Dienstag, 26. September 2023

Eingelegte Zwetschgen

Pflaumen oder Zwetschgen? Da bin ich überfragt. Ich könnte bei Wiki nachschlagen aber ich verlasse mich auf die Angaben an den Obstkisten unseres Marktbeschickers, aus dem Alten Land. Dieses Mal brauche ich das Steinobst nicht zum Backen, sondern ich möchte es süßsauer einlegen. Die Idee hatte schon meine Oma. Neben ihren eingelegten Birnen standen auch Pflaumen bzw. Zwetschgen, aus ihrem Garten, im Regal ihres Kellers. Für mein Projekt fiel die Wahl auf die kleineren Zwetschgen. Weil Oma sie, wie meist üblich aus dem Handgelenkt, eingekocht hatte, ist natürlich nichts Schriftliches überliefert. Zum Glück war ich mit meinem Rezept für die eingelegten Birnen erfolgreich. Daran wollte ich mich orientieren und stellte mir eine Liste der Zutaten zusammen.

Zutaten
900 g Pflaumen (ca. 760 g entsteint)
250 ml Rotweinessig
250 ml Wasser
250 g Zucker
12 Gewürznelken
3 Stangen Zimt
1 Bio Zitrone

Zubereitung
Die Gläser mit den Deckeln im siedenden Wasser sterilisieren.
Eine halbe Zitrone abspülen, schälen und den Saft auspressen.
Die Zwetschgen abspülen, halbieren und entsteinen.
Das Wasser mit dem Essig in einen Topf geben und mit der Zitronenschale, dem Zucker sowie den Gewürzen zu einem Sud aufkochen. Anschließend mit Zitronensaft abschmecken (ca. 6 TL) und den Sud etwa 10 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Danach alle Gewürze herausfischen.
Die Zwetschgen und je eine Zimtstange in die sterilisierten Gläser füllen.
Dann den Sud in die Gläser füllen bis die Früchte gänzlich bedeckt sind.
Den Rand der Gläser gründlich reinigen und sie mit den Deckeln verschlossen bei 90 °C 30 Minuten einkochen. Sie sollten nicht direkt auf dem Topfboden stehen und etwa bis zur Hälfte im Wasser stehen.


Nun kommen sie erst einmal in den Keller, wo sie eine Weile durchziehen.

Donnerstag, 21. September 2023

Zitrus-Muffins

Für geleistete Nachbarschaftshilfe brauche ich spontan ein kleines Dankeschön. Gut dafür geeignet sind ein paar Muffins. Zumal alle Zutaten dafür vorrätig im Haus vorhanden sind. Schnell sind sie abgewogen und auch im Nu zusammengerührt.

Zutaten
75 g Zucker
1 Bio Zitrone
1 Prise Salz
1 Ei Größe L
140 g Joghurt griechischer Art
100 g Sonnenblumenöl
150 g Dinkelmehl Type 630
½ Tütchen Backpulver
1 gestr. TL Natron
100 g weiße Kuvertüre
3 Tropfen Orangenöl
Gehackte Pistazien

Zubereitung
  • Die Zitrone abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Silikonbackförmchen auf einem Backblech bereitstellen.
  • Den Zucker und das Salz mit dem Ei in einer Rührschüssel schaumig rühren.
  • Dann das Öl und den Joghurt sowie die Hälfte des Zitronenabriebs und einen Spritzer Saft mit der Eiermasse verrühren.
  • Das Mehl, das Natron sowie das Backpulver miteinander vermengen, in die Rührschüssel sieben und alles zu einem geschmeidigen Teig rühren.
  • Die Förmchen bis zu ⅔ mit Teig befüllen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten goldgelb backen.
  • In der Zwischenzeit die Kuvertüre grob hacken, über einem Warmwasserbad schmelzen und das Orangenaromaöl unterrühren.
  • Die Muffins aus dem Ofen mit der Kuvertüre bestreichen und abschließend die gehackten Pistazien darüber streuen.

als kleines Dankeschön für die Nachbarschaftshilfe

Dienstag, 12. September 2023

Blaubeerkuchen nach Uroma Trixies Rezept

Wieder einmal konnte ich ein altes Familienrezept meiner Sammlung hinzufügen. Das kleine Häuschen von der "Schwieger Oma" wird renoviert. Beim Ausräumen der Schränke und Kommoden fanden wir den Schatz zwischen anderen losen Zetteln. Spontan zückte ich mein Smartphone und machte gleich einen Schnappschuss, um es später aufzuarbeiten. Es handelte sich um ein Rezept für einen Blechkuchen mit Sauerkirschen. Aber schon in der Fußnote hatte die Oma vermerkt, dass sich der Kuchen auch für anderes Obst eignet. Wegen der noch aktuellen Saison für Freiland-Bickbeeren (Blaubeeren/Heidelbeeren) aus der Region, die jetzt wieder auf unserem Wochenmarkt an jedem Obststand feilgeboten wird, fiel mir die Entscheidung nicht schwer. Weil man auf dem Markt das Obst probieren darf, habe ich mir die schmackhaftesten Beeren ausgesucht. Nur selbstgepflückte Beeren aus dem Wald schmecken noch besser. Ein Blechkuchen ist uns etwas zu viel, darum habe ich die Menge der Zutaten halbiert und eine 26 cm Springform für den ersten Backversuch gewählt. Genug geschnackt nu ab in de Kök.


Zutaten für eine 26 cm Springform
2
50 g Blaubeeren
2 Eier
150 g Zucker
1 Prise Salz
125 g zimmerwarme Butter
50 ml Buttermilch
150 g Dinkelmehl Type 630
1 gestr. TL Backpulver
1 gestr. TL Natron
50 g gehobelte Mandeln
Butter oder Margarine und Paniermehl zum Ausstreuen der Form

Zubereitung
  • Die Blaubeeren abspülen und trocken tupfen.
  • Die Springform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen.
  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.*
  • Die Butter mit dem Zucker und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  • Nach und nach die Eier und dann die Buttermilch einrühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver und dem Natron vermengen, über die Schüssel sieben und aller gut durchrühren.
  • Die Blaubeeren unter den Teig heben und dann die die vorbereitete Form füllen.
  • Die gehobelten Mandeln auf den Teig verteilen.
  • Nun kommt der Kuchen in den mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens wo er für etwa 25 Minuten bei 180 °C backen muss bis er goldbraun ist.
  • Nach erfolgreicher Garprobe mit einem Holzstäbchen kommt er zum Abkühlen aus dem Ofen.

wer mag kann zum Abschluss noch Puderzucker darüber sieben

*) Fazit: Schon als die Hälfte der Backzeit um war, hatte der Kuchen die nötige Bräune. Darum deckte ich ihn mit Alufolie ab und reduziert die Backofentemperatur von 200 °C auf 180 °C.

Samstag, 2. September 2023

Streuselkuchen mit Johannisbeeren

Noch immer gibt es verschiedene Beeren frisch aus der Region. Für einen Streuselkuchen kaufe ich noch ein paar Johannisbeeren als fruchtige Schicht zwischen Boden und Streusel. Die sind im Gegensatz zu den selbstgepflückten aus Nachbars Garten noch prall und frisch. Zum Einsatz kommt wieder unsere kleine Springform mit 20 cm Durchmesser. Für eine Springform mit 26 cm verdoppelt ihr einfach die Menge der unten angegebenen Zutaten. Wer auf den Alkohol verzichten möchte, gibt statt des Amaretto zwei Tropfen Bittermandelöl in den Teig und nimmt für den finalen Eierlikörguss einfach Vanillesoße.

Zutaten

75 g Rohrohrzucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei Größe L
150 g Joghurt griechischer Art
30 g Sonnenblumenöl
1 Schuss Amaretto
75 g gemahlene Mandeln
75 g Dinkelmehl Type 630
1 gestr. TL Natron
1 TL Backpulver
Butter und Paniermehl zum Ausstreuen der Springform

Zutaten für die Streusel

125 g Dinkelmehl Type 630
60 g Zucker
1 TL Vanillezucker
60 g Butter
1 Prise Salz

Zutaten für das Topping

150 g Johannisbeeren
1 EL Zucker
Eierlikör

Vorbereitung

Eine Springform (20 cm Durchmesser) einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zubereitung
  • Das Ei mit beiden Zuckersorten und dem Salz schaumig rühren.
  • Dann den Joghurt, das Öl, die Mandeln mit einem Schuss Amaretto unter die Eiermasse rühren.
  • Nun wird das Mehl mit dem Backpulver und dem Natron vermengt und über den Teig gesiebt, um es dann einzurühren.
  • Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen bei 175 °C im mittleren Einschub backen.
  • In der Zwischenzeit alle Zutaten für die Streusel mit den Händen zu einem krümeligen Teig kneten. Und die abgestrubbelten Beeren in einem Sieb abspülen, abtropfen lassen und in einer Schüssel mit einem Esslöffel Zucker vermengen.
  • Nach der ersten Backphase von 20 Minuten, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und als erstes die Beeren und abschließend die Streusel darüber verteilen.
  • Dann kommt er für weitere 30 Minuten bei gleicher Temperatur zurück in den Backofen.
  • Nach dem er ausreichend abgekühlt ist kann die Springform geöffnet und der Kuchen angeschnitten werden.

Zum Servieren einen Schluck Eierlikör über den Kuchen geben

Bemerkung: Die braune Färbung vom Teig und den Streuseln, hat ihre Ursache im braunen Rohrohrzucker, den ich gerne verwende, um dem Kuchen noch eine Karamellnote zu verleihen.


Montag, 28. August 2023

Nussecken

Große Küchenmaschine oder kompaktes Handrührgerät? Wir verfügen in unserer Küchenausstattung über Beides. Bei meinen Backexperimenten mit eher kleinen Mengen, bevorzuge ich den Handmixer. Wegen seiner versetzten, ineinander laufenden Schneebesen und seinen Knethaken mit gegenläufigen Spiralen, liefert er bessere Ergebnisse als der große Bruder. Dafür sind dann meistens meine Hände gebunden. Während das Standgerät seine Arbeit alleine verrichtet und ich mich anderen Dingen widmen kann. Aber manchmal mache ich mir auch selber die Hände schmutzig und knete den Teig mit den Fingern. Wie aktuell beim Mürbeteig für die Nussecken. Leider ist es kein Rezept für Nussallergiker, auf die ich sonst Rücksicht nehme.
Es gibt keine Erklärung dafür warum ich eine Aversion gegen Aprikosen habe. Mag sein dass mich die pelzige Schale abschreckt, wenn ich in die Frucht beiße. Weshalb ich auch Nektarinen Pfirsiche vorziehe. Aber als Marmelade? Trotzdem verzichte ich bei den Nussecken darauf und greife lieber zu meinem selbstgemachten Orangengelee. Das gibt dem Kleingebäck noch einmal eine persönliche Note und hebt sich von den anderen Rezepten im Netz etwas ab.

Zutaten für den Mürbeteig
150 g weiche Butter
100 g feiner Zucker
1 TL Vanillezucker
eine Prise Salz
1 Eigelb Größe M
300 g Dinkelmehl Typ 630

Zutaten für den Belag
200 g Orangengelee
175 g Butter
130 g Zucker
1 EL Vanillezucker
4 cl Wasser
200 g gemahlene Haselnusskerne
200 g gehackte Haselnusskerne
200 g Zartbitterkuvertüre den Überzug

Zubereitung
  • Die Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz cremig schlagen. Anschließend das Eigelb und einen Teelöffel Vanillezucker unterrühren. Nun das Mehl darüber sieben und zügig zu einem geschmeidigen Teig kneten, bevor der Teigkloß in Frischhaltefolie eingewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank kommt.
  • Währenddessen die Butter mit dem Wasser in einem Topf zerlassen. Beide Zuckerarten zugeben, kurz aufkochen lassen bis sich alles aufgelöst hat. Nun die Haselnusskerne zugeben und kräftig Rühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Den Topf vom Herd nehmen.
  • Jetzt schon mal das Backblech aus dem Ofen nehmen und den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Die Arbeitsfläche mit einem Bogen Backpapier auslegen. Den Mürbeteig mit den Händen durchkneten bis er geschmeidig ist. Nun lässt er sich leicht auf dem Backpapier zu einem Rechteck (20 cm x 30 cm) ausrollen. Zunächst wird er mit dem Orangengelee bestrichen und anschließend die Nussmasse aufgetragen.
  • Jetzt das Blech für etwa 25 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze in den mittleren Einschub des Backofens. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist kommt, das Gebäck zum Abkühlen wieder heraus.
  • Die Zeit wird sinnvoll genutzt, um die Kuvertüre in kleine Stücke zu brechen und dann in einem warmen Wasserbad zu schmelzen.
  • Nachdem der Nusskuchen ausreichend abgekühlt ist, lassen sich daraus die typischen Dreiecke schneiden und gleich anschließend die Ecken in der geschmolzenen Kuvertüre eintauchen. Danach kommen sie zur Abkühlung auf ein Kuchengitter.

erster Versuch

Donnerstag, 24. August 2023

Orientalische Kartoffelecken

Der Stand auf dem Wochenmarkt, bei dem wir bevorzugt unsere Kartoffeln kaufen, hatte bei unserem letzten Besuch, nicht nur neue Kartoffeln, sondern auch neue Rezepte mit den passenden Tütchen der dazugehörigen Gewürzmischungen. Weil es mir völlig fremd war endschied ich mich für den Beutel mit der Harissa-Gewürzmischung. Diese scharfe Mischung stammt ursprünglich aus Nordafrika. Es gibt sie als Paste oder Pulver. An dem Zettel mit dem Rezept für Kartoffelecken, den ich mir mitnahm, war eine kleine Plastiktüte mit  dem Pulver. Natürlich erstand ich auch ein Kilo neue Kartoffeln, um es später zu Hause anwenden zu können.

Zutaten
500 g Kartoffeln
1 EL Harissa Gewürzpulver
1 EL Olivenöl
4 Zweige Petersilie
entsteinte Oliven
Schafskäse
½ Zitrone
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
  • Das Gewürzpulver mit dem Olivenöl zu einer Paste glattrühren und etwa eine Stunde durchziehen lassen.
  • Die Kartoffeln mit der Schale gründlich abwaschen und in Spalten schneiden. Mit der Gewürzpaste vermengen auf ein Backblech verteilen und bei 200 °C Ober- und Unterhitze für etwa 40 Minuten knusprig, braun backen.
  • Die Kartoffelspalten auf einem Teller mit Oliven, Schafskäse anrichten und frisch mit gehackter Petersilie betreuen. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Eignet sich hervorragend als Beilage zum Grillen

Mittwoch, 16. August 2023

Johannisbeergelee

Von unserem Balkon haben wir eine gute Aussicht auf die Terrasse unserer Nachbarn. Schon im vergangenen Jahr fiel mir ein Strauch mit roten Beeren auf, der in der Nähe ihrer Terrasse wuchs. Es handelte sich bei näherer Betrachtung um einen Johannisbeerstrauch. Um das Abernten der Früchte kümmerte sich niemand. Auch in diesem Jahr sah ich die prallen Beeren am Busch und sprach die Nachbarin darauf an. Es sei nicht ihr Strauch und sie hatte auch kein Interesse an den Beeren. So pflückte ich mir eine Schüssel voll, um sie zu Gelee zu verarbeiten. Nach dem Waschen und Verlesen, kochten wir sie ein und passierten den Sud durch ein Sieb. So erhielten wir 500 ml Saft. Weil er doch sehr sauer war, entschieden wir uns für einen 1:1-Gelierzucker. Abgeschmeckt haben wir ihn dann mit dem Abrieb und etwas Saft einer Limette.

Zutaten
500 ml Johannisbeersaft
500 g Gelierzucker 1:1
1 Bio Limette

Zubereitung
  • Die Limette abspülen, trocknen die Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Die Beeren abspülen und von der Rispe lösen. Dann in einem Topf einkochen und durch ein Sieb streichen.
  • Den Saft mit dem Gelierzucker in einem Topf aufkochen und mit dem Limettenabrieb und einem Spritzer -Saft abschmecken.
  • Noch vier Minuten weiter köcheln lassen.
  • Nach erfolgreicher Gelierprobe auf einer Untertasse kann das Gelee in sterile Gläser gefüllt und gut verschlossen und zum Abkühlen beiseite gestellt werden.

Viele überreife Beeren mussten aussortiert werden

Aus einem halben Liter Saft konnten wir 2½ Gläser Gelee gewinnen