Dienstag, 8. November 2016

Orangenmousse

Das Leben ist zu kurz, um immer auf den Nachtisch zu warten bis man den Hauptgang hinter sich hat. Darum mache ich heute das Dessert zur Hauptspeise. Außerdem hätte Opa heute seinen Geburtstag. Grund genug für eine große Schüssel Orangen-Sahne-Mousse mit einem Schuss Orangenlikör.


Prosit Opa

Zutaten
3 Eier Größe M
250 ml frisch gepresster Orangensaft (aus 4 Saftapfelsinen)
4 Blätter weiße Gelatine
2 cl Orangenlikör
50 g feiner Zucker
150 ml Sahne
1 EL Vanillezucker
1 Apfelsine für die Verzierung



Zubereitung
  • Die Gelatine zehn Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Die Orangen auspressen, den Saft durch ein Sieb gießen und auf 150 ml einkochen.
  • Einen Topf mit Wasser aufsetzen und eine Schüssel mit Eiswasser im Kühlschrank bereitstellen.
  • Die Gelatine ausdrücken und im warmen Saft auflösen.
  • Die Eier trennen. Das Eigelb im warmen Wasserbad mit dem Orangenlikör schaumig aufschlagen. Nach und nach den Saft dazugeben und weiter rühren. Die Rührschüssel mit der Eimasse aus dem warmen Wasserbad nehmen und in eine Schüssel mit Eiswasser setzen und weiter schlagen. Die Eigelbmasse kurze Zeit in den Kühlschrank stellen.
  • Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. Dann die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Wenn die Eigelbcreme beginnt zu gelieren, den Eischnee und die Schlagesahne dazugeben und vorsichtig unterheben.
  • Eine Orange dick abschälen und mit einem scharfen Messer Filets heraus schneiden.
  • Die Orangenspalten zur Verzierung auf das gestürzte Orangenmousse legen.


schmeckt auch mal ohne Hauptgang vorweg

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Omas Sandtorte

Neulich bin ich im Netz auf das Rezept einer Italienischen Paradies Torte gestoßen. Beim Lesen fühlte ich mich an Omas Sandkuchen erinnert. Wenn man davon absieht, dass sie die Eier nicht getrennt und das Eiweiß nicht aufgeschlagen hat, entspricht es fast genau dem Rezept für die "Torta Paradiso".

nicht alle Zutaten sind auf diesem Foto


Zutaten
150g Mehl
150g Speisestärke
250g Butter
250g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
3 EL Milch
1 EL Zitronensaft
abgeriebene Schale einer Zitrone
Puderzucker zum Bestreuen

 


Zubereitung
Die Eier trennen. Eiweiß und die Hälfte des Zuckers zu Eischnee schlagen. Eigelb, Butter und den restlichen Zucker schaumig rühren. Die restlichen Zutaten hinzugeben und verrühren, anschließend den Eischnee unter den Teig heben. Backform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Teig in die Form füllen und bei 160°C im vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze für etwa 50 Minuten backen.

schmeckt wie Omas Sandtorte

Dienstag, 11. Oktober 2016

Focaccette di Crevari

Diese italienische Spezialität haben wir auf unserer Reise nach Italien in Genua entdeckt. Leider kamen wir nicht in den Genuss sie zu kosten. Aber wozu gibt es das Internet. Hier fand ich ein Rezept der Spezialität, die anscheinend nur im Raum um Genua bekannt ist und besonders bei Straßenfesten gegessen wird.



Zutaten
200g Mehl Typ 550
100g gekochte Salzkartoffeln
½ Würfel Hefe
50ml warme Milch
25ml warmes Wasser
6g Salz
10g Olivenöl
Öl zum Frittieren

Zubereitung
Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hinein bröckeln und mit  lauwarmen Milch und ein wenig Mehl zu einem weichen Vorteig verrühren. An einem warmen Platz 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.


In der Zwischenzeit die Kartoffel schälen und in Salzwasser garen. Nach dem sie abgekühlt sind durch eine Kartoffelpresse drücken und mit den restlichen Zutaten zu dem Hefeteig geben. Alles gut durchkneten und eine Stunde ruhen lassen.


Aus dem Teig etwa 50g schwere Bällchen formen, die abermals für eine Stunde ruhen sollten.

Öl in einem Topf erhitzen. Aus den Teigbällchen dünne Fladen von ungefähr 18cm Durchmesser ausformen und im heißen Fett von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Auf einem Küchenkrepp ablegen, damit das überschüssige Öl aufgenommen werden kann und dann die eine Hälfte mit z. B. gekochten Schinken belegen. Zusammengeklappt die Focaccete mit einer Serviette umwickeln und noch warm genießen.


Die Focaccete lassen sich mit den unterschiedlichsten Sachen belegen. Ob herzhaft mit Salami, Schinken, Fisch oder alles auch kombiniert mit Frischkäse. Aber auch mit Nussnougatcreme, wer es lieber süß mag. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Der Durchmesser der Fladen sowie das Gewicht der Teiglinge sind abhängig von der Größe des Topfes, den man zum Frittieren verwendet. Die angegebenen Zutaten reichen für acht Focaccete.

Mittwoch, 21. September 2016

Wackelpeter

Mit Wackelpeter als Nachtisch bekam unsere Mutter immer die ganze Rasselbande  an den Tisch. Auch heute noch reiße ich mir gelegentlich eine Tüte auf und bereite mir eine Schüssel mit roter oder grüner Götterspeise zu. Die künstliche Aromen und die Farbstoffe rufen dann wieder Erinnerungen an meine Kindheit wach. Als ich vor kurzem wieder einmal diesem Verlangen nachgeben wollte, kam mir der Gedanke mal auf die Zubereitung aus der Tüte zu verzichten. Um nicht ganz auf den Nostalgie-Effekt zu verzichten wählte ich Walsmeistersirup als Geschmacksträger für meinen ersten Versuch aus.


Zutaten
500 ml Waldmeistersaft (aus Waldmeistersirup und Wasser)
6 Blätter Gelatine

Zubereitung
  • Den Sirup nach Anleitung auf der Flasche mit Wasser anmischen. Bei Bedarf noch mit einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
  • Die Gelatine 10 Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Den Saft in einem Topf aufkochen.
  • Den Topf vom Herd nehmen  und die ausgewrungene Gelatine darin auflösen
  • Den flüssigen Pudding nach einer Weile der Abkühlung in Dessertgläser füllen und in den Kühlschrank stellen.
  •  
Harmonieren gut zusammen: der selbstgemachte
Wackelpeter mit der selbstgemachten Vanillesoße
 
Fazit: die Zubereitung des Wackelpuddings ist genauso einfach wie die aus der Tüte. Von Vorteil ist, dass man bei dieser Art der Zubereitung natürliche Fruchtsäfte verwenden kann.

Freitag, 2. September 2016

Gulaschsuppe

Vom Gulasch war noch ein kleiner Rest nachgeblieben. Zu wenig für eine ganze Portion aber auch zu schade es einfach zu entsorgen. Kurzer Hand füllte ich es in ein ausgedientes Twist-Off-Glas, das von einem Schokoladenpudding aus dem Supermarkt stammte. Gut verschlossen stellte ich es in den Kühlschrank, bis mir eine Idee zur weiteren Verwendung einfallen würde. Schon zwei Tage drauf kam das Glas wieder heraus.  Mit einer Wurzel und zwei Kartoffeln wurde der Inhalt zu einer Suppe verkocht. Fertig war mein Mittagessen.



Zutaten
Gulaschreste vom Vortag
2 Kartoffeln
1 Wurzel
1 TL Speisestärke zum Binden der Suppe



Dienstag, 16. August 2016

Apfel-Mango-Strudel

Noch immer steht ein Glas mit dem Apfel-Mango-Kompott im Kühlschrank und schaut mich herausfordernd an. In Gedanken gehe ich einige Möglichkeiten durch und finde beim Stöbern im Gefrierschrank noch eine angebrochene Packung Blätterteig. Bingo, das passt. Die Idee für ein Apfel-Mango-Strudel ist geboren. Dazu gesellen sich noch eine Handvoll Rosinen und der letzte Schluck Rum aus der Hausbar.

die Rosinen haben über Nacht in Rum gelegen

Zutaten
3 Platten TK Blätterteig
250 g Apfel-Mango-Kompott
60 g Rosinen
4 cl Rum
1 gestrichenen TL  Speisestärke
2 EL zerlassene Butter zum Bestreichen
Puderzucker zum Bestreuen


Zubereitung
  • Die Rosinen abspülen, abtropfen lassen und über Nacht in Rum einlegen.
  • Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Blätterteig nach Packungsangaben auftauen. Die drei Platten auf einer Arbeitsfläche überlappend anordnen und die Nahtstellen mit etwas Stärkewasser oder Eiweiß bestreichen und vorsichtig andrücken.
  • Die überschüssige Flüssigkeit von den Rosinen abgießen, mit dem Kompott vermengen und auf dem Teig verteilen. Zu den Rändern einen etwa zwei Finger breiten Streifen frei lassen.
  • Den Teig von der Längsseite her einrollen und mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Den Strudel im mittleren Einschub goldbraun backen. Zum Ende der Backzeit den Strudel mit zerlassener Butter bestreichen.
  • Den fertigen Strudel abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.

könnte ich mir auch gut mit Vanillesoße vorstellen

Mittwoch, 3. August 2016

Apfel-Mango-Kompott

Ursprünglich stand ein Obstsalat  auf meiner To-Do-Liste. Aus ungeklärter Ursache sind einige Früchte nicht mehr aufzufinden. Nur eine Mango liegt noch einsam im Obstkorb und ein paar Äpfel im Kühlschrank. Das ist eindeutig zu wenig Vielfalt für einen Salat. Was nun? Ein Blick ins Netz, um nach einem Rezept für ein Chutney zu suchen, zeigt mir, das ich auch dazu nicht alle Zutaten im Haus habe. Dann entscheide ich mich aus dem Bauch heraus für ein Kompott aus Apfel und Mango.

Zutaten
1 Mango
1 Apfel
1 EL Vanillezucker
2 EL Zucker
1 gestrichenen TL Zimt
1 Schuss Sherry und einen Spritzer Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung
Den Apfel und die Mango schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Obstwürfel mit etwas Wasser im Topf erhitzen. Vanillezucker, Zimt und Zucker einrühren. Unter gelegentlichen umrühren etwa 20 Minuten köcheln lassen. Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und mit einem Spritzer Zitrone und einem Schuss Sherry abschmecken.


noch heiß in ein gut ausgespültes Glas geben,
dann hält es sich noch einige Tage länger