mit verquirltem Ei bestrichen und mit gehobelten Mandeln bestreut. Fertig aus dem Ofen werden sie zum krönenden Abschluss mit Zuckerguss überzogen.
 
Zutaten
250 g Dinkelmehl Type 630
20 g Frischhefe
125 g Milch
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker
50 g Butter
eine Prise Salz

Zutaten für die Füllung
500 g Zwetschgen
30 g Zucker
! TL Zimt
1 Ei Größe L
2 EL gehobelte Mandeln
Puderzucker für die Glasur

Zubereitung
  • Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen. Dann die restlichen Zutaten und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen. Während der Ruhezeit alle 10 Minuten den Teig kurz durchfalten.
  • Während der Ruhephasen für den Hefeteig, die Zwetschgen gründlich waschen und abtrocknen. Als nächstes halbiert man die Früchte, entfernt den Kern und schneidet sie dann in kleine Würfel.
  • Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig kurz durchkneten und anschließend zu einem 5 mm dicken Rechteck ausrollen.
  • Erst den Zimtzucker und darüber dann die Zwetschgenwürfel gleichmäßig verteilen. Am oberen und unteren Rand einen fingerbreiten Rand frei lassen. Dann mit einem Pizzaroller Streifen von etwa 6 cm Breite schneiden.
  • Die Streifen zu Schnecken rollen und kreisförmig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech anordnen. Einen eingefetteten Tortenring zur Stabilisierung herumlegen.
  • Das Ei trennen, das Dotter verquirlen und auf die Schnecken auftragen. Dann die gehobelten Mandel darüber streuen und sie gut abgedeckt noch 20 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Backofen auf 180 ° C Umluft vorheizen. Und mit dem Puderzucker und etwas Wasser eine Glasur anrühren.
  • Dann geht es für etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen, wo er im mittleren Einschub bei 180 °C Umluft goldbraun gebacken wird.
  • Nach erfolgreicher Garprobe mit einem Holzstäbchen, können die Schnecken aus dem Ofen genommen und abschließend mit der Zuckerglasur übergossen werden.


ab damit in den Ofen

für den Naschkater nur eine Hälfte mit Zuckergusse

die letzten Zwetschgen der Saison vom Marktbeschicker aus dem Alten Land

Montag, 30. September 2024

Zwetschgen-Crumble

Zwetschgen mit Streusel. Ein Dessert frisch aus dem Ofen. Heiß und süß. Mit dem Zwetschgenröster aus meinem Vorrat sind schnell zwei Portionen zubereitet. Und auch der Teig für die Streusel ist im Nu angerührt und wird mit den Zwetschgen in hitzebeständige Gläser gefüllt. Bevor es in den Ofen geht, werden noch ein paar gehobelte Mandeln darüber gestreut.

Zutaten für zwei Portionen
1 Glas Zwetschgenröster
50 g Dinkelmehl Type 630
25 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
¼ TL gemahlenen Zimt
25 g Butter
50 g gehobelte Mandeln

Zubereitung

  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Mehl mit dem Zucker, dem Zimt, der Butter und einer Prise Salz zu einem krümeligen Teig kneten.
  • Erst den Zwetschgenröster und dann die Streusel in zwei Weckgläser füllen. Abschließend die Mandeln darüber streuen.
  • Dann kommen die Gläser für 20 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze in den vorgeheizten Ofen.
  • Als krönenden Abschluss kurz vor dem Servieren eine Kugel Vanilleeis oder einen Klacks Schlagsahne auf das warme Dessert geben.

aber bitte mit Sahne

Samstag, 21. September 2024

Zwetschgenwähe

Wehe? Nein, Wähe ist gemeint! Der Begriff stammt aus dem alemannischen Sprachraum (Württemberg, Schweiz). Es handelt sich um einen Mürbeteigkuchen der mit Obst belegt wird und mit einem Eier-Sahne-Guss gebacken wird. Beim Bummel über den Wochenmarkt, habe ich mir das aktuelle Obst in Augenschein genommen und mich für Zwetschgen aus dem Alten Land für meine Wähe entschieden. Etwas unsicher war ich mir bezüglich der Menge, die für eine Tarteform notwendig sind. Für den das Backvorhaben wähle ich zwei kleine, runde Auflaufformen von 16 cm Durchmesser. Vorsichtshalber kaufte ich ein Kilogramm. Das sollte in jedem Fall reichen. Falls welche nach dem Backen übrig bleiben, mache ich mir keine Sorgen. Meine mir angetraute Naschkatze würde sich über die verbleibenden Früchte freuen.

Zutaten für den Mürbeteig
1 Prise Salz
50 g Zucker
100 g kalte Butter
1 Eigelb
200 g Dinkelmehl Type 630
50 g gemahlene Mandeln

Zutaten für die Füllung
25 g gemahlene Mandeln
500 g Zwetschgen

Zutaten für den Guss
1 Ei Größe L
50 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Zimt
125 g Sahne
1 EL Speisestärke

Zutaten für den Belag

50 g Gehobelte Mandeln

Zubereitung
  • Bis auf die Butter alle Zutaten in eine Schüssel geben. Dann die Butter in Flocken hinzufügen und zügig mit den Händen durchkneten. Eingewickelt in Frischhaltefolie kommt er für 60 Minuten in den Kühlschrank.
  • In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und den Kern entfernen. Die Form einfetten und mit dem Paniermehl ausstreuen. Kurz bevor der Teig aus dem Kühlschrank kommt, den Backofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  • Den Teig kurz durchkneten und mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen. Die Form damit auslegen und mit einer Gabel in regelmäßigen Abständen einstechen. Zunächst die gemahlenen Mandel auf dem Teigboden streuen und anschließend die Zwetschgenhälften eng damit auslegen.
  • Alle Zutaten für den Guss in einem Rührbecher zu einer klümpchenfreien Mischung verquirlen und über die Früchte gießen. Anschließend werden die gehobelten Mandel darüber gestreut.
  • Dann wird die Form auf ein Gitter in den unteren Einschub des vorgeheizten Ofens bei 180 °C Umluft in 35 Minuten goldbraun gebacken.

schmeckt kalt mit Puderzucker aber auch noch lauwarm aus dem Backofen

Donnerstag, 12. September 2024

Aprikosen-Streusel-Kuchen

Es kommt selten vor, dass wir aushäusig Kaffee und Kuchen genießen. Aber neulich bei einem Ausflug mit den Enkeln haben wir uns eine Pause in einem Hof Café gegönnt. Für die Zwerge gab es Schoko Muffins und eine Apfelschorle. Wir genehmigten uns eine Tasse Milchkaffee mit einem Stück Streuselkuchen. Die Plagegeister waren für ein paar Minuten ruhig gestellt und wir konnten in Ruhe unseren Aprikosenkuchen genießen. Der meiner mir angetrauten Naschkatze gefallen hat. Denn sie gab mir gleich einen Auftrag zum Backen. Das Rezept von dem Apfel-Streusel-Kuchen diente mir dabei als Vorlage für Kuchen in einer Springform mit 22 cm Durchmesser.

Zutaten für den Rührteig
4 - 5 Aprikosen
1 Bio-Zitrone
80 g weiche Butter
80 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Ei Größe L
1 EL Schmand
120 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Backpulver

Zutaten für die Streusel
100 g Dinkelmehl Type 630
15 g gemahlene Mandeln
40 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
50 g Butter

Sonst noch was?
Butter und Paniermehl zum Ausstreuen der Springform (22 cm ⌀) und Schokoraspel zum Überstreuen.

Zubereitung der Streusel

Die Zutaten für die Streusel mit den Händen zu einem krümeligen Teig kneten.

Zubereitung für den Rührteig
  • Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Springform einfetten und mit Paniermehl austreuen.
  • Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Aprikosen abspülen, abtrocknen, vierteln und entkernen. Die Viertel in kleine Spalten schneiden.
  • Die Butter mit beiden Zuckerarten und einer Prise Salz cremig rühren. Anschließend das Ei mit dem Zitronenabrieb unterrühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über den Teig sieben und Alles zügig zu einem glatten Teig rühren.
  • Den Teig in die vorbereitete Form füllen. Die Teigschicht leicht mit etwas Mehl bestäuben und mit den Aprikosenspalten belegen. Dann die Streusel darüber verteilen.
  • Nun kommt der Kuchen in den mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens (180 °C Ober- und Unterhitze). Nach etwa 50 Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen ob er ganz durchgebacken ist. Ist er in der Mitte nach klebrig die Oberfläche aber schon braun, dann hilft es wenn man den Kuchen mit einer Alufolie abdeckt und die Backzeit verlängert. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe kann er aus dem Ofen genommen werden.
  • Auf den noch warmen Kuchen zum Abschluss die Schokoraspeln streuen.

nur noch die Streusel drüber und ab damit in den Ofen
zum Finale ein paar Schokoraspel auf den warmen Kuchen

endlich fertig, mmhhh