Samstag, 22. August 2026

Spaghetti al limone

Der amüsante Kriminalroman, "O sole mio!" von Johanna Alba und Jan Chorin spielt in einem kleinen Fischerdorf an der Amalfiküste. Der Papst macht dort heimlich Urlaub bei seinem Freund Pater Guiseppe, der sich während seiner Abwesenheit vom Papst inkognito vertreten lässt. Doch dann kommt, Raffaele, ein Mitglied seines Boccia-Teams, auf rätselhafte Weise ums Leben. Im Dorf gibt es Getuschel. Um den Gerüchten entgegenzutreten, beginnt der Papst mit eigenen Ermittlungen. Dabei unterstützt ihn die für ihre Kochkünste bekannte Haushälterin des Dorfpfarrers. Ihre "spaghetti al limone" kommen nicht nur beim Papst gut an. Es machte sehr viel Spaß die Geschichte mit zahlreichen Verwechselungen zu lesen, nun freue ich mich aufs Kochen. Vado in cucina!

Zutaten
250 g Spaghetti
1 Bio Zitrone
25 g Grana Padano
100 g Sahne
50 g Butter
Frisch gemörserter weißer Pfeffer und Salz zum Abschmecken der Soße

Zubereitung

  • Die Zitrone unter heißem Wasser abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und einen Teelöffel Salz hinzufügen. Sobald es kocht, die Spaghetti in den Topf hineingleiten und nach Packungsangaben garen lassen.
  • Die Butter in einer Pfanne zerlassen. Dann den Saft und den Abrieb der Zitrone dazugeben und bei milder Hitze etwa fünf Minuten lang unter gelegentlichem Umrühren ziehen lassen. Anschließend die Sahne zusammen mit dem frisch geriebenen Grana Padano unterrühren, bis der Käse geschmolzen ist. Mit weißem Pfeffer und einer Prise Salz abschmecken.
  • Sobald die Nudeln den gewünschten Garpunkt erreicht haben, werden sie tropfnass aus dem Topf in die Pfanne gegeben und mit der Zitronensoße vermischt. Sollten die Spaghetti noch nicht schlotzig genug sein, kann etwas Nudelwasser aus dem Topf hinzugefügt werden.
  • Zum Servieren stellt man den Grana Padano mit einer Reibe auf den Tisch, damit man bei Bedarf nachwürzen kann.

Für die italienischen Momente auf einem Hamburger Balkon.

Fazit: Mit der Zugabe des Zitronensaftes in die Soße war ich vorsichtig und habe nicht den ganzen Saft der Zitrone auf einmal hinzugegeben, sondern nach und nach in kleinen Mengen, bis mir das Ergebnis geschmeckt hat.

Sonntag, 16. August 2026

Citrus-Bobbes

Die Schokoladen-Bobbes zählen mit zu den beliebtesten Rezepten auf meinem Blog und werden häufig gelesen. In den Kommentaren wurde schon eine spannende Anregung geäußert: Eine neue Füllung mit Cranberries und Orangeat. Besonders die Idee, kandierte Orangenschalen in die Füllung zu integrieren, hat es mir angetan. Deshalb möchte ich diese Variante nun aufgreifen und sie mit Lemon Curd kombinieren. Dank dem Abrieb und dem Saft einer Limette, verpasse ich dem Mürbeteig auch noch eine Citrusnote.

Zutaten für den Teig

200 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier Größe M
1 Natur Limette 
350 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver

Zutaten für die Füllung

Lemon Curd
Orangeat
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
  • Die Limette heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Butter und den Zucker cremig rühren. Nach und nach die Eier, den Limettenabrieb, einen Spritzer Limettensaft und eine Prise Salz unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über die Masse sieben und kurz zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen. 
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und zu einem Rechteck von 42 cm Länge und 30 cm Breite ausrollen. Das Lemon Curd gleichmäßig auf den Teig verstreichen, dabei am oberen und unteren Rand jeweils einen fingerbreiten Streifen frei lassen. Anschließend das kleingehackte Orangeat darauf verteilen. Den Teig zunächst in 7 cm breite Streifen und dann parallel zur Längsseite in der Mitte mit einem Pizzaroller teilen. Nun die Streifen von der Mitte nach außen hin aufrollen und die Röllchen auf das vorbereitete Backblech legen.
  • Die Bobbes auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten goldgelb backen.
  • Die fertigen Bobbes abkühlen lassen und abschließend mit Puderzucker bestäuben. 



Kleingebäck mit einer frischen Note für den Sommer.

Donnerstag, 6. August 2026

Lemon-Crumble-Muffins

Mein selbstgemachtes Lemon Curd ist sehr gefragt. Egal, ob als Brotaufstrich, als Backzutat oder einfach direkt aus dem Glas gelöffelt. Deshalb habe ich immer gerne ein Glas vorrätig. Mir ist nicht bekannt, wie lange selbstgemachtes Lemon Curd haltbar ist. Darum verarbeite ich es immer zeitnah. Als ein kleines Dankeschön habe ich bereits einmal Muffins mit Zitronenaroma gebacken. Nun möchte ich das für den Eigengebrauch noch einmal nachholen. Dazu erhalten die Muffins ein Herz aus Lemon Curd und ein Topping aus Lemon Crumble.

Zutaten für die Crumble
100 g Dinkelmehl Type 630
40 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
50 g Butter
1 Bio-Zitrone

Zutaten für den Teig
1 Bio-Zitrone
75 g Zucker 
1 TL Vanillezucker 
1 Prise Salz 
1 Ei Größe L 
150 g Joghurt griechischer Art 
100 g Sonnenblumenöl 
150 g Dinkelmehl Type 630
½ Tütchen Backpulver
1 gestr. TL Natron
Lemon Curd für die Füllung

Zubereitung

  1. Für den Streuselteig die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und die Schale abreiben. Einen Teelöffel davon und einen Spritzer Saft zusammen mit den restlichen Zutaten mit den Händen zu einem krümeligen Teig kneten.
  2. Weiter geht es mit dem Muffinteig. Dafür die Zitrone abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Silikonbackförmchen auf einem Backblech bereitstellen.
  3. Zucker und Salz mit dem Ei in einer Rührschüssel schaumig rühren. Anschließend das Öl, den Joghurt und die Hälfte des Zitronenabriebs unter die Eiermasse rühren.
  4. Das Mehl, das Natron sowie das Backpulver miteinander vermengen, in die Rührschüssel sieben und alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  5. Die Förmchen zunächst bis zu einem Drittel mit dem Teig befüllen, einen Teelöffel Lemon Curd hineingeben und mit weiterem Teig bis zu zwei Dritteln auffüllen.
  6. Nun die Streusel auf die gefüllten Förmchen verteilen. Anschließend die Muffins im mittleren Einschub im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) etwa 25 Minuten goldbraun backen.


Außen knusprig, innen saftig.

Fazit: Eines unserer Enkelkinder hat es vor Begeisterung einfach umgehauen. Die übrigen schwärmen von meinen Schoko-Muffins.

In einem zweiten Anlauf habe ich die Menge der Streusel noch einmal verdoppelt 
und eine halbe Tonkabohne frisch in den Streuselteig hineingerieben.

Dienstag, 28. Juli 2026

Lángos mit Pfannengemüse

War es nun auf dem Hafengeburtstag oder dem Straßenfest auf der Eppendorfer Landstraße? Ganz genau kann ich das nicht mehr sagen. Nur dass sie lecker geschmeckt haben. Die Rede ist von Lángos. Einer ungarischen Streetfood-Spezialität. Das knusprige Schmalzgebäck wird je nach Lust und Laune mit Schmand, Paprika, Tomaten oder Speck belegt – gerade worauf man Appetit hat. Zum krönenden Abschluss streut man frisch geriebenen Käse darüber, und schon ist der kleine Imbiss fertig.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Type 630
20 g frische Hefe
1 Prise Zucker
75 ml lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1 Prise Salz
75 ml lauwarme Milch
Öl oder Fett zum Frittieren

Zutaten für den Belag
Kräterfrischkäse
1 rote Zwiebel
1 kleine Dose Mais
1 grüne Peperoni
1 rote Paprikaschote
Öl zum Anbraten
Frisch geriebener Parmesankäse

Zubereitung
  • Die Hefe mit einer Prise Zucker in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hineingießen. Mit etwas Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einem warmen Ort für 15 Minuten abstellen. Nach der Ruhezeit die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen. Während der Ruhephase alle 10 Minuten den Teig kurz durchfalten.
  • Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig kurz durchkneten und in vier Portionen teilen. Anschließend zunächst rund wirken und dann zu einem Fladen ausziehen, dessen Ränder etwas dicker sind. Die Teiglinge abgedeckt noch 30 Minuten ruhen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Fett in einem Topf auf 175 °C erhitzen. Wer kein Thermometer hat, kann einen Holzspieß in das heiße Fett tauchen. Sobald sich die ersten Bläschen bilden, ist die richtige Temperatur erreicht und die Hitzezufuhr kann reduziert werden (bei meinem Elektroherd steht der Regler dann zwischen 4 und 5 von maximal 9).
  • Die Teigfladen im heißen Fett von beiden Seiten goldgelb ausbacken. Mit einer Schaumkelle die Lángos aus dem Topf auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller ablegen, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird.
  • Den Mais abgießen, die Zwiebel abpellen und kleinschneiden. Die Paprika und die Peperoni abspülen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln glasig andünsten. Anschließend das restliche Gemüse kurz andünsten.
  • Die Lángos mit Kräuterfrischkäse bestreichen, etwas Pfannengemüse darauf verteilen und zum Schluss etwas frisch geriebenen Parmesankäse darüber streuen.



ich konnte es nicht mehr abwarten

Samstag, 18. Juli 2026

Zitronenjette

Neben dem wohl berühmtesten Hamburger Original, dem Wasserträger Hummel, zog im ausgehenden 19. Jahrhundert die Zitronenjette als fliegende Händlerin durch Hamburgs Straßen. An ihrem Arm ein Korb voll mit Zitronen. Mit dem Ausruf: "Zitroon, Zitroon, frische Zitroon!" preiste sie ihre Ware an.
Mir ist kein spezielles Rezept bekannt, das ihr zugeschrieben wird. Weil mir die Bezeichnung "Zitronenschichtdessert mit Schokoladenkekskrümeln" zu lang und umständlich erschien, suchte ich nach einem kurzen und einprägsamen Namen für meine Nachspeise mit Lemon Curd und einer Zitronencreme aus Quark und Frischkäse. Als geschmacklichen Kontrapunkt habe ich knusprige Chocolate-Crumbs dazwischen gestreut. So kam der zitronenlastige Nachtisch zu seinem Namen: Zitronenjette.

Zutaten für 4 Portionen
1 Bio-Zitrone
200 g Magerquark
200 g Frischkäse
50 g Puderzucker
8 Chocolate Cookies
4 EL Lemon Curd
Raspel-Schokolade für die Garnitur

Zubereitung
Die Zitrone abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Den Quark zusammen mit dem Frischkäse und dem Puderzucker zu einer glatten Masse verrühren. Anschließend mit Zitronensaft und -Abrieb abschmecken. Jeweils einen Keks zerbröseln und als unterste Schicht in ein Glas geben. Darauf einen Esslöffel Lemon Curd und ein Achtel vom Zitrusquark füllen. Es folgt wieder ein zerkrümelter Keks und anschließend ein Achtel Zitrusquark. Zum Abschluss mit buntem Dekozucker bestreuen.


"Zitroon, Zitroon, frische Zitroon!"

 nu' is' Schicht im Glas

Sonntag, 12. Juli 2026

Chokolade-Vla

Wenn wir Geschwister allein zu Hause waren und uns selbst versorgen mussten, gab es meist eine einfache Milchsuppe mit Nudeln. Nach einigen Versuchen hatten wir den Dreh raus, die Milch nicht überkochen oder anbrennen zu lassen. Für diejenigen unter uns, die sich vor Milchsuppe ekelten, gab es eine Schokoladensuppe. Dazu rührten wir einfach eine Packung Schokoladenpudding mit der doppelten Menge Milch an – genau wie auf der Packung empfohlen, nur eben etwas großzügiger. 😋
Daran musste ich wieder denken, als ich nach einer passenden Soße für ein Dessert suchte. Etwas raffinierter sollte sie schon sein. Trotzdem kam ein einfaches Rezept mit wenigen Zutaten heraus. Wobei man den Geschmack durch die Menge der einzelnen Zutaten anpassen kann. 
Dabei entstand so ganz nebenbei ein neues Vla-Rezept, das nun die Kategorie "niederländischen Küche" bereichert.

Zutaten

200 g Sahne 30%
100 ml Milch 1,5%
100 g Schokolade mit 74% Kakaoanteil
40 g Zucker
20 g Vanillezucker
1 TL Speisestärke

Zubereitung
Die Schokolade in grobe Stücke brechen. Die Hälfte der Milch mit der Sahne bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren erwärmen. In der übrigen Milch die Speisestärke auflösen. Die Schokoladenstücke und den Zucker in den Topf geben und so lange rühren, bis sich alles aufgelöst hat. Anschließend die aufgelöste Speisestärke unter ständigem Rühren zugeben und kurz aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Schokoladensoße abkühlen lassen.

Die passende Konsistenz für einen Vla.

Vielleicht etwas zu kräftig für die kleinen Schleckermäuler.


Fazit: Wenn der Vla noch warm ist, ist er flüssig und eignet sich hervorragend als Dessertsoße. Nachdem der Vla komplett ausgekühlt ist, gleicht er von der Konsistenz eher einem Pudding. Deshalb kann man ihn, einem Trend folgend, auch mit einer Gabel genießen.

Montag, 6. Juli 2026

Caramel-Peanut-Rolls

Es ist wieder einmal an der Zeit, um ein paar leckere Hefeteigschnecken zu backen. Heute übernimmt crunchy Erdnussbutter die Hauptrolle. Doch auch Karamellbonbons spielen wieder eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Kurz bevor die Schnecken in den Ofen wandern, werden sie noch mit etwas Ahornsirup beträufelt und mit gehackten Erdnüssen bestreut.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Type 630
125 ml lauwarme Milch
20 g frische Hefe
60 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
50 g weiche Butter

Zutaten für die Füllung
250 g crunchy Peanutbutter
180 g weiche Sahne-Karamell-Bonbons

Zutaten für den Überzug

50 g ungesalzene Erdnüsse
1 Ei
Ahornsirup

Zubereitung

  • Die Hefe mit dem Vanillezucker in einem Teil der Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hineingießen. Mit etwas Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren und mit weiterem Mehl bedecken. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten ruhen lassen, bis sich Risse in der Mehlabdeckung zeigen.
  • Anschließend den Vorteig mit der restlichen Milch, der Butter, einer Prise Salz und dem restlichen Zucker zu einem geschmeidigen Teig kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst. Den Teig für weitere 60 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Dabei alle 20 Minuten den Teig kurz zusammenfalten.
  • In der Zwischenzeit die Karamellbonbons in kleine Stücke hacken, die Erdnüsse grob hacken und eine rechteckige Auflaufform mit Backpapier auslegen. Die Erdnussbutter in einem Topf erwärmen, damit sie sich später besser auf dem Teig verstreichen lässt.
  • Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, zu einem Rechteck (40 cm x 35 cm) ausrollen und mit Erdnussbutter bestreichen. Dabei am oberen und unteren Rand einen fingerbreiten Rand frei lassen. Anschließend die gehackten Karamellbonbons darauf verstreuen. Dann von der Längsseite her aufrollen. Die Rolle in 5 cm breite Scheiben schneiden und in die vorbereitete Form stellen. Dort können sie abgedeckt für weitere 30 Minuten an einem warmen Ort aufgehen.
  • Während der Wartezeit den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Das Ei trennen und das Eiweiß für eine spätere Verwendung im Kühlschrank aufbewahren. Das Eigelb verquirlen und die Teiglinge vor dem Backen damit bestreichen, die gehackten Erdnüsse darüber streuen und mit Ahornsirup beträufeln. 
  • Nach der letzten Ruhezeit werden die Rolls im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft für etwa 25 Minuten goldbraun gebacken.



Caramel-Peanut-Rolls mit großem mmhhhh-Faktor

Dienstag, 30. Juni 2026

Rupp't Pannkoken

Wenn der Magen knurrt und der Kühlschrank leer ist, ist Fantasie gefragt. Im Kühlschrank liegt nur ein einsames kleines Würstchen. Als ich die Milchpackung schüttle, klingt es, als wäre noch ein Schluck drin. Vielleicht gerade ausreichend für einen Pfannkuchen. Außerdem finde ich einen Rest Parmesankäse in einer Frischhaltebox. Eier sind noch ausreichend vorhanden und in der Vorratsschublade finde ich eine kleine Dose Mais. Pfannkuchen mit Mais und Würstchen? Da die Zutaten nur für einen Selbstversuch reichen, gehe ich das Wagnis ein. Den Pfannkuchen bereite ich nach Art eines Kaiserschmarrens zu. Nachdem er von beiden Seiten leicht angebraten ist wird er in der Pfanne zerteilt und der Mais und die Wurststückchen dazugegeben. Mit etwas frisch geriebenem Parmesan wird das Ganze noch auf dem Herd noch einmal in der Pfanne geschwenkt.

Zutaten
1 Ei
1 Prise Salz
80 g Mehl
100 ml Milch
2 EL Dosenmais
1 kleines Wiener Würstchen
Fett zum Anbraten

Zubereitung
  • Den Mais in ein Sieb geben und abtropfen lassen und das Würstchen in kleine Stücke schneiden.
  • Das Ei trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Eigelb zusammen mit dem Mehl und der Milch verrühren und einige Minuten quellen lassen. Anschließend den Eischnee unterheben. 
  • Das Fett in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Den Teig in die Pfanne geben und den Pfannkuchen von beiden Seiten leicht anbraten. Dann mit dem Pfannenwender den Pfannkuchen in mundgerechte Stücke zerteilen. Den Mais und die Würstchenscheiben mit anbraten. Abschließend Parmesankäse frisch mit in die Pfanne reiben. Noch ein oder zweimal die Pfanne auf dem Herd schwenken, dann ist der "rupp't Pannkoken" fertig.
"rupp't Pannkoken"*, meine norddeutsche Interpretation des
Kaiserschmarrns, in einer herzhaften Variante.

Das schmeckt!

*)rupp't Pannkoken - zerrupfter Pfannkuchen

Samstag, 20. Juni 2026

Oma Doris Semmelknödel


Erst als unser ältester Sohn danach fragte, wurde ich wieder auf dieses alte Familienrezept aufmerksam gemacht. Es stammt ursprünglich von seiner Großmutter Dori. Sie hatte es einmal sorgfältig aufgeschrieben und ihrer Tochter übergeben. Anfangs servierte sie die Semmelknödel zusammen mit ihrem Gulasch. Später bevorzugten wir Kartoffelklöße oder Nudeln als Beilage. Auf Nachfrage haben wir unserem Sohn eine Kopie des Rezepts auf sein Handy geschickt. Es blieb nicht aus, dass er noch einige Fragen hatte. Besonders irritierte ihn dieses merkwürdige Zeichen in der Zutatenliste vor dem Mehl. Das Pfundzeichen war ihm nicht geläufig. Wir als seine Eltern mussten uns während unserer Schulzeit noch damit herumschlagen. Nachdem auch diese Frage geklärt war, plante er ein Essen im Familienkreis, zu dem wir herzlich eingeladen waren. Es gab Oma Doris Semmelknödel mit Mamas Gulasch. Für die (Ur)Enkel gab es alternativ noch Kartoffelklöße und Nudeln. Als Chronist habe ich das Rezept nun für die Nachwelt notiert.

Oma Doris Originalrezept

Zutaten
altbackene Brötchen
2 Bunde Petersilie
3 Bunde Schnittlauch
2 Zwiebeln
½ TL Salz
½ frisch geriebene Muskatnuss
½ TL Pfeffer
1 Ei
500 g Mehl
Fett zum Andünsten der Zwiebeln

Zubereitung

  • Die Brötchen in Würfel schneiden und in der Milch einweichen. Die Petersilie und den Schnittlauch abspülen, trocken tupfen und kleinhacken. Die Zwiebel abpellen, in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den gehackten Kräutern bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten. Anschließend aus der Pfanne auf ein Küchenkrepp ablegen, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird. 
  • Die gut durchgeweichten Brötchen gründlich ausdrücken und zusammen mit den Zwiebeln, den Kräutern und einem Ei in einer Schüssel sorgfältig durchkneten. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Anschließend das Mehl unterkneten und mit den Händen Klöße formen. Die Semmelknödel dann im kochenden Salzwasser etwa 20 Minuten garen, bis sie aufschwimmen.

Das "Drei-Generationen-Mittagsgericht".

Samstag, 13. Juni 2026

Zitronenherzen

Im letzten Jahr waren Zitronenherzen in den Familien unserer Kinder der große Renner. Von allen Seiten höre ich begeisterte Kommentare über diese Mürbeteigplätzchen. Auch ich war begeistert, als ich neulich eines davon erhaschte, bevor die Bande der Enkelkinder sie komplett vernaschte. Leider vergas ich bei dem Besuch nach dem Rezept zu fragen. So musste ich mich auf meinen Geschmackssinn verlassen. Als Basis verwende ich ein bewährtes Mürbeteigrezept und ersetze einen Teil der Butter durch Lemon Curd. Und rühre die Zuckerglasur mit etwas Zitronensaft an.

Zutaten
200 g Dinkelmehl Type 630
60 g Margarine/Butter
40 g Lemon Curd
60 g Zucker
1 Prise Salz 
1 Ei Größe M
Puderzucker und Zitronensaft für die Glasur

Zubereitung

  • Die Zutaten für den Mürbeteig in eine Schüssel geben und zügig durchkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank kurz geschmeidig durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig etwa 0,5 cm dick ausrollen. Die Kekse ausstechen und mit etwas Abstand auf die mit Backpapier vorbereiteten Bleche verteilen.
  • Bei 160 °C Umluft in den vorgeheizten Backofen für etwa 10 Minuten backen. 
  • In der Zwischenzeit aus Puderzucker und einem Spritzer Zitronensaft eine Glasur anrühren.
  • Die fertig gebackenen Herzen mit der Zitronenglasur bestreichen.

 das Ergebnis sind 20 Zitronenherzen...

...und 10 Kullerherzen mit Marmellata die Limoni

Sonntag, 7. Juni 2026

Trümmertorte mit Erdbeeren

Dieses Rezept habe ich aus unserem letzten Urlaub an der Nordseeküste mitgebracht. Es stammt aus einem Gastro-Guide, den wir in unserer Ferienwohnung gefunden haben. Die Trümmertorte ist eine typische Spezialität aus Nordfriesland. Da die Anleitung im Heft etwas knapp ausfiel, habe ich sie leicht angepasst und überarbeitet. Selbstverständlich verwende ich für die Füllung frische Erdbeeren aus der Region. So kann ich gleichzeitig die Familientradition fortsetzen, nach der es für um Pfingsten geborene Geburtstagskinder immer eine Erdbeertorte mit frischen Früchten gibt. Es eignen sich aber auch andere Beeren oder Früchte aus dem Glas. Ein Beispiel sind Sauerkirschen, die man jedoch vorher abgießen sollte. Je nach Saison oder Geschmack. Weil man für die Trümmertorte zwei Böden benötigt und mir leider eine zweite Springform (26 cm Durchmesser) fehlt, nutze ich einen Tortenring.


"Küstliche" Rezeptvorschläge aus Nordfriesland


Zutaten für den Teig
100 g weiche Butter
125 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eigelbe Größe L
150 g Weizenmehl Type 405
½ Tütchen Backpulver
Fett und Paniermehl zum Ausstreuen

Zutaten für den Belag
4 Eiweiße Größe L
180 g Zucker
100 g gehobelte Mandeln

Zutaten für die Füllung

400 ml Sahne mit 35% Fettgehalt
2 TL Vanillezucker
500 g frische Erdbeeren

Zubereitung

  • Die Eier trennen und die Eigelbe kurz beiseitelegen. Die Eiweiße steif schlagen und dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen, bis sich dieser vollständig aufgelöst hat und eine feste, glänzende Masse entsteht. Den Eischnee anschließend für eine kurze Weile in den Kühlschrank stellen.
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Außerdem eine Springform mit 26 Zentimetern Durchmesser, ebenso wie einen Tortenring in der gleichen Größe, einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.
  • Als Nächstes geht es mit dem Rührteig weiter. Dafür zunächst aus der Butter, den beiden Zuckersorten und einer Prise Salz eine cremige Masse schlagen. Anschließend die Eidotter nacheinander unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, in die Schüssel sieben und zügig zu einem geschmeidigen Teig rühren. 
  • Den Tortenring auf das mit Backpapier ausgelegte Blech stellen. Die Springform auf ein zweites Backblech stellen. Den Rührteig zu gleichen Teilen in die vorbereiteten Formen füllen, glatt streichen. Jeweils die Hälfte der Baisermasse auf dem Rührteig verstreichen.
  • Dann die Bleche für etwa 30 Minuten bei 160 °C in den Ofen schieben. 
  • In der Zwischenzeit die Erdbeeren abwaschen, den Blütenansatz entfernen und sie vorsichtig trocken tupfen. Anschließend die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen. 
  • Nach dem Backen die Böden abkühlen lassen. Den Boden, der für Oben vorgesehen ist, aus der Springform lösen und vorsichtig in zwölf Segmente schneiden. Auf den unteren Boden im Tortenring die Sahne und die Früchte verteilen. Darauf die zugeschnittenen Segmente setzen und anschließend den Tortenring vorsichtig entfernen und den Rand mit den gehobelten Mandeln verzieren.


Ein paar übrig gebliebenen Erdbeeren wurden als Verzierung oben drauf gesetzt.


Fazit: Die kleine Torte, die ich zum Testen in einer 22er-Springform gebacken hatte, war ratzfatz verputzt. Bei den Testessern aus der Nachbarschaft kam sie sehr gut an. Ihr einziger Kritikpunkt war die zu geringe Menge.


Samstag, 30. Mai 2026

Éclairs mit Erdbeersahne

Auf dem Heimweg von einem Wochenendausflug mit dem Fahrrad radelten wir durch die Maria-Luisen-Straße. Dabei fiel uns das Éclairs-Haus auf. Leider hatte es bereits geschlossen. Später daheim konnte ich mir das Angebot im Internet näher betrachten und bekam Lust, selbst einmal welche zu backen. Weil ich jedoch keine große Lust verspürte, eine Vanillecreme anzurühren, bereitete ich stattdessen eine Erdbeersahne zu, mit der ich die Liebesknochen füllte. Anschließend kam noch eine Glasur aus Zartbitterschokoladen oben drauf. Zum Abschluss tauchte ich noch ein paar Erdbeeren in die Kuvertüre und setzte sie als i-Tüpfelchen auf die Éclairs.

Zutaten für den Brandteig
250 ml Wasser
125 g Butter
125 g Weizenmehl Type 405
4 EL Speisestärke
4 Eier Größe M
1 Prise Zucker
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung
200 ml Schlagsahne 35% Fett
250 g frische Erdbeeren
80 g Zucker
Zartbitterkuvertüre zum Bestreichen

Zubereitung
  • Die Erdbeeren abspülen, trocken tupfen und den Blütenansatz entfernen. Ein paar Früchte für die Verzierung beiseitelegen. Die restlichen Beeren mit einer Gabel grob zerdrücken. Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Das Wasser, je eine Prise Salz und Zucker sowie die Butter in einem Topf kurz aufkochen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und das Mehl mit der Speisestärke auf einmal hineinrühren.
  • Erneut den Topf auf den Herd stellen und den Teig bei geringer Hitze mit einem Kochlöffel so lange rühren, bis er sich als Kloß vom Topfboden löst und ein weißer Belag am Boden entsteht.
  • Den Topf abermals von der warmen Herdplatte nehmen und ein Ei unterrühren. Erst das nächste Ei hineingeben, wenn der Teig wieder glatt und geschmeidig ist. Der Teig ist fertig, wenn er glänzt und schwer vom Löffel fällt.
  • Anschließend den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und acht Zentimeter lange Teiglinge auf dem vorbereiteten Backblech spritzen.
  • Die Éclairs für etwa 30 Minuten im mittleren Einschub des auf 200 °C Ober- und Unterhitze (180 °C Umluft) vorgeheizten Ofens goldbraun backen.
  • In der Zwischenzeit die Sahne mit dem Zucker steif schlagen und das Erdbeermus unterrühren. Anschließend die Erdbeersahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.
  • Die Zartbitterkuvertüre in kleine Stücke brechen und über einem warmen Wasserbad schmelzen.
  • Nach dem Abkühlen die Éclairs der Länge nach halbieren. Die obere Hälfte mit der Zartbitterschokolade glasieren. Das Unterteil mit der Erdbeersahne befüllen. Anschließend das Oberteil draufsetzen. Zum Schluss als kleines i-Tüpfelchen eine Erdbeere in die Schokoladenglasur tauchen und auf die Éclairs setzen.






Sonntag, 24. Mai 2026

Piña Colada Milchreis

Ich liebe Ananas. Aber sie muss auch richtig reif sein. Wenn mein Appetit auf die Frucht wieder übermächtig wird, versuche ich, am Obststand auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt mithilfe meiner Nase eine reife Ananas zu erschnuppern. Neulich hatte ich Glück und wurde fündig. Ich habe auch schon einen Plan, wozu ich sie verwenden möchte. Für eine Süßspeise mit karibischer Geschmacksnote. Milchreis mit Kokosmilch harmoniert hervorragend mit der Südfrucht. Als kleine Besonderheit karamellisiere ich die klein geschnittenen Ananasstücke in einer Pfanne und gebe sie anschließend über den Reis. Das Gericht kann man warm oder kalt servieren. Es eignet sich als vollwertige Mahlzeit oder als kleiner Snack zwischendurch.

Zutaten
1 EL Kokosöl zum Anschwitzen
100 g Milchreis
400 ml Kokosmilch
2 TL Zucker
1 Bio-Limette
1 Ananas
1 EL Kokosflocken

Zubereitung
  • Die Limette abspülen, abtrocknen und die Schale abreiben.
  • Die Ananas großzügig schälen, in Spalten schneiden, den holzigen Mittelstrunk entfernen und in Stücke schneiden.
  • Den Reis in Kokosöl anschwitzen und mit Kokosmilch ablöschen.
  • Den Zucker zugeben und unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen.
  • Den Topf auf ein anderes Kochfeld stellen und den Reis bei geringer Hitze 30 Minuten lang unter regelmäßigem Umrühren ziehen lassen.
  • Mit etwas Limettenabrieb und einem Spritzer Saft abschmecken.
  • Die Ananasstücke in einer Pfanne karamellisieren.
  • Zum Servieren Ananasstücke darüber geben und mit Kokosflocken bestreuen.

nur nichts anbrennen lassen
für den großen Hunger...

..oder als kleiner Snack zwischendurch

Sonntag, 17. Mai 2026

Schoko-Rum-Kuchen

Nein, dieser Kuchen ist nichts für Kinder. Auch wenn sich der Alkohol beim Backen verflüchtigen sollte, trifft dieser Kuchen eher den Geschmack von Erwachsenen als den der kleinen Leckermäuler. Eigentlich dient er mir als Basis für Rumkugeln, aber auch ohne Weiterverarbeitung ist er für den Genuss an der Kaffeetafel durchaus geeignet.

Zutaten
100 g Schokolade mit 81% Kakaoanteil
1 Vanilleschote
2 Eier Größe L
125 g Zucker
1 Prise Salz
125 g Margarine/Butter
60 ml Rum
125 g Weizenmehl Type 405
1 TL Backpulver
Fett und Paniermehl zum Ausstreuen der Form

Zubereitung
  • Eine Backform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. 
  • Zunächst die Schokolade fein raspeln. Anschließend die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und mit dem Messerrücken das Mark auskratzen.
  • In einer Rührschüssel den Zucker zusammen mit dem Salz und den Eiern schaumig schlagen. Dann die Butter und das Vanillemark unterrühren. Als Nächstes die geraspelte Schokolade und anschließend den Rum unter den Teig rühren. Als Letztes wird das Mehl mit dem Backpulver vermengt, in die Schüssel gesiebt und zügig untergearbeitet. 
  • Den Teig in die vorbereitete Form füllen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens für 50 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) backen.


Daraus entstehen nun keine Rumkugeln mehr.

Sonntag, 10. Mai 2026

Lemon-Thumbprint-Cookies

Anfang des Jahres gab es Thumbprint-Cookies mit einer zartschmelzenden Karamellfüllung bereits schon einmal. Doch wenn die Sonne warm vom Himmel lacht, ist eine frische Geschmacksnote von Zitronen besser geeignet. Darum gibt es nun die Mürbeteigplätzchen mit einer Füllung aus Lemon Curd. Selbstverständlich verwende ich aus hygienischen Gründen erneut die Rückseite unseres bewährten Cocktailstößels, um perfekte Mulden in die Plätzchen zu drücken.

Zutaten
125 g weiche Butter/Margarine
60 g Zucker
1 Prise Salz 
1 Eigelb Größe M
200 g Dinkelmehl Type 630
½ TL Backpulver 
Marmellata di Limoni für die Füllung

Zubereitung
  • Die Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz in eine Schüssel geben und cremig rühren. Anschließend das Eigelb unterrühren. 
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über den Teig sieben und alles kurz durchkneten.
  • Den Teigkloß in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen.
  • Aus dem Teig walnussgroße Kugeln formen und mit dem Daumen oder einem ähnlichen Gegenstand kleine Vertiefungen hineindrücken.  Die Mulden mit Lemon Curd füllen.
  • Die Plätzchen gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und im mittleren Einschub für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze (160 °C Umluft) backen.


herrlich zitronig

Sonntag, 3. Mai 2026

Herzhafte Blätterteig-Schiffchen

Vor einiger Zeit hat meine mir angetraute Küchenfee diese herzhaften Blätterteigtaschen gebacken. Leider wurde es von mir versäumt, das Rezept für diesen Blog festzuhalten. Ein Versäumnis, das ich nun nachholen möchte. Grundlage war ein fertiger Blätterteig, den sie mit Crème fraîche oder Frischkäse bestrichen und mit frischen Kräutern bestreut hat. Anschließend wurde er zu kleinen Schiffchen gefaltet und mit geriebenem Käse im Ofen goldbraun und knusprig gebacken. Die Füllung der Schiffchen lässt sich nach Belieben variieren.

Zutaten

1 Packung Fertig-Blätterteig (25 cm x 40 cm)
100 g Frischkäse 
1 rote Zwiebel
Salami    
Leberkäse als Aufschnitt geschnitten
1 Ei
Käse zum Überbacken
Kräuter nach Belieben

Zubereitung
  • Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Das Ei trennen. Das Eigelb mit einer Gabel verquirlen.
  • Die Zwiebel abpellen und in kleine Würfel schneiden und die frischen Kräuter abspülen und fein hacken.
  • Den Frischkäse mit den gehackten Kräutern und Zwiebelwürfeln vermischen.
  • Den Blätterteig auf einem Bogen Backpapier ausrollen und mit dem Pizzaroller in 15 kleine Rechtecke schneiden.
  • In der Mitte von den Rechtecken eine kleine Portion Frischkäse verstreichen. Dann
  • aufgerollte Salami- und Leberkäsescheiben darauflegen. Zwei gegenüberliegende Ecken mit etwas Eiweiß bestreichen und dann übereinander klappen.
  • Die Schiffchen auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. Erst mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und anschließend mit frisch geriebenem Käse bestreuen.
  • Im vorgeheizten Backofen für etwa 20 Minuten goldbraun backen.


knusprig und lecker

Sonntag, 26. April 2026

Bruschette al Pomodoro

Eine klassische Vorspeise aus der italienischen Küche sind Bruschette. Bei der einfachsten Art der Zubereitung wird frisch geröstetes italienisches Landbrot noch warm mit einer durchgeschnittenen Knoblauchzehe eingerieben, mit etwas Olivenöl beträufelt und nach Belieben mit Salz und Pfeffer bestreut. Es gibt verschiedene Zubereitungsarten. Am geläufigsten ist Bruschetta al Pomodoro mit kleinen Tomatenwürfeln. Weil die Zubereitung des Belags sehr ähnlich ist, bietet sich die Gelegenheit, meine selbstgemachte Salsa Pico de Gallo zu probieren. Als Grundlage kommen ein paar Scheiben Ciabatta zum Einsatz.

Zutaten
Ciabatta oder Italienisches Landbrot (Pane Pugliese)
Pico de Gallo
Olivenöl

Zubereitung
  • Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und ein Backofengitter mit Backpapier auslegen.
  • Das Brot in fingerdicke Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Scheiben auf dem Gitter verteilen und im mittleren Einschub bei 200 °C für etwa 5 Minuten anrösten.
  • Die gerösteten Scheiben aus dem Ofen nehmen und die Pico de Gallo darauf verteilen.

Bruschette mexican Style - keiner hat's gemarkt

Dienstag, 21. April 2026

Pico de Gallo

Pico de Gallo ist eine mexikanische Salsa, die gerne als Beilage zu Burritos, Tacos oder Tortilla-Chips serviert wird. Ich habe es auch schon einmal meinen Gästen als Bruschetta auf einer Scheibe geröstetem italienischem Landbrot untergejublet. Und es hat ihnen geschmeckt.
Als Alternative zur Chilischote habe ich drei eingelegte Peperoni kleingeschnitten und unter die Salsa gemischt. 

Zutaten
4 reife Tomaten
1 grüne Chilischote (eingelegte Peperoni)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Limette
5 Zweige frischer Koriander
1 EL Olivenöl
1 Prise frisch gestoßener bunter Pfeffer
1 Prise Meersalz

Zubereitung

  • Die Tomaten sowie die Chilischote abspülen, abtrocknen, den Strunk entfernen und in kleine Würfel schneiden. 
  • Die Zwiebel und die Knoblauchzehe abpellen und fein würfeln.
  • Die Limette heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Den Koriander abspülen, trocken tupfen, die Blätter abzupfen und grob hacken.
  • Den Saft der Limette mit dem Olivenöl in einer Schüssel verrühren.
  • Anschließend die zerkleinerten Zutaten untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren eine Viertelstunde durchziehen lassen.

Mittwoch, 15. April 2026

Pfefferminz-Baisers

Dumm gelaufen! Wer regelmäßig Eischnee schlägt, sollte wissen, dass die Rührschüssel und der Schneebesen unbedingt fettfrei sein sollten. Daher ist es keine gute Idee, wenn man zur Herstellung von Mint-Baisers Minzöl verwenden möchte. Schon nachdem ich nur einen Tropfen in den Eischnee gegeben hatte fiel er in sich zusammen. Erst dann besann ich mich auf die Regel. Pech gehabt, der erste Versuch ging daneben. Nun sind wieder zwei Eiweiße im Kühlschrank, die von einem anderen Backvorhaben übrig  geblieben sind. Beim zweiten Anlauf habe ich dann Pfefferminzdragees im Blitzhacker fein zerstoßen und das Pulver anschließend unter den Eischnee gerührt. Zusätzlich verpasste ich den fertigen Baisers noch ein Fußbad aus Zartbitterkuvertüre.

Zutaten
6 Pfefferminzdragees
2 Eiweiß (Größe L)
1 Prise Salz
120 g Puderzucker 
100 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

  • Die Pfefferminzdragees in einem Blitzhacker zu feinem Pulver zerkleinern.
  • Ein Backblech mit einem Bogen Backpapier auslegen. 
  • Das Eiweiß in einer sauberen und fettfreien Schüssel mit einer Prise Salz steif schlagen. Nach und nach den Puderzucker und das Pfefferminzpulver einrieseln lassen und so lange rühren, bis sich alles vollständig aufgelöst hat. 
  • Den Eischnee in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf dem vorbereiteten Backblech kleine Tupfen setzen.
  • Die Baisers im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens bei 90 °C Ober- und Unterhitze für etwa zwei Stunden trocknen lassen. Wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen lassen, sind sie fertig.
  • In der Zwischenzeit die Kuvertüre in Stücke brechen und über einem Wasserbad schmelzen.
  • Die fertigen Baisers in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

fehlt nur noch ein Fußbad aus Schokolade

fertig sind die Baisers mit einer feinen Minznote

Donnerstag, 9. April 2026

Warenkunde - Mangostane

Eigentlich stelle ich an dieser Stelle nur Beiträge über Rezepte ein, die ich selbst zubereitet habe. Aber neulich beim Einkauf in unserem Supermarkt stutzte ich, blieb eine Weile stehen und googelte erst einmal auf meinem Smartphone nach dem Ding, das meine Aufmerksamkeit erregte. Ich fand es in der Obst- und Gemüseabteilung. Es erinnerte entfernt an eine große Kastanie, hatte aber oben einen Stielansatz mit kleinen fleischigen Blättern. Einen Augenblick später hatte ich über die Bildersuche ein Ergebnis vorliegen, das mit der angebotenen Frucht übereinstimmte. Es handelte sich um eine Mangostane oder auch Mangostan. Da ich meiner Neugier nicht widerstehen konnte, wanderte eine Frucht in meinen Einkaufskorb. Zu Hause landete sie erst einmal in unserem Obstkorb. Nachdem ich mich im Netz schlau gelesen hatte, machte ich mich ein paar Tage später daran, die Mangostane zu öffnen. Die dicke Schale musste ich mit einem scharfen Messer zunächst am Äquator vorsichtig einschneiden. Ein Messer mit feinen Sägezähnen wäre bei der harten Schale besser geeignet gewesen. Im weißen, weichen Fruchtfleisch befand sich noch ein Kern. Es schmeckte leicht säuerlich süß, ohne eine besondere eigene Geschmacksnote zu besitzen. Gut, ich habe es probiert, aber weitere Mangostane brauche ich nicht. Ich freue mich schon auf die ersten Erdbeeren aus der Region, die schmecken deutlich besser. Obwohl sie zu den Nüssen zählen, kann man sie direkt vernaschen, ohne eine Schale zu knacken.

Erst einmal in den Obstkorb.

Harte Schale, weiches Fruchtfleisch und mäßiger Genuss.

Montag, 6. April 2026

Osternester

Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Ostergebäck aus Hefeteig geben. Diesmal gibt es keine Rolls oder Zöpfe, sondern kleine Kränze mit einem Loch für ein buntes Osterei. Dafür flechte ich zwei gefüllte Stränge zunächst zu einem Zopf und forme diesen anschließend zu einem kleinen Ring. Bei der Füllung verwende ich drei unterschiedliche Varianten: Eine mit Lemon Curd, eine mit Nuss-Nougat-Creme und eine ohne Füllung. Es haben sich Familienmitglieder gemeldet, die einfach nur einen simplen Osterkranz haben wollen.

Zutaten für den Teig
375 g Weizenmehl Type 550
180 ml lauwarme Milch
30 g frische Hefe
4 TL Vanillezucker
65 g Zucker
1 Prise Salz
65 g weiche Butter
1 Ei Größe L

Zutaten für die Füllung

  1. Zitronenfüllung:
      150 g Lemon Curd

  2. Schokofüllung:
      150 g Nuss-Nougat-Creme

Zutaten für den Belag
1 Eigelb
2 EL Milch
100 g gehobelte Mandeln

Zubereitung
  • Die Hefe mit dem Vanillezucker in einem Teil der Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hineingießen. Mit etwas Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren und mit weiterem Mehl bedecken. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten ruhen lassen, bis sich Risse in der Mehlabdeckung zeigen.
  • Nun die restliche Milch, das Ei, die Butter, eine Prise Salz und den restlichen Zucker zu einem geschmeidigen Teig kneten, bis er beginnt, sich vom Schüsselrand zu lösen. Für weitere 60 Minuten den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Alle 20 Minuten den Teig kurz zusammenfalten.
  • Den Teig in sechs Portionen aufteilen. Jeden Teigling zunächst kurz rundwirken und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat mit 27 cm Kantenlänge ausrollen. Die gewünschte Füllung auf der ausgerollten Fläche auftragen. Dabei in der Mitte einen zwei Zentimeter breiten Streifen frei lassen. Nun das Quadrat mit einem Pizzaroller in der Mitte einschneiden. Darauf achten, dass ein kleiner Steg an einem Ende stehen bleibt. Den Teig mit der Füllung zur Mitte einrollen, sodass zwei Stränge entstehen, die dann miteinander verdreht und anschließend zu einem Kranz geformt werden. Mit jedem Teigling ebenso verfahren. Die fertigen Kränze mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen. Das Eigelb mit der Milch verquirlen, die Kränze damit bestreichen und die gehobelten Mandeln darüber verstreuen. Gut abgedeckt nochmals zwanzig Minuten ruhen lassen.
  • Nach der letzten Ruhezeit werden die Osternester bei 170 °C Umluft für etwa 20 Minuten im Ofen goldbraun gebacken. Nach einer erfolgreichen Garprobe mit einem Holzstäbchen, wenn keine Teigreste mehr daran haften,  können sie herausgenommen werden.


Frohe Ostern