Dienstag, 21. Juli 2020

Mehrkornbrot aus dem Römertopf

Die Mutter eines unserer Enkelzwerge backt seit einiger Zeit erfolgreich ein "Weltbestes Körnerbrot" im Römertopf. Auch meine mir angetraute Bäckerin teilt seit kurzem diese Leidenschaft. Weil sie eine besondere Vorliebe für Mehrkornbrote pflegt, hat sie eines der geteilten Rezepte mit einer Tüte Mehrkornsaaten aus dem Reformhaus ergänzt. Anfangs hatte sie die untere Hälfte des Römertopfes eingefettet und bemehlt.. Leider blieb das Brot aber nach dem Backen in der Form trotzdem kleben und riss beim gewaltsamen Herausnehmen ein. Das konnte sie bei ihrem nächsten Versuch vermeiden, in dem sie sich einen Bogen Backpapier zurecht schnitt und in die Form legte. Das Ergebnis hat nicht nur mich begeistert.

Zutaten
520 ml lauwarmes Wasser
½ Würfel frische Hefe
400 g Weizenmehl Type 550
100 g Dinkelmehl Type 630
200 g Roggenmehl Type 1150
50 g Weizenmehl Type 1050
200 g Körnermix
3 gestrichenen TL Salz
1 gestrichenen TL Zucker

Zubereitung
  • Den Römertopf 10 Minuten wässern, danach das Unterteil abtrocknen, und mit einem zurecht geschnittenen Stück Backpapier auslegen.
  • Das lauwarme Wasser in eine ausreichend große Rührschüssel füllen, die frische Hefe hinein bröckeln und auflösen.
  • Alle weiteren Zutaten mit in die Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort 60 Minuten ruhen lassen.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Fladen ausrollen und mehrmals falten.
  • Den Brotlaib bemehlen, mit einem scharfen Messer schräg einritzen und in den bereit gestellten Römertopf legen.
  • Mit geschlossenem Deckel den Topf in den NICHT vorgeheizten Backofen stellen und bei 240 °C Ober- und Unterhitze 50 bis 60 Minuten backen.

Mehrkornbrot aus em Römertopf nach Mamas Art


Montag, 13. Juli 2020

Paprikatopf nach Mamas Art

Eigentlich aus der Not heraus geboren, weil nichts anderes mehr vorrätig war, ist der Paprikatopf meiner mir angetrauten Küchenfee zu einem der beliebtesten Gerichte in unserer Familie geworden. Es ist schnell und ohne großen Aufwand zubereitet.

Zutaten für vier Portionen
4 Paprikaschoten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Kabanossi
2 grobe Bratwürste
3 EL Ajvar scharf
3 EL Tomatenmark
100 g Schmand
250 ml Gemüsebrühe
Frische Petersilie und Schnittlauch
Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung
  • Die Paprika entkernen, abspülen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  • Die Zwiebel und die Knoblauchzehe abpellen und klein würfeln.
  • Die Petersilie und das Schnittlauch abspülen, trocken tupfen und hacken.
  • Die Kabanossi in Scheiben schneiden  aus dem Bratwurstbrät kleine Klöße formen.
  • Die Wurststücke und -Scheiben in einer Pfanne anbraten.
  • Die Zwiebeln und Knoblauch im Topf andünsten, die Paprikastücke mit anschmoren.
  • Das Tomatenmark, das Ajvar und die Gemüsebrühe zugeben kurz aufkochen.
  • Die angebratenen Wurststücke mit hineingeben.
  • Den Schmand einrühren und die frisch gehackte Kräuter untermengen.

passend dazu: eine Portion Reis

Eine Portion blieb nach. Die wurde am nächsten Tag zu einer Deep Dish Pizza verarbeitet.

schmeckt auch als Deep Dish Pizza


Montag, 6. Juli 2020

Empanadas aus Hefeteig mit Spinatfüllung

Die Empanadas, die ich vor einiger Zeit gebacken hatte, entsprachen nicht dem Vorbild vom Wochenmarkt. Denn in der Zwischenzeit habe ich sie probiert. Die gekauften waren aus Hefeteig. Die blasse Farbe des Teiges wies auch darauf hin, dass sie kein Maismehl enthielten. Auf Basis meines Pizzateigs wage ich mich heute an den nächsten Versuch.
Nun ist es eine Sache ein Gericht zu kochen aber eine andere es auch zu essen. Bisher habe ich nur das gekocht, gebraten oder gebacken, was ich selber gerne mochte. Spinat gehört definitiv nicht dazu! Schon meiner Mutter habe ich das unmissverständlich vermittelt. Weil sie keine große Lust verspürte ständig meine vollgespuckten Lätzchen und Strampler zu waschen, hat sie ihre Bemühungen mich mit Spinat zu füttern sehr schnell aufgegeben. Im Herbst meines Lebens angekommen will ich es doch noch wissen. In die Füllung meiner Empanadas kommt Spinat, jedoch in ganzen Blättern, nicht zerkocht und ohne Blubb. Wenn's mir nicht schmecken sollte, bekommen es unsere Enkel. Ihre Eltern können es ja ausbaden. 😅

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Type 630
10 g Hefe
125 g lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung
2 -3 Büschel frischen Blattspinat
2 EL Pinienkerne
3 Scheiben Gekochter Schinken
2 EL Frischkäse

Und sonst noch
1 Ei Größe M und zwei EL Milch für den Überzug.

Zubereitung für den Teig
Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abermals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.

Zubereitung für die Füllung
Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
Den Spinat abspülen und trocken schleudern.
Den gekochten Schinken in kleine Streifen schneiden.
Alle Zutaten in einer Rührschüssel mit dem Frischkäse vermengen.

So geht's weiter
Das Backblech aus dem Ofen nehmen und mit einem Bogen Backpapier auslegen. Den Backofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen. Das Ei trennen und das Eigelb mit der Milch verquirlen.

Aus dem Hefeteig sechs Kugeln formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu runden Fladen ausrollen. Ein bis zwei Esslöffel von der Füllung in die Mitte der Fladen geben. Mit dem Eiweiß den Rand bestreichen, die Fladen zur Hälfte einklappen und die Ränder mit einer Gabel andrücken.

Ab in den Ofen
Die Teigtaschen auf das bereitgestellte Backblech verteilen, mit verquirlen Eigelb bestreichen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens für etwa 20 Minuten goldgelb backen.


Der Phantasie sind bei der Füllung keine Grenzen gesetzt


Mein Fazit: Der Hefeteig eignet sich deutlich besser als der Mürbeteig mit dem Maismehl für die Empanadas. Und die Spinatfüllung kann Mann auch essen. 😅

Montag, 29. Juni 2020

Empanadas

Die neueste Attraktion auf unserem Wochenmarkt im Wandsbeker Quarree ist ein Marktstand der Empanadas mit deftiger Füllung in verschiedenen Variationen anbietet. Sie werden aus einem alten Citroën Kastenwagen Typ H heraus verkauft, der selbst nicht mehr Fahrtüchtigkeit ist, sondern als Anhänger liebevoll umgebaut wurde.

Zutaten für den Teig
250 g Maismehl
250 g Dinkelmehl Typ 630
100 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Prise Zucker
2 cl Olivenöl
2 cl Milch
1 Ei Größe L
100 ml Wasser
1 Ei für die Glasur


Zubereitung des Teigs
Beide Mehlsorten miteinander vermengen und in eine Schüssel sieben. Butter in Flocken sowie alle anderen Zutaten bis auf das Wasser zugeben und durchkneten. Nach und nach das Wasser unterrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zutaten für die Füllung
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 rote Paprikaschote
Olivenöl zum Anbraten
250 g Rinderhack
2 EL Crème fraîche
2 EL Tomatenmark
2 EL scharfes Ajvar
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
glatte Petersilie und andere Küchenkräuter nach eigenem Geschmack
wer mag kann auch noch Rosinen mit in die Füllung geben.

Zubereitung der Füllung
Die Paprikaschote aufschneiden, putzen, unter fließendem Wasser ausspülen und in Würfel schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe abpellen, fein würfeln und in einer Pfanne im heißen Öl glasig andünsten. Die Paprika dazugeben. Dann das Hack mit in die Pfanne geben und unter Rühren gleichmäßig anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen und das Tomatenmark, das Ajvar mit der Crème fraîche und den gehackten Kräutern untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

So geht's weiter

Das Backblech aus dem Ofen nehmen und mit Einem Bogen Backpapier auslegen. Den Backofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen. Das Ei trennen und das Eigelb mit einer Gabel verquirlen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen und mit einer Kreisform (etwa 10 cm Ø) Teigfladen ausstechen. Den Rand der Fladen mit Eiweiß bestreichen. Einen Esslöffel von der Hackfleischfüllung in die Mitte der Fladen geben. Die Fladen zur Hälfte einklappen und die Ränder mit einer Gabel andrücken.


Die Teigtaschen auf das bereitgestellte Backblech verteilen, mit verquirlen Eigelb bestreichen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens für etwa 15 Minuten goldgelb backen.

die eine Hälfte mit Rosinen, die andere ohne

Samstag, 20. Juni 2020

Herzhafte Blätterteigschleifen

Nach dem Backen der Erdbeer-Rhabarber-Tarte ist noch Blätterteig übrig geblieben. Mit wenig Aufwand werden daraus ein paar leckere Snacks. Mit Käse und Tiroler Speck entstehen daraus ein paar herzhafte Blätterteigstreifen.

Zutaten
Blätterteig
Käse
Tiroler Speck

Zubereitung
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Aus dem Blätterteig etwa 15 cm lange Streifen schneiden, sie mit Käse oder/und Tiroler Speck umwickeln und auf dem bereitgestellten Backblech verteilen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten goldbraun backen.

herzhafte Blätterteigschleifen
lange blieben die Snacks nicht liegen

Freitag, 12. Juni 2020

Erdbeer-Rhabarber-Tarte

Es ist Saison für frische Erdbeeren und Rhabarber aus der Region. Jeder Obststand auf dem Wochenmarkt, der was auf sich hält, hat sie in seinem Angebot. So kann ich mir die besten Früchte aussuchen. Bevor es in diesem Jahr keinen frischen Rhabarber mehr gibt, will ich noch unbedingt was mit dem sauren Gemüse auf den Tisch bringen. Weil er gut mit Erdbeeren harmoniert möchte ich eine Tarte damit backen. Ein geeignetes Rezept aus der Nachmittagssendung des NDR-Fernsehens habe ich mir notiert und entsprechend meiner Obstauswahl angepasst.


Zutaten
150 g Rhabarber
350 g Erdbeeren
1 TL Vanillezucker
2 EL Zucker
1 Packung Blätterteig
2 Eier Größe L
250 g Quark 40%
100 g Crème fraîche
1 Bio Limette
1 EL Speisestärke
1 EL Instantmehl
100 g gehobelte Mandeln
12 Erdbeeren für die Deko

Zubereitung
Eine Tarteform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit Paniermehl austreuen.
Den Blätterteig nach Packungsangaben auftauen. Die drei Platten auf einer Arbeitsfläche fingerbreit überlappend anordnen und die Nahtstellen mit etwas Stärkewasser oder Eiweiß bestreichen, vorsichtig andrücken und mit einem Nudelholz quadratisch (32 cm x 32 cm) ausrollen. Vorsichtig in die Tarteform heben, leicht andrücken und die überstehenden Reste abschneiden. In die Teigmitte mit der Gabel ein paar Löcher einstechen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Rhabarberstangen schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Erdbeeren abspülen, den Stilansatz entfernen, halbieren, mit den Rhabarberstücken in einer Schüssel mit dem Kristall- und dem Vanillezucker vermengen und eine Weile ziehen lassen.

Die Limette heiß abspülen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.



Die Eier mit dem Zucker cremig rühren. Löffelweise den Quark einrühren. Danach die Speisestärke, das Mehl sowie den Limettensaft und dem -Abrieb unterrühren.

Das Obst in die bereitgestellte Tarteform füllen und die Quarkmasse darüber gießen.

Die Tarte im mittleren Einschub bei 180 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Ofen für etwa 45 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten die gehobelten Mandeln darüber verstreuen. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist die Tür des Backofens einen Spalt öffnen und noch 10 Minuten bei abgeschalteten (!) Ofen ziehen lassen. Anschließend zur weiteren Abkühlung die Tarte aus dem Ofen nehmen. Vor dem Servieren noch die Erdbeeren auf der Tarte kreisförmig verteilen.


Erdbeer-Rhabarber-Tarte
alle warten gespannt auf den Anschnitt

Sonntag, 7. Juni 2020

Erdbeermousse

Im letzten Jahr hatte ich mich an einer Tarta de la Virgen Blanca versucht, die nicht ganz so gelungen war wie ich es mir gewünscht hätte. Weil die Schicht mit der Erdbeermousse nicht die nötige Festigkeit hatte, quoll sie leider seitlich heraus. Das gab natürlich einen Punkteabzug beim Design. Geschmacklich gab es nichts zu Meckern. Auch beim Rest der unterschiedlichen Tortenteile war ich zufrieden. Darum beschränke ich mich beim heutigen Versuch nur auf die Mousse. Als kleine Abweichung ziehe ich dünne Schichten aus Zartbitterkuvertüre ein. Die stammt von einer Schokoladenglasur, die ich nicht vollständig aufgebraucht hatte. Weil es mir widerstrebte sie einfach zu entsorgen, habe ich sie auf einen Bogen Backpapier dünn aufgetragen und für eine spätere Verwendung in den Gefrierschrank gelegt.

Zutaten
3 Eier Größe M
500 g Erdbeeren
5 Blatt rote Gelatine
150 ml Sahne
50 g feiner Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
frisch gepressten Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung
  • Die Erdbeeren abspülen, den Blütenansatz entfernen und vorsichtig trocknen. Ein paar schöne Erdbeeren für die spätere Dekoration zur Seite legen. Die restlichen Früchte mit dem Schnellmixstab zerkleinern und anschließend durch ein Sieb passieren.
  • Einen Topf mit Wasser auf dem Herd erwärmen und eine Schüssel mit Eiswasser im Kühlschrank bereitstellen.
  • Die Gelatine zehn Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Das Erbeerpüree in einem Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im Fruchtmus unter Rühren auflösen.
  • Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker in einem warmen Wasserbad verquirlen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  • Den Topf vom Herd nehmen, nach und nach das Fruchtmus unterrühren und mit etwas Zitronensaft abschmecken. Die Masse nun im Eiswürfelbad ständig weiterschlagen, bis sie Zimmertemperatur hat. Dann für kurze Zeit die Erdbeermasse in den Kühlschrank stellen.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Sowie die Erdbeermasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt, löffelweise die Schlagsahne und den Eischnee vorsichtig unterheben. Dann die Mousse in eine große Dessertschale umfüllen und dazwischen von der dünnen Kuvertüre (siehe Oben) Schichten einziehen. Bis sie die vollständige Festigkeit erreicht hat, die Mousse noch einmal in den Kühlschrank stellen.

zum Schluss kommen dann die ausgewählten Früchte auf die Mousse

Fazit: dieses Mal hat mich die Konsistenz der Mousse überzeugt und ist besser geeignet für einen zweiten Versuch der Tarta de la Virgen Blanca