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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Ananasmarmelade

Als im nahen Nachbarstadtteil ein neuer Supermarkt eröffnete, besuchte ich ihn, um ihn zu begutachten. Also bummelte ich ohne Kaufabsicht durch die Gänge. Als ich jedoch durch die Obst- und Gemüseabteilung schritt, lachte mich eine frische Ananas an. Sie bestand meinen Schnuppertest und wanderte in meinen Einkaufskorb. Einige Tage später schälte und zerschnitt ich die Frucht. Einen Teil davon behielt ich zurück, um ihn am Abend zu vernaschen. Aus den restlichen Fruchtstücken kochte ich mir ein Glas Marmelade ein. Um die richtige Füllmenge für ein Marmeladenglas zu ermitteln, füllte ich das Glas mit den rohen Fruchtstücken und wog die Menge danach ab.

Zutaten
390 g frische Ananasstücke
130 g Gelierzucker 1:3
1 Vanilleschote
frischgepressten Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung

  • Das Marmeladenglas auswaschen und in kochendem Wasser sterilisieren.
  • Die Ananas schälen, in kleine Stücke schneiden und mit einem Schnellmixstab grob zerkleinern.
  • Die Vanilleschote der Länge nach einritzen und das Mark ausschaben.
  • Den Ananasbrei zusammen mit der Schote und dem Mark der Vanille in einen Topf aufkochen und etwa fünf Minuten köcheln lassen.
  • Anschließend die Schote herausfischen und den Gelierzucker unterrühren. Den Sud nach Verpackungsangaben fünf weitere Minuten aufkochen. 
  • Mit Zitronensaft abschmecken und nach erfolgreicher Gelierprobe in das vorbereitete Marmeladenglas füllen. Den Rand des Glases reinigen und mit dem Deckel verschließen.
  • Das Glas zum Abkühlen über Kopf stellen. 

Für die dunkle Jahreszeit habe ich in unserem
Keller etwas Sonne in Gläsern vorrätig.

Freitag, 28. August 2026

Brombeergelee

Bisher tat ich mich immer schwer, wenn es beim Einkochen von Marmelade abzuschätzen, wie viele Gläser ich benötigen würde. Wenn ich zu einem Liter Saft 500 Gramm Gelierzucker (2:1) gebe, erhöht sich das Volumen dann auf 1,5 Liter? Nein, da der Zucker in der Flüssigkeit gelöst wird, lassen sich die Massen nicht einfach addieren. Wenn man in einem Liter Wasser 500 Gramm Zucker auflöst, vergrößert sich das Volumen, nach Angaben aus dem Internet, um 315 ml. Wie verhält es sich dann bei Säften oder Früchten zum Einkochen von Konfitüre? Gilt dort der gleiche Faktor? Bei dem anstehenden Projekt für ein Brombeergelee werde ich es einmal nachprüfen können.


Die Beeren am Bahndamm sind reif.

Reiche Ernte.

Hinter dem Bahndamm der U-Bahnlinie U3, nur wenige Meter von unserer Haustür, fließt die Seebek durch einen Grünstreifen. Dort wuchern in dieser Jahreszeit dichte Brombeerhecken. Beim Spaziergang wandert ab und zu eine Brombeere in den Mund. Kurz entschlossen begebe ich mich wieder nach Hause und kehre mit einem kleinen Spielzeugeimer zurück. Allzu groß ist meine Ausbeute dann doch nicht, aber für ein bis zwei Gläser Gelee könnte es reichen. Abgeschmeckt wird dieser Brotaufstrich später mit einer Prise frisch geriebener Tonkabohne.

Zutaten
1 Tonkabohne
600 g Brombeeren ergab 400 ml Saft
200 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung
Die Marmeladengläser und Deckel im kochenden Wasser sterilisieren. Eine Messerspize Zitronensäure verhindert nicht nur, dass sich Kalk an den Gläsern absetzt, sondern unterstützt auch die Sterilisation.

Zubereitung
Die Brombeeren abspülen und abtropfen lassen. Anschließend in einem Topf mit einem Esslöffel Wasser bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren aufkochen. Dann die Beeren durch ein Sieb passieren. Den Saft erneut aufkochen, den Gelierzucker unterrühren und mit einer Prise frisch geriebener Tonkabohne abschmecken. Den Sud sechs Minuten lang köcheln lassen. Nach erfolgreicher Gelierprobe das Gelee in die sterilisierten Gläser füllen, den Rand bei Bedarf gründlich reinigen und mit den Deckeln verschließen. Zum Abkühlen die Gläser über Kopf abstellen.


Noch einfacher geht's mit fertigem Brombeersaft aus der Flasche.

Fazit: Die oben erwähnte Theorie lässt sich offenbar nicht 1:1 auf Säfte anwenden. Aus 600 g gepflückten Brombeeren erhielt ich 400 ml Saft. Mit den dazu benötigten 200 g Gelierzucker ergab sich eine Füllmenge für zwei Gläser mit einem Gesamtvolumen von etwa 430 ml. Vermutlich wird das Volumen durch das Einkochen verringert.

Mittwoch, 27. August 2025

Blaubeermarmelade

Auf dem Wochenmarkt überfällt mich die Torschlusspanik. Bevor die Blaubeersaison zu Ende ist, kaufe ich mir eine Schale, um Marmelade einzukochen. Vielleicht ist das meine letzte Möglichkeit in diesem Jahr. Bei den Zitronen muss ich mir keine Sorgen machen, die gibt es das ganze Jahr über, und Gelierzucker habe ich noch im Vorratsschrank. Dann kann es ans "Eingemachte" gehen.

Zutaten
1 Bio-Zitrone
500 g Blaubeeren
250 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung

Die Marmeladengläser und Deckel im kochenden Wasser sterilisieren. Eine Messerspize Zitronensäure verhindert nicht nur, dass sich Kalk an den Gläsern absetzt, sondern unterstützt auch die Sterilisation.

Zubereitung
Die Zitrone gründlich abspülen und abtrocknen. Dann die Schale abreiben und den Saft auspressen.
Die Blaubeeren abspülen und abtropfen lassen. Anschließend in einem Topf mit einem Esslöffel Zitronensaft und dem Abrieb bei mittlerer Hitze unter gelegentlichen Umrühren aufkochen. Dann die Beeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und den Gelierzucker unterrühren. Die Masse sechs Minuten lang köcheln lassen. Nach erfolgreicher Gelierprobe die Marmelade in die sterilisierten Gläser füllen, den Rand bei Bedarf gründlich reinigen und mit den Deckeln verschließen. Zum Abkühlen die Gläser über Kopf abstellen.


Dienstag, 22. Juli 2025

Nektarinen-Grapefruit-Marmelade

In der Obstabteilung unseres Supermarkts wurden Nektarinen angeboten. Normalerweise handelt es sich dabei um feste, unreife Früchte. Doch diese waren bereits reif und etwas weich. Genau so, wie ich sie mag. Ich suchte mir drei Früchte aus, um daraus Marmelade zu kochen. Eine Grapefruit kam ebenfalls in den Einkaufskorb – sie sollte für eine besondere Geschmacksnote sorgen.

Zutaten 

1 Zitrone
1 Grapefruit
3 Nektarinen
250 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung

Die Marmeladengläser und Deckel im kochenden Wasser sterilisieren. Ein Teelöffel Zitronensäure verhindert nicht nur, dass sich Kalk an den Gläsern ansetzt, sondern unterstützt auch die Sterilisation.

Zubereitung

Den Saft der Grapefruit auspressen. Die Nektarinen mit einem scharfen Messer kreuzweise leicht einritzen, in kochendem Wasser kurz blanchieren und anschließend die Haut abziehen. Nun die Nektarinen vierteln und die Kerne entfernen. Die Stücke mit dem Grapefruitsaft auf 500 g auffüllen und in einem Topf mit einem Stabmixer grob zerkleinern. Das Fruchtmus erhitzen und den Gelierzucker unterrühren. Mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Einmal kurz aufkochen und bei reduzierter Hitze etwa sechs Minuten köcheln lassen. Nach erfolgreicher Gelierprobe in die vorbereiteten Gläser füllen. Vor dem Verschließen den Glasrand gründlich mit Küchenkrepp reinigen und die Gläser zum Abkühlen über Kopf stellen.


erste Geschmacksprobe bestanden

Samstag, 7. Juni 2025

Rhabarbergelee

Für eines meiner nächsten Projekte benötige ich Rhabarbergelee, um die Biskuitböden zu "versiegeln". Es lässt sich im Handumdrehen auf dem eigenen Herd mit Rhabarbersaft und Gelierzucker zubereiten. Wegen der zahlreichen Arbeitsschritte ziehe ich das Einkochen des Gelees vor.

Zutaten
400 ml Rhabarbersaft
200 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

Den Saft mit dem Gelierzucker in einem Topf kurz aufkochen und anschließend bei reduzierter Hitze fünf Minuten weiterköcheln lassen. Nach einer erfolgreichen Gelierprobe kann das Gelee in sterilisierte Gläser gefüllt werden. Mit den Deckeln gut verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Jetzt muss es abkühlen und vollständig durchgelieren.


Dienstag, 11. Februar 2025

Punsch-Gelees

Die Idee von Katharina für ein Gløgg-Gelee fand ich genial. Und habe sie gleich adaptiert. Daraus sind ein Apfel- sowie ein Orangen-Gelee entstanden, die mit der winterlichen Glühwein-Gewürzmischung angerührt wurden. Ich konnte auch nicht widerstehen ein Glas nach dem Originalrezept einzukochen. So sind drei Gläser mit verschiedenen Winter-Gelees dabei heraus gekommen. Der Gelierzucker wird dazu in drei gleiche Teile geteilt. Dann brauche ich noch 300 ml roten Trauben- sowie die gleiche Menge trüben Apfelsaft. Beim Orangensaft mache ich mir die Mühe ihn frisch zu pressen. Zum Einkochen von Orangensaft haben sich in der Praxis Saftapfelsinen bewährt. Bei Orangen, die man gerne zum Essen verwendet, wurde der Saft beim Erhitzen leicht bitter.

Zutaten für das Orangengelee
3-4 Saft-Orangen für 300 ml Saft
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Sternanis
1 MSP Zitronenabrieb
166 g Gelierzucker 2:1

Zutaten für das Apfelgelee

300 ml trüben Apfelsaft
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Sternanis
1 MSP Zitronenabrieb
166 g Gelierzucker 2:1

Zutaten für das Gløgg-Gelee
300 ml roten Traubensaft
1 Zimtstange
3 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Sternanis
1 MSP Zitronenabrieb
166 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung
Die Gläser für das Gelee im kochenden Wasser sterilisieren. Den Orangensaft auspressen und alle Zutaten abmessen und bereitstellen.

Zubereitung
Den Saft mit den Gewürzen in einem Topf zum Kochen bringen und bei reduzierter Temperatur noch gut fünf Minuten simmern lassen. Dann den Sud durch ein Sieb gießen, den aufgefangenen Saft im Topf mit dem Gelierzucker noch einmal Aufkochen und nach der Packungsangabe weiter köcheln lassen. Bei Bedarf mit Zucker oder einen Spritzer Zitronensaft abschmecken. Nach erfolgreicher Gelierprobe, wenn etwas vom Sud auf einer kalten Untertasse zu gelieren beginnt, kann er in die vorbereiteten Gläser gefüllt werden. Die Gläser gut verschließen und kopfüber zum Abkühlen an die Seite Stellen.
Mit den anderen Säften auf gleiche Weise verfahren.


Dreierlei Winter-Punsch-Gelee

Sonntag, 15. Dezember 2024

Lemon Curd

Aufgrund der verwendeten Zitrusfrüchte hätte ich die Herkunft dieser Creme in Italien vermutet. Doch ihr Name weist auf den angloamerikanischen Sprachraum hin. Und so ist es auch. Lemon Curd ist in Großbritannien ein beliebter Brotaufstrich. Die samtige Zitronencreme eignet sich jedoch nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als raffinierte Füllung für Kekse und Kuchen. Da ich eine ausgesprochene Schwäche für diese Zitrusfrucht habe, war es für mich selbstverständlich, ein paar Gläser dieser spritzigen Köstlichkeit zuzubereiten.

Zutaten
3 Bio-Zitronen
3 Eier Größe M
100 g Zucker
20 g Vanillezucker
100 g kalte Butter

Zubereitung
  • Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die kalte Butter in Würfel schneiden.
  • Den Saft und den Abrieb der Zitrone in einem Topf unter Rühren aufkochen.
  • Die Eier mit dem Zucker cremig schlagen und sie in kleinen Portionen unter den Sud rühren. Unter ständigen Rühren bei mittlerer Temperatur die Masse zwei Minuten simmern lassen und sie dann durch ein feines Sieb passieren.
  • Die Masse wieder zurück in den Topf geben und bei reduzierter Hitze nach und nach die Butterwürfel unterrühren und etwa fünf Minuten einkochen bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.
  • Abschließend die Lemon Curd in sterilisierte Gläser füllen und verschließen.

nun man Butter bei die Zitrone

dann geht's durch ein Sieb


mal keine Kekse zum 3. Advent

Update 19.11.2025:
Weil die Lemon Curd in der Familie so beliebt ist, steht sie wieder auf meiner To-do-Liste. Allerdings hatten wir nur Eier der Größe L im Kühlschrank. Darum musste ich die Zutaten neu berechnen. Das Ergebnis:

3 große Bio-Zitronen (220 ml Saft und 12 g Abrieb)
3 Eier Größe L
120 g Zucker
24 g Vanillezucker
120 g kalte Butter 

Bei der Zubereitung hat sich nichts geändert. Das Ergebnis füllte vier Schraubgläser mit insgesamt 740 ml Inhalt.

Sonntag, 24. November 2024

Apfelmarmelade mit Ingwer, Limette und Zitrone

Auf der Streuobstwiese in unserer Siedlung liegen auch in diesem Jahr wieder Äpfel auf dem Rasen. Leider sitzen die Bäume in diesem Jahr nicht so voll wie im Letzten. Auch bei unserem Nachbarn fällt die Ernte geringer aus. Eine Handvoll habe ich mir auf der Streuobstwiese zusammen gesammelt. Es sind nicht viele. Für einen Apfelkuchen vom Blech reicht es nicht. Allenfalls für ein paar Gläser Kompott oder Marmelade. Mir schwebte schon seit dem Frühjahr für eine Apfelmarmelade mit Ingwer und Zitrone im Kopf herum. Für einen ersten Versuch die richtige Menge.

Zutaten
1 kg Äpfel geschält und entkernt
1 Bio Zitrone
1 Bio Limette
250 g Gelierzucker
Ingwer

Zubereitung
  • Die Zitrone und die Limette heiß abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Ingwerwurzel schälen und reiben.
  • Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Apfelstücke mit dem Saft und dem Abrieb von der Limette und der Zitrone in einen Topf, unter gelegentlichen Rühren, köcheln lassen bis die Äpfel zerkocht sind.
  • Nun den Gelierzucker zugeben. Mit dem Zitronensaft und dem Ingwerabrieb abschmecken. Nach Packungsangaben das Apfelkompott etwa 5 Minuten köcheln lassen. Abschließend wird es in die vorher sterilisierten (!) Gläser gefüllt. Deckel drauf fertig.

reichte doch für drei volle Gläser

Dienstag, 27. August 2024

Aprikosenmarmelade

Besonders begeistert hat mich meine Pfirsichmarmelade nicht. Die Früchte waren noch nicht ganz reif. Überrascht war ich über das Angebot von unserem Markstand aus dem Alten Land. Aprikosen aus eigener Ernte?! Misstrauisch kostete ich angebotenes Stück und war sehr angetan von dem Aroma. Sie schmeckten sehr lecker. So erstand einen ausreichenden Vorrat für einen geplanten Streuselkuchen und für eine Marmelade.

Zutaten
1 Bio-Limette
2 TL Zitronensaft
2 TL Vanillezucker
500 g Aprikosen (geschält und entkernt)
250 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung
Die Gläser mit den Deckeln im kochenden Wasser sterilisieren. Ein Teelöffel Zitronensäure verhindert, dass sich Kalk an den Gläsern ansetzt und unterstützt zudem die Sterilisation.

Zubereitung
  • Die Limette heiß abspülen und abtrocknen. Die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Aprikosen abspülen, abtrocknen und halbieren. Die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden.
  • Die Fruchtstücke mit dem Gelierzucker und dem Abrieb sowie dem Sat der Limette in einem Topf aufkochen. Mit etwas Zitronensaft und Vanillezucker abschmecken. Für weiteren sechs Minuten köcheln lassen.
  • Nach erfolgreicher Gelierprobe kann der Topf vom Herd genommen werden.
  • Mit einem Schnellmixstab kurz die Masse grob pürieren bevor es in die Gläser gefüllt wird. Noch schnell die Glasränder gründlich mit einem Küchenkrepp reinigen, zügig die Deckel draufschrauben und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Aprikosenmarmelade aus dem Alten Land

Freitag, 16. August 2024

Pfirsichmarmelade

Nachdem meine Beerenmarmeladen eingekocht sind, ist immer noch Gelierzucker übrig. Das reicht für zwei Gläser Pfirsichmarmelade. Weil die Weinbergpfirsiche noch etwas intensiver im Geschmack sind, kommen sie auf meine Zutatenliste. Eine Zitrone und eine Vanilleschote gesellen sich ebenfalls dazu.

Zutaten
1 Bio-Zitrone
1 Vanilleschote
500 g Pfirsiche (geschält und entkernt)
250 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung
Die Gläser mit den Deckeln im kochenden Wasser sterilisieren. Ein Teelöffel Zitronensäure verhindert, dass sich Kalk an den Gläsern ansetzt und unterstützt zudem die Sterilisation.

Zubereitung
Die Vanilleschote der Länge nach einritzen und das Mark ausschaben. Den Saft der Zitrone auspressen. Die Pfirsiche mit einem scharfen Messer kreuzweise leicht einritzen, im kochendem Wasser kurz blanchieren und anschließend die Haut abziehen. Nun werden sie geviertelt und der Kern entfernt. In kleine Stücke geschnitten werden sie mit dem Gelierzucker in einen Topf gegeben. Ebenso die ausgekratzte Vanilleschote mit dem Mark. Nun wird das Ganze für etwa sechs Minuten unter ständigen Rühren gekocht und mit Zitronensaft abgeschmeckt. Nach erfolgreicher Gelierprobe kann der Topf vom Herd genommen und die Vanilleschote herausgefischt werden. Mit einem Schnellmixstab kurz die Masse grob pürieren bevor es in die Gläser gefüllt wird. Noch schnell die Glasränder gründlich mit einem Küchenkrepp reinigen, zügig die Deckel draufschrauben und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.


Das Ergebnis wurde umgehend verkostet

Samstag, 6. Juli 2024

Marmellata di Limoni

Wenn die ersten Beeren reif sind, ist auch die Zeit reif Marmelade einzukochen. Doch bevor es mit den Beeren ans Eingemachte geht, will ich mich an einer Zitrusfrucht versuchen. Schon seit den letzten Jahren gehört das Orangengelee zum festen Bestandteil meiner Fruchtaufstriche. Warum es dann nicht mit den Verwandten Zitronen versuchen. Dazu braucht es dann etwas mehr Zucker als gewöhnlich, um die Marmelade genießbar zu machen. Je nach Säuregehalt der Früchte kann es unterschiedlich sein. Daher habe ich mich im Lauf der Zubereitung langsam an den ausgewogenen Geschmack herangetastet. Basis waren 250 g Gelierzucker (2:1), der mit 80 g normalen Zucker ergänzt und mit zwei Teelöffel Vanillezucker abgerundet wurde.

Zutaten
4-5 Bio Zitronen für etwa 750 g Fruchtfleisch
120 ml Wasser
250 g Gelierzucker 2:1
80 g Zucker
20 g Vanillezucker

Zubereitung
Die Zitronen gründlich unter heißem Wasser abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Dann gründlich die weiße Schale mit einem scharfen Messer abschälen und die Früchte filetieren. Das Fruchtfleisch ohne Kerne mit dem Abrieb in einen Topf geben,  mit Wasser begießen, so dass Alles gerade bedeckt ist. Den Topf mit einem Deckel verschließen und für 24 Stunden ziehen lassen.
Am nächsten Tag wird der Sud im Topf für 5 Minuten aufgekocht. Den Vanille- und Gelierzucker im Sud auflösen und mit dem Zucker abschmecken. Das Ganze noch einmal etwa 6 Minuten aufkochen. Nach erfolgreicher Gelierprobe*, kann die Marmelade in die zuvor ausgekochten Gläser gefüllt werden. Den Rand gründlich säubern, den Deckel fest verschließen, über Kopf stellen und abkühlen lassen abkühlen lassen.

Der erste Versuch reicht für zwei Gläser Marmelade

*) Gelierprobe: einen Esslöffel vom Sud auf einen Teller geben und beobachten, ob der Geliervorgang zügig einsetzt. Bei Bedarf die Kochzeit bis maximal acht Minuten verlängern.


Mittwoch, 11. Oktober 2023

Apfelgelee

Meine Oma hatte einen und auch meine Schwiegermutter besaß einen Entsafter. In unserem Haushalt sehen wir keine Verwendung dafür. Als die Schwiegermutter noch lebte, haben wir ihn ausgeliehen, um selbstgepflückte Fliederbeeren (Holunderbeeren) zu entsaften. Später haben wir es aufgegeben und haben lieber fertige Säfte aus dem Supermarkt gekauft. Zur aktuellen Apfelsaison bereue ich manchmal, den Entsafter nicht übernommen zu haben, um einmal selber Apfelgelee einzukochen. Alternativ könnte man die Äpfel klein schneiden in einem Topf garen und anschließend in ein Geschirrtuch geben, das man dann vorsichtig auswringt. Aus Bequemlichkeit entschied ich mich für die einfachste Variante und kaufte mir fertigen Saft von unserem Apfelhändler aus dem Alten Land.

Zutaten

1 l Apfelsaft
500 g Gelierzucker 2:1
2 Stangen Zimt
1 Sternanis
4 Gewürznelken
1 Bio-Zitrone

Zubereitung

Die Zitrone abspülen, abtrocknen, die Schale dünn abschälen und den Saft auspressen. Den Apfelsaft mit der Zitronenschalen und den Gewürzen in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Damit sich die Gewürze nachher besser herausfischen lassen, fülle ich sie in eine Teefiltertüte. Wenn die Aromen ausreichend gezogen sind, entferne ich die Schale und die Gewürze und gebe den Gelierzucker in den Topf. Dann schmecke ich den Sud noch mit Zitronensaft ab und lasse alles fünf Minuten, nach Packungsangabe, aufkochen. Abschließend wird das Gelee in die vorher sterilisierten (!) Gläser gefüllt. Deckel drauf fertig.

Apfelgelee mit minimalem Arbeitsaufwand

Samstag, 23. Juli 2022

Erdbeermarmelade

Marmelade oder Konfitüre. Da bin ich mir bei meinem Rezept nicht sicher. Aber es ist mir auch nicht wichtig. Wichtig war mir, eine Marmelade zu kochen, die nicht einfach aus Erdbeeren besteht, sondern geschmacklich noch etwas aufgepeppt wird. Vanille, Zitrone oder Limette? Ich entschied mich wegen der aktuell sommerlichen Temperaturen für eine frische Note mit der Limette. Ob nur ein Spritzer Saft oder auch eine Spur Abrieb mit eingerührt werden sollte, wollte ich erst beim Abschmecken entscheiden. Ich entschied mich gegen den Einsatz eines Pürierstabs und habe die Früchte mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrückt.

laut Packung vom Zuckers habe ich eine Konfitüre gekocht

Zutaten
1 kg Erdbeeren
1 naturbelassene Limette
500 g Gelierzucker 2:1

Vorbereitung

Alle Gläser inklusive der Deckel gründlich im kochenden Wasser sterilisieren.

nun ab damit auf den Herd

Zubereitung
  • Die Erdbeeren gut abspülen, den Stielansatz entfernen und halbieren, große Früchte vierteln.
  • Die Limette mit heißem Wasser abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Erdbeeren mit dem Zucker vermengen und für etwa 30 Minuten einziehen lassen.
  • Dann unter vorsichtigem Rühren zum Kochen bringen und mit dem Saft und dem Abrieb Abschmecken. Kurz vor Ende der Garzeit die Früchte mit dem Kartoffelstampfer grob zerdrücken.
  • Nachdem Alles drei Minuten geköchelt hat, die Marmelade in die noch heißen Gläser füllen. Bevor der Deckel aufgeschraubt wird muss der Rand gründlich gereinigt werden.
  • Wenn das Glas fest verschlossen ist, wird es zum Abkühlen auf den Kopf gestellt.

Auf 1 kg Erdbeeren kamen der Saft und der Abrieb der ganzen Limette

Update Juni 2025.
Just for the records: Auf 1.300 g geputzte Erdbeeren, kamen 650 g Gelierzucker 2:1, der Abrieb von zwei Limetten und zwei EL Saft. Damit konnte ich vier Gläser mit je 330 ml Volumen randvoll füllen und hatte noch etwa 90 g  übrig, den ich in eine Kompottschale füllte.


Mittwoch, 21. Juli 2021

Felsenbirnengelee

Weil die aktuelle Coronalage es zulässt, dass Personen aus mehreren Familien sich treffen dürfen, erhalten wir auch wieder regelmäßig Besuch von den Enkelzwergen. Um sie zu beschäftigen, wandern wir nach und nach die Spielplätze der näheren Umgebung ab. Sie sausen dann mit ihren Kickboards oder Laufrädern voraus und Oma und Opa hecheln hinterher. Bei einem der Plätze fand sich ein Strauch mit roten Beeren. Als besorgter Großvater habe ich mich im Netz schlaugelesen, was es für Beeren waren. Beruhigt konnte ich nachlesen, dass es sich um Felsenbirnen handelt. Die sind genießbar und standen auch kurz vor der Reife. Sicherheitshalber probierte ich ein paar wenige. Als auch nach ein paar Tagen keine Beschwerden auftraten schnappte ich mir einen kleinen Eimer und schritt zur Ernte. Die Ausbeute ergab etwa 400 g. Nach dem Verlesen, Abspülen und Auskochen erhielt ich 220 ml Saft. Es reichte gerade für ein Glas.

was wächst da an dem Strauch?

Zutaten
400 g Felsenbirnen
100 ml Wasser
75 g Gelierzucker 3:1
3 TL Vanillezucker
Zitronensaft zum Abschmecken

Die Felsenbirnen sind zum Verzehr geeignet

Zubereitung
  • Die Felsenbirnen verlesen, Stielansätze wenn vorhanden entfernen und abspülen.
  • Mit dem Wasser etwa 10 Minuten aufkochen.
  • Die Beeren durch ein Sieb passieren, den Saft auffangen und wieder in einen Topfgeben.
  • Mit dem Vanille- und dem Gelierzucker nach Packungsangabe aufkochen und mit Zitronensaft abschmecken.
  • Den Sud in sterilisierte Gläser füllen, umgehend verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

die Ausbeute reichte für ein Glas Gelee

Fazit: von der "exotischen" Frucht hätte ich mir mehr versprochen. Um etwas mehr Geschmack hinein zu bekommen müsste man das Gelee mit zusätzlichen Aromen (Orangen- oder Mandellikör bzw. Vanille) verfeinern, oder mit anderen Früchten kombinieren.

Dienstag, 8. August 2017

Schattmorellenmarmelade

Nun habe ich auch das Thema Marmelade endlich einmal angegangen. Bisher hatte ich keinen besonderen Ehrgeiz mich daran zu versuchen, weil ich mit dem Angebot von "Fruchtaufstrichen" aus dem Supermarkt zufrieden bin. Wer, wie meine Oma, einen eigenen Garten hat in dem viel Obst anfällt, hat sicher mehr Gründe. Es sei denn man möchte ein wenig Abwechslung zum Angebot aus dem Supermarkt.

Mit dem Rezeptvorschlag von der Zuckertüte war es dann ein Leichtes meine erste selbstgemachte Marmelade zu kochen. Etwas mühselig war lediglich das entkernen der Schattmorellen, für die ich mich entschieden hatte, mit dem selbstgebastelten Kirschentkerner. Der Rest der Arbeit ging dann flott von der Hand. Als persönliche Note schmeckte ich den Sud vor dem Kochen noch mit einem Schuss Amaretto und einen Spritzer Zitronensaft ab.

Zutaten
500 g Gelierzucker 2:1
1 kg entkernte Schattmorellen
40 ml Amaretto
einen spritzer Zitronensaft


Zubereitung
Kirschen waschen, abtropfen, Stiele entfernen und entkernen. Gelierzucker untermischen und mit Amaretto und  bei Bedarf mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Den Sud in einem Topf unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Mindestens vier Minuten weiter köcheln lassen. Das Rühren dabei nicht vergessen. Nach erfolgreicher Gelierprobe* den Sud randvoll in heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort mit den ebenfalls sterilisierten Deckeln verschließen.

Kirschen waschen, entstielen und entkernen
Gelierzucker untermischen und mit Amaretto und einem Spritzer Zitronen abschmecken
unter ständigem Rühren zu Kochen bringen und mindestens 4 Minuten köcheln lassen
nach erfolgreicher Gelierprobe* in die vorbereiteten Gläser füllen und verschließen

*Gelierprobe: einen Esslöffel vom Sud auf einen Teller geben und beobachten, ob der Geliervorgang zügig einsetzt. Bei Bedarf die Kochzeit bis maximal acht (!) Minuten verlängern.


Frühstück mit selbstgekochter Marmelade auf selbstgebackenen Rundstücken

Update:
An den Zutaten hat sich nichts geändert. Bevor die Kirschen jedoch in den Topf kamen habe ich sie grob zerkleinert. Dazu habe ich sie in kleinen Portionen in eine hohe Schüssel gegeben und den Schnellmixstab zwei bis dreimal eingetaucht. Danach wurden sie in den Topf mit den restlichen Zutaten aufgekocht und für acht Minuten auf kleiner Flamme geköchelt

Sauerkirschkonfotüre 2.0

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Orangengelee

Orangenmarmelade aus dem Supermarktregal ist nicht mein Ding. Sie schmeckt mir einfach zu bitter. Warum nicht eine selber zubereiten, die mir schmeckt? Ohne die Bitterstoffe aus der Schale oder Ingwer. Stattdessen mit einer Stange Vanille, Orangenlikör und vielleicht nur ein wenig Abrieb von der Schale. Da müsste ich mich vorsichtig herantasten.


Zutaten
10 Bio Orangen für 0,7 l Saft
375 g Gelierzucker 2:1
1 Vanilleschote
2 cl Orangenlikör
1 TL Zitronensaft
1 TL Orangenschalenabrieb

Zubereitung
  • Eine Orange gut abspülen, trocken tupfen und die Schale abreiben.
  • Orangensaft auspressen und durch ein Sieb geben.
  • Vanilleschote mit einem Messer aufritzen und das Mark mit dem Messerrücken ausschaben.
  • Den Orangesaft mit dem Vanillemark und der leeren Schote in einen Topf und erhitzen.
  • Nach und nach unter regelmäßigen Rühren den Zucker hinzu geben und aufkochen. Mit Orangenlikör, Zitronensaft und Orangenabrieb abschmecken.
  • Noch vier Minuten weiter köcheln lassen und dabei weiter rühren.
  • Das Gelee in sterile Gläser füllen, gut verschließen und zum Abkühlen eine Weile auf den Kopf stellen.

ein Orangengelee das endlich mal nach meinem Geschmack ist

Update vom 29. Oktober 2022

Der Herbst ist nicht nur die Saison für Äpfel und Birnen aus heimischen Gefilden, sondern auch für Apfelsinen aus südlichen Ländern. Wir haben bereits die ersten Saftapfelsinen ausgepresst und haben den süßen Saft zum Sonntagsfrühstück genossen. Grund genug beim nächsten Marktbesuch bei Stefans Obststand ein paar mehr der Orangen zu erstehen, um wieder einen Vorrat vom Orangengelee anzulegen. Damit auch unsere Enkel davon naschen sollen, verzichte ich auf den Orangenlikör und gebe dafür den Saft und etwas Abrieb einer Limette mit in den Sud für das Gelee. Beim Abschmecken habe ich noch sieben Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft eingerührt, bis der Geschmack für mich stimmig war.

Zutaten
1 Vanilleschote
Saftapfelsinen für 1 Liter Orangensaft
1 Limette
1 Zitrone
500 g Gelierzucker 2:1
35 g Vanillezucker

Zubereitung
  • Eine Orange gut abspülen, trocken tupfen und die Schale abreiben.
  • Orangensaft auspressen und durch ein Sieb geben.
  • Die Limette ebenfalls vor dem Abreiben gut abspülen und dann auspressen.
  • Von der Zitrone wird nur der Saft ausgepresst.
  • Vanilleschote mit einem Messer aufritzen und das Mark mit dem Messerrücken ausschaben.
  • Den Orangesaft mit dem Vanillemark und der leeren Schote in einen Topf und erhitzen.
  • Nach und nach unter regelmäßigen Rühren den Zucker und den Limettensaft hinzu geben und aufkochen.
  • Mit dem Abrieb der Orange und der Limette sowie dem Zitronensaft abschmecken.
  • Noch vier Minuten weiter köcheln lassen und dabei weiter rühren.
  • Das Gelee in sterile Gläser füllen, gut verschließen und zum Abkühlen eine Weile auf den Kopf stellen.

Aufgepeppt mit einer Limettennote