Mittwoch, 17. März 2010

Schinken-Tomaten-Muffins

Zum St. Patricks Day gibt es heute Muffins. Weil die meisten Gäste erst zum Abend eintrudeln gibt es dieses Mal nichts für Süßmäuler, sondern es kommen Muffins in einer deftigen Variante auf das Partybuffet. Ursprünglich hatte ich Oliven mit gekochten Schinken als Zugabe in den Teig geplant. Leider habe ich sie beim Einkaufen vergessen. Gut, dass ich noch ein Glas mit getrockneten Tomaten in Öl im Vorratsschrank gefunden habe. So habe ich das Rezept einfach umgestellt.


Zutaten für 8 Stück
1 mittelgroße Zwiebel
1 Scheibe gekochter Schinken 5 mm dick (150 g)
35 g getrocknete Tomaten in Öl
250 g Mehl Type 550
1 Prise Salz
50 g Rapsöl
220 ml Wasser
1 TL Backpulver
 Öl zum anbraten
50 g mittelalter Gouda zum Überbacken

Zubereitung
  • Die Zwiebel abpellen und kleinwürfeln.
  • Den gekochten Schinken in Würfel schneiden und mit den Zwiebeln in einer Pfanne leicht anrösten.
  • Die Tomaten in kleine Stücke schneiden.
  • Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Wasser, dem Öl und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Die Tomaten, die Schinkenwürfel mit den Zwiebeln und dem Backpulver unterkneten.
  • Den Teig in die Muffinförmchen füllen, mit etwas geriebenen Gouda bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten goldbraun backen.

mit den Tomaten kamen die Muffins gut bei den Gästen an

Fazit: diese herzhaften Muffins sind mir besonders locker und fluffig gelungen und werden auf unsere Lieblings-Speisekarte gesetzt.

Dienstag, 16. Februar 2010

Schokokuss-Brötchen

Von meiner Mutter oder den Großmüttern sind nur wenige Rezepte überliefert. Einige wenige habe ich mir selber notiert als mein Interesse am Kochen in meiner ersten Junggesellenbude gefordert wurde. Daher ist es einer der  Grundgedanken für diesen Blog alte und beliebte Rezepte aus unserem Familienalltag zu notieren, um sie für die Kinder und Enkel zu bewahren. Ein Rezept ist dabei, das wir als Schulkinder auf dem Pausenhof alle beherrschten und schnell und einfach nachzumachen war - Brötchen mit Schokokuss. Eigentlich ist es so simpel, dass es dafür keine Anleitung braucht. Daher nur für die Familienchronik:

Was ihr braucht:
1 Brötchen
1 Schokokuss

Und so wird gemacht:
Lasst euch von einem Erwachsenen das Brötchen durchschneiden. Dann stellt ihr den Schokokuss in die Mitte der unteren, flachen Hälfte. Nun wird die obere Hälfte einfach draufgedrückt, bis die Schaummasse seitlich aus dem Brötchen quillt. Fertig


Wichtiger Hinweis für die Eltern: unbedingt Küchenkrepp
oder noch besser Feuchttücher bereithalten.


Mittwoch, 6. Januar 2010

Anisplätzchen

In unserem Kühlschrank wartet noch immer Eiweiß von drei Eiern für eine "weitere Verwendung". Gut dass ich mir schon mal ein Rezept heraus gesucht habe, wo ich sie gut gebrauchen kann. Schon in meiner Junggesellenzeit habe ich sie nach einem Rezept aus einem Backmagazin gebacken. Das Heft ist schon lange verschollen. So sammelte ich mir einige Anregungen im Netzt und bastelte mir ein neues Rezept für ein verspätetes Weihnachtsrezept.


Zutaten
3 Eiweiße
150 g Puderzucker
150 g Mehl Type 405
1 Prise Salz
1 TL gemahlenen Anis

Zubereitung

Das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Puderzucker mit dem Anispulver vermischen, über den Eischnee sieben und unterheben. Nun das Mehl über die Masse sieben und unterrühren.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit runder Tülle füllen und runde Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Die Plätzchen über Nacht trocknen lassen.

Gut ausgeschlafen geht's weiter
Am nächsten Morgen im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Ober- und Unterhitze im mittleren Einschub etwa 15 Minuten goldgelb backen.

nach dem Abkühlen am besten in einer geschlossenen Keksdose aufbewahren
Fazit
Es gibt Liebhaber in unserem Familienkreis, die sie genauso mögen. Mir war die Konsistenz zu zäh. Dann lieber simple Baisers mit Anisaroma.



Dienstag, 29. Dezember 2009

Küchenhilfe

Am liebsten pütschere ich allein in unserer Küche herum. Niemand steht mir im Weg, mein "Werkzeug" liegt immer an dem Platz, wo ich es hingelegt habe und keiner redet mir drein! Doch zum zweiten Weihnachtsfeiertag wurde ich als Küchenhilfe geordert. "lass' dir mal was zum Weihnachtsdessert einfallen und mache bitte wieder deine Kroketten", hieß es schon einige Tage vorher. Da meine Frau und ich uns immer eifrig die Dokusoap "das perfekte Dinner" ansehen, wollte ich eigentlich ein Parfait mit Lebkuchen machen. Allerdings entschied ich mich dann für ein Spekulatiusparfait, das mir bei Chefkoch.de ins Auge fiel.
Den Nachtisch musste ich zu meinem Glück, lange vor dem großen Gedränge in der Küche zubereiten, damit er noch ausreichend Zeit zum Gefrieren hat. Das Rezept war gut beschrieben und so klappte es auch alles reibungslos bei meinem ersten Parfait. Nach dem ich es zum Kühlen in die Truhe gestellt hatte, machte ich mich gleich an "meine" Kroketten und frittierte sie zweimal hinter einander, dann legte ich sie auf ein Backblech, dass ich mit Backpapier ausgelegt hatte. So musste ich mich später nur kurz in das Küchengetümmel stürzen, um das Blech in den Ofen zu schieben und es rechtzeitig wieder herausholen. Beim Anrichten des Desserts saßen alle am Tisch und ich hatte die Küche ganz für mich allein.



kalt erwischt

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Schlüferli

Zum typischen Angebot auf allen Weihnachtsmärkten gehört Schmalzgebäck. Die Variante, die ich mir heute backen möchte stammt aus der Schweiz.

Zutaten
5 Eier
250g Zucker
700g Mehl,
80g zerlassene Butter
20ml Sahne
½ Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
Mehl zum Ausrollen
Pflanzenfett zum Frittieren
Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung
Eier und Zucker schaumig rühren. Alle restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teigkloß in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen. Auf einer bemehlten Fläche etwa 3 mm dick ausrollen. In 10cm lange und 2cm breite Streifen schneiden. In die Mitte einen kleinen, schrägen Einschnitt ritzen. Durch diesen Einschnitt wird ein Ende des Teigstreifens so durchgezogen, dass ein lockerer Knoten entsteht. Fett in einem großen Topf erhitzen. Schlüferli mit einem Schaumlöffel ins heiße Fett geben und von beiden Seiten goldbraun ausbacken. weil sie sich nicht selbst drehen, mit einer Gabel oder einem Holzspieß die Schleifen einmal wenden. Mit der Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Noch warm mit Puderzucker bestäuben.

warm schmecken sie am besten



Donnerstag, 3. Dezember 2009

Kaffee GeNuss

Der erste Advent stand vor der Tür und ich hatte noch kein Gebäck für den Adventskaffee. Leider hatte ich auch noch keine Gelegenheit zu einem Besuch des Gewürzmuseums, wo zurzeit die Ausstellung "Kekse rund um den Globus" läuft, um mir ein paar Anregungen zu holen. Aber neulich hatte ich ein Stück virtuellen Nusskuchen in der Mail und das erinnerte mich an mein letztes Backexperiment, was ich ja in Kombination mit Kaffee und Haselnüssen fortsetzen wollte. Wenn man noch einen Teelöffel Zimt hinzufügt passt es doch prima als Adventsgebäck. Nur der Kaffeegeschmack sollte kräftiger sein als beim letzten Versuch. Da mein Rührkuchengrundrezept nur ⅛ l Flüssigkeit vorsieht und ich möglichst viel Kaffeearoma haben wollte, habe ich eine Kleine Kanne starken Kaffee aufgesetzt und diesen anschließend noch einmal reduziert. Dumm nur, dass nicht nur die Flüssigkeit verdampfte, sondern auch ein großer Teil des Aromas. Aus Zeitmangel verzichtete ich jedoch darauf einen neuen Kaffee zu brühen. Lecker schmeckte der Kuchen trotzdem. Beim nächsten Mal versuch ich es mit einem "Kännchen" Mocca.




Am Sonntag, vor dem Kaffee, hat's denn doch noch geklappt mit einem Abstecher ins Gewürzmuseum. Leider gab's weder Proben zur Verköstigung, noch eine Rezeptsammlung zum Mitnehmen. Und auch die Internet Quellenangabe "Netzkoch.de", die bei einigen Rezepten angegeben war, führte ins Leere. Schade, denn gerne hätte ich einige der Rezepte nachgebacken.


Zutaten
125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
2 Eier
50ml Espresso
150g Mehl
100g Speisestärke
1 Prise Salz
100g gemahlene Haselnüsse
1 Messerspitze Zimt
½ Päckchen Backpulver


Zubereitung

  • Die Zutaten sollten alle Zimmertemperatur haben, damit der Teig nicht gerinnt. Zucker und Vanillinzucker mit der weichen Margarine schaumig rühren.
  • Nach und nach ein Ei und ein Esslöffel Mehl unterrühren. Sollte die Fett-Zuckermasse gerinnen, weil die Eier noch zu kalt sind. Die Rührschüssel in ein warmes Wasserbad stellen und den Teig cremig rühren.
  • Das restliche Mehl, die Speisestärke und das Backpulver vermengen und unter den Teig rühren.
  • Schokoladenplätzchen hinzu geben und unter den Teig rühren.
  • Kuchenform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.
  • Teig in die Form füllen.
  • Kuchen in den vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) etwa 50 Minuten backen. Kurz vor Ablauf der Backzeit mit einem Holzstäbchen den Garzustand prüfen. Holzstäbchen in den Kuchen stecken. Der richtige Garpunkt ist erreicht, wenn keine Teigreste am Stäbchen kleben bleiben. 


Samstag, 24. Oktober 2009

Utes Apfelkuchen

Der Apfelkuchen, den ihre Kollegin neulich zum Geburtstag mit ins Büro gebracht, hat meiner mir angetrauten Kauffrau so gut gefallen, dass sie sich das Rezept gleich notiert hat. Am Wochenende darauf wurde es gleich umgesetzt.



Zutaten

4 Eier
300 g Zucker
220 g zerlassene Butter
200 ml Milch
450 g Mehl
4 TL Backpulver
2 TL Zimt
1,5 kg Äpfel (Boskop)


Zubereitung
  • Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden.
  • Apfelspalten in einer Schüssel mit dem Zimt vermengen.
  • Eier und Zucker in einer Schüssel schaumig rühren.
  • Butter und Milch unterrühren.
  • Mehl mit dem Backpulver vermengen, über den Teig sieben und kurz durchrühren.
  • Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech ebenmäßig darauf verstreichen.
  • Die Apfelspalten auf dem Teig gleichmäßig verteilen.
  • Bei 200 °C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

fertig ist er Apfelkuchen nach Utes Rezept