Mittwoch, 31. Dezember 2025

Pikante Plunderteig Snacks

Es ist zwar sehr aufwendig und zeitraubend, Blätter- oder Plunderteig selbst herzustellen. Trotzdem möchte ich mich wieder einem Plunderteigprojekt widmen. Statt der »guten Butter« möchte ich Olivenöl als Trennfett verwenden. Da sich das Öl nur dünn auftragen lässt, streiche ich es vor dem ersten und beim zweiten Tourieren auf den ausgerollten Hefeteig. Statt einer süßen gibt es eine herzhafte Füllung. Wer es eilig hat, kann auch auf fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal zurückgreifen.

Zutaten für den Teig
250 g Dinkelmehl Type 630
125 ml lauwarmes Wasser
10 g frische Hefe
½ TL Salz
4 EL Olivenöl
Mehl zum Ausrollen
Olivenöl zum Tourieren

Zutaten für den Belag

150 g Kräuter Frischkäse
1 Tomate
1 Rote Zwiebeln
12 Oliven
1 Fenchel Salsiccia
1 Ei
Käse zum Überbacken

Zubereitung
  • Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse bilden. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nochmals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 28 cm x 36 cm ausrollen und mit Olivenöl bestreichen (ca. 2 EL). Den Teig zur Mitte hin einklappen, in Frischhaltefolie wickeln und für vier Stunden in den Kühlschrank legen.
  • Nach der Ruhezeit den Teig aus dem Kühlschrank auf einer bemehlten Arbeitsfläche erneut zu einem Rechteck (28 cm x 54 cm) ausrollen. Eine Seite zu einem Drittel einklappen, die andere Seite darüber falten. Den gefalteten Teig in Frischhaltefolie einwickeln und abermals vier Stunden in den Kühlschrank legen.
  • Den Vorgang noch dreimal wiederholen. Beim zweiten Mal den ausgerollten Teig wieder mit etwas Olivenöl bestreichen.
  • Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Nach der letzten Ruhephase den Teig auf der bemehlten Fläche zu einem Rechteck (42 cm x 28 cm) ausrollen und mit einem Pizzaroller in 24 Quadrate von 7 cm Kantenlänge schneiden. Die Teigfladen auf den vorbereiteten Blechen verteilen und in die Mitte einen Klecks Frischkäse auftragen. Dann nach Geschmack mit Tomaten- und Zwiebelscheiben sowie Oliven und etwas von einer ausgedrückten Salsiccia. Dann die Ecken zur Mitte falten, mit verquirltem Eigelb bestreichen und etwas geriebenen Käse darüber geben.
  • Anschließend werden die Plunderhäppchen in den Backofen geschoben und für etwa 12 Minuten bei 180 °C Umluft goldgelb gebacken.

jetzt schon mal den Ofen vorheizen


kaum aus dem Ofen werden sie mir schon aus den Händen gerissen

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Himbeer-Sahne-Mousse

Das ursprünglich vorgesehene Weihnachtsdessert konnte nach einer Probezubereitung bedauerlicherweise nicht überzeugen. Daher musste schnell ein Ersatz her. In der Familie besonders beliebt ist die Biskuitrolle mit Himbeer-Sahne-Füllung. Eine Himbeer-Sahne-Mousse wäre daher eine gelungene Alternative. Als Basis greife ich auf das Rezept meiner Erdbeermousse zurück und passe die Mengenangaben für zehn Portionen an.

Leider schaffte der Cheesecake im Glas
nicht die Klassifikation zum Festdessert.

Zutaten
12 Blatt rote Gelatine
750 g TK-Himbeeren
6 Eier Größe L
360 g Konditorsahne
2 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
120 g Zucker

Zubereitung
  • Die Gelatine zehn Minuten lang in kaltem Wasser einweichen. Die TK-Himbeeren auftauen lassen. Zwölf Himbeeren für die spätere Dekoration an die Seite legen. Die restlichen Früchte mit einer Gabel zerdrücken und anschließend durch ein Sieb passieren. Eine Schüssel mit warmem und eine mit Eiswasser bereitstellen.
  • Das Himbeerpüree in einem Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im Fruchtmus unter Rühren auflösen.
  • Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker in einem Schlagtiegel erst über dem Warmwasserbad aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend das Eigelb im Tiegel im Eiswasserbad weiterschlagen, bis eine cremige, weiße Masse entstanden ist. Die Masse in eine Rührschüssel geben, dann nach und nach das Fruchtmus unterrühren. Wenn die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, kommt sie in den Kühlschrank.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Dann die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Sobald die Himbeermasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt, abwechselnd die Schlagsahne und den Eischnee in kleinen Portionen unterheben. Dabei vorsichtig durchrühren, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. Anschließend die Mousse in Dessertgläser füllen und mit einer Himbeere verzieren. Bis die Mousse die endgültige Konsistenz erreicht hat, wird sie noch einmal in den Kühlschrank gestellt.

Endspurt für das Finale
Für kleine Schleckermäuler gibt's noch Vanillesoße oben drüber.


Sonntag, 21. Dezember 2025

Kołaczki

Ein Ostergebäck aus der polnischen Küche gibt es hier bereits nun folgen Kołaczki. Das sind polnische Weihnachtsplätzchen mit einer Marmeladenfüllung und einem Teig aus Frischkäse. Passend zur Vorweihnachtszeit verwende ich für die Füllung meine Punsch-Gelees. Neben verschiedenen Konfitüren findet man im Netz auch Kołaczki mit einer Nussfüllung.

Zutaten

200 g Butter/Margarine
200 g Frischkäse
250 g Dinkelmehl Type 630
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
Marmelade für die Füllung
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  • Bis auf das Mehl alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel cremig rühren. Anschließend das Mehl in die Schüssel sieben und unterkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (36 cm x 42 cm) ausrollen. Anschließend mit einem Pizzaroller in Quadrate mit einer Kantenlänge von 6 cm schneiden. Mit einem Teelöffel in die Mitte jedes Quadrats einen Klecks Marmelade setzen. Eine Ecke über die Füllung klappen, die Oberseite leicht mit etwas Wasser anfeuchten, dann die gegenüberliegende Ecke darüber klappen und leicht andrücken.
  • Die Teiglinge mit ausreichend Abstand auf die vorbereiteten Backbleche verteilen und dann im Backofen bei 160 °C Umluft für etwa 15 Minuten lang backen, bis sie goldbraun sind. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Zur Füllung gesellten sich nicht nur zwei verschiedene
Marmeladen, sondern auch noch eine  Karamellcreme.


Sonntag, 14. Dezember 2025

Balkonkuchen X-Mas Edition

Schon bei der ersten Version vom Kalten Hund hatte ich diese Idee. Ich grübelte über unterschiedliche Kekse, die sich anstelle der üblichen Butterkekse in die Schokoladenmasse einbetten ließen. Dabei kamen mir sofort Spekulatius und Hamburger Braune Kuchen in den Sinn. Unsere Enkel lieben Braune Kuchen das ganze Jahr über. Aber besonders gut passen sie in die Vorweihnachtszeit genau wie die Spekulatius. Also wurde diese Idee gleich in den Küchenkalender zur Adventszeit eingetragen. Und nun ist es so weit, der nächste Adventsontag steht vor der Tür. Ich habe abwechselnd einen Braunen Kuchen mit einem Spekulatius in die Schokoladenmasse gelegt.

Zutaten

6 Hamburger Braune Kuchen
6 Spekulatius Kekse
200 g zartbitter Kuvertüre
300 g Nuss-Nougat-Creme
bunte Zuckerstreusel etc. zum Verzieren

Zubereitung
  • Eine rechteckige Form mit Frischhaltefolien auslegen.
  • Die Schokolade in Stücke hacken, im warmen Wasserbad schmelzen und die Nougatcreme unterrühren.
  • In die vorbereitete Form eine dünne Schicht der Schokomasse einfüllen und mit einer Schicht Keksen belegen. Den Vorgang wiederholen, bis die Form gefüllt und mit einer Schicht Schokomasse abgeschlossen ist.
  • Die Form in den Kühlschrank stellen, bis die Masse ihre endgültige Festigkeit erreicht hat.
  • Anschließend den Kuchen aus der Form stürzen und die Folie entfernen. Dann die Oberfläche mit einem Föhn leicht anschmelzen und die Zuckerperlen darüberstreuen.

So wird daraus eine X-Mas Edition.
ein paar bunte Streusel drüber - fertig

zuerst wird die Seite mit den Spekulatius angeschnitten

Samstag, 13. Dezember 2025

Vaniljekranse

Diese leckeren Vanillekringel stammen aus der dänischen Küche. Dort werden die Vaniljekranse bevorzugt in der Adventszeit gebacken. Ob es diese Plätzchen auch im benachbarten Schweden gibt, ist mir leider nicht bekannt. Trotzdem habe ich sie für den heutigen Blogbeitrag anlässlich des schwedischen Feiertages der heiligen Lucia ausgewählt.

Zutaten

1 Vanilleschote
100 g Zucker 
1 Prise Salz 
1 Ei Größe M 
150 g Weizenmehl Type 405
50 g Speisestärke
50 g gemahlene Mandeln
125 g kalte Butter 
Zucker und Vanillezucker zum Bestreuen

Zubereitung
  • Einen Bogen Frischhaltefolie bereit legen (weil später die Hände klebrig sind).
  • Die Vanilleschote der Länge nach einschneiden und mit dem Messerrücken das Mark ausschaben.
  • Das Ei mit dem Zucker und einer Prise Salz in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer cremig schlagen.
  • Dann das Mehl, die Speisestärke, die gemahlenen Mandeln und das Vanillemark mit in die Schüssel geben. 
  • Anschließend wird die Butter in kleinen Flocken hinzugegeben und alles wird mit den Händen zügig zu einem geschmeidigen Teig geknetet.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, in die bereitgelegte Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal mit bemehlten Händen geschmeidig kneten. 
  • Den Teig in drei Portionen aufteilen und anschließend auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche jeden Teigkloß zu etwa 1 cm dicken Röllchen ausformen, in 8 cm lange Segmente teilen und auf den vorbereiteten Backblechen zu kleinen Kringeln geformt ablegen.
  • Die Kringel im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft etwa 10 Minuten backen.
  • Währenddessen beide Zuckerarten zum Bestreuen vermengen.
  • Direkt aus dem Backofen werden die Kringel mit dem Streuzucker bestreut.

Dänische Verwandte der Vanillekipferl 



Sonntag, 7. Dezember 2025

Apple-Oat-Cookies

Bei der Überschrift ahnt bereits jeder, es geht wider den Apfelvorrat. Da ich mich im Vor-Weihnachts-Backwahn-Modus befinde, habe ich mir ein Rezept für Apfel-Haferflocken-Plätzchen ausgedacht. Dafür reibe ich zwei Äpfel klein und vermenge sie mit Haferflocken. In der Adventszeit darf natürlich auch Zimt nicht fehlen. Die genaue Zutatenliste findet ihr unten.

Zutaten
100 g kernige Haferflocken
2 Äpfel (Boskop) 200 g gerieben
75 g Ahornsirup
100 g weiche Margarine/Butter
1 Ei Größe L
100 g Dinkelmehl Type 630
1 TL gemahlenen Zimt
1 Prise Salz

Zubereitung
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und grob reiben. Mit den restlichen Zutaten zu einem Teig rühren und mit einem Esslöffel kleine Portionen mit ausreichend Abstand auf die vorbereiteten Backblech setzen.
  • Die Cookies im mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens für etwa 25 Minuten bei 160 °C Umluft) goldbraun backen.


der Rest von 18 Cookies

Fazit: Nachdem ich den Rest der Plätzchen nachträglich noch ein Fußbad aus Zartbitterkuvertüre verpasst habe, schlug die Begeisterung bei unseren Enkeln noch höher.

Samstag, 6. Dezember 2025

Jule-Muffins als Backmischung

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Backmischung für Erdbeermuffins bei einem Discounter gekauft habe. Die daraus gebackenen Muffins konnten mich damals allerdings nicht überzeugen. Im letzten Jahr stolperte ich dann über einen Foodblog, der zeigte, wie man seine eigene Backmischung erstellt – da war mein Interesse sofort entfacht! Jetzt hieß es, in der Schatzkiste meines Archivs das perfekte Rezept zu entdecken, das genau dafür passt. Es fand sich ein Muffinrezept, das ohnehin auf meiner To-do-Liste stand. Aus den angegebenen Zutaten lassen sich zwölf leckere Muffins backen. Da wir immer noch kein Muffinblech besitzen, verwende ich die bewährten Silikonförmchen. Das erspart mir das lästige Einfetten. Doch vor der finalen Version kommt der erste Versuch, um das Gefäß mit dem richtigen Volumen für die Backmischung ausfindig zu machen. Zunächst einmal müssen die Zutaten abgewogen und bereitgestellt werden.


Das Mehl in zwei Portionen aufteilen

Zutaten für die Backmischung
75 g Zucker
1TL Vanillezucker
1 Prise Salz
150 g Dinkelmehl Type 630
1 Tütchen Backpulver
1 gestr. TL Natron
50 g gehackte Mandeln
50 g Schokoladentropfen

Was noch fehlt
1 Ei Größe M
150 g Joghurt griechischer Art
100 g Sonnenblumenöl

Für das optionale Frosting
300 g Frischkäse
4 EL Puderzucker
½ TL Zimt
Kakaopulver zum Bestäuben

Zusammenstellung der Backmischung

Alle trockenen Zutaten Mehl, Backpulver, Natron, Zucker, Vanillezucker, Salz, Schokoladentropfen und die gehackten Mandeln abmessen und bereitstellen. Mit einem Trichter in das Einmachglas füllen. Und abschließend gut verschließen.

Schichtplan von Oben nach unten
1 TL Vanillezucker und 1 Prise Salz
75 g Zucker
50 g gehackte Mandeln
75 g Mehl
50 g Schokoladentropfen
Backpulver und Natron
75 g Mehl

Das passende Glas ist gefunden;    nun noch die restlichen Zutaten.

Zubereitung
  • Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. 
  • Den Inhalt des Einmachglases mit dem Öl, dem Ei und dem Joghurt in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  • Die Förmchen bis zu ⅔ mit Teig befüllen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens bei 160 °C Umluft etwa 20 Minuten goldbraun backen.
  • In der Zwischenzeit alle Zutaten für das Frosting zu einer glatten Creme schlagen und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.
  • Wenn die Muffins vollständig abgekühlt sind, das Frosting mit dem Spritzbeutel auftragen und zum krönenden Abschluss noch mit etwas Kakaopulver bestäuben.

Passt für genau ein Dutzend Muffins.

Der Test ist erfolgreich abgeschlossen.

Zum Nikolaustag gibt es die finale Version