Sonntag, 10. Dezember 2023

Julesnegle (Adventschnecken 2.0)

In der Vorweihnachtszeit stand ich häufig am Herd und backte oder kochte. Z.B. Risengrød (Milchreis) für die Julenisser (Weihnachtswichtel), in der Hoffnung das sie mich bei der Küchenarbeit unterstützen würden. Neben den Blogbeiträgen musste ich auch noch auf die besonderen Wünsche aus dem Familienkreis eingehen. Die wollten die kleinen Rumkugeln. Natürlich durfte ein Weihnachtsstollen auch nicht fehlen. Dabei kam mir der Gedanke den Stollenteig einmal auf Kleingebäck anzuwenden. Nicht als Adventswecken, die hatte ich bereits, sondern als Schnecken. Ähnlich den Adventsschnecken, die ich bereits vor ein paar Jahren bereits einmal gebacken habe. Nur leicht abgewandelt als Version 2.0.

Zutaten für den Teig

300 g Dinkelmehl Type 630
20 g frische Hefe
125 ml lauwarme Milch
50 g Butter
1 Ei Größe L
1 Prise Salz
2 TL Vanillezucker
1 Msp Kardamom
1 Msp gemahlenen Nelken
1 gestr TL Zimt

Zutaten für die Füllung
50 g gehackte Mandeln
50 g Zitronat
50 g Orangeat
50 g Rosinen

Zubereitung
  • Die Hefe mit etwas vom Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufgelöste Hefe hinein gießen. Mit Mehl vom Rand zu einem weichen Vorteig verrühren. Mit weiterem Mehl vom Rand bedecken. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt an einen warmen Ort für 15 Minuten abstellen, bis sich in der Mehlabdeckung Risse gebildet haben. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Nochmals gut abgedeckt den Teig für weitere 60 Minuten gehen lassen.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Beim Verteilen der Trockenfrüchte etwa einen fingerbreiten Rand frei lassen. Dann den Teig von der Längsseite her einrollen, in daumendicke Scheiben schneiden und mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ablegen. Gut abgedeckt die Juleschnecken noch einmal 20 Minuten ruhen lassen.
  • In der Zeit den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Dann kommen die Schnecken für etwa 20 Minuten in den mittleren Einschub des vorgeheizten Ofens.
  • Wer mag bestreicht die Zimtschnecken abschließend noch mit Zuckergussglasur.

lecker Schnecken

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Kourabiedes

Süßes griechisches Gebäck fehlt mir noch in meiner Rezeptsammlung. Auf der Suche im Netz stieß ich auf Kourabiedes. Das sind kleine Kekse mit gemahlenen Mandeln, die mich von den Zutaten her, an Vanillekipferl erinnern. Nur dass, im Originalrezept ein Schuss Ouzo oder Weinbrand mit in den Teig kommt. Weil die Plätzchen für die ganze Familie gedacht sind, verzichte ich lieber darauf. Statt des Anis-Schnaps rühre ich eine Messerspitze gemahlenen Anis mit unter den Teig.

Zutaten
100 g Butter
50 g Puderzucker
1 TL Vanillezucker
eine Prise Salz
1 Eigelb
50 g gemahlene Mandeln
1 MSP gemahlenen Anis
150 g Weizenmehl Type 405
½ Tütchen Backpulver
Puderzucker zu bestreuen

Zubereitung
Den Ofen auf 180 °C Ober- Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Butter mit einer Prise Salz, dem Puder- und Vanillezucker zu einer cremigen Masse rühren. Erst das Eigelb und dann die gemahlenen Mandeln einrühren. Das Mehl mit dem Backpulver sowie dem Anispulver vermengen, in die Schüssel sieben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig zu einer 4 cm dicken Rolle formen in Frischhaltefolie einwickeln und zum Abkühlen 30 Minuten in den Gefrierschrank legen.
Die Folie von der Teigrolle entfernen, mit einem Messer etwa 5 mm dicke ovale Scheiben abschneiden und auf das vorbereitete Backblech setzen.
Das Blech mit den Plätzchen im mittleren Einschub des vorgeizten Ofens für etwa 15 Minuten bei 180 °C backen.
Nach einer kurzen Abkühlphase werden die Kourabiedes mit reichlich Puderzucker bestäubt.

griechische Butterplätzchen

Fazit: das nächst Mal kann gerne noch etwas mehr Anis in den Teig gerührt werden


Sonntag, 3. Dezember 2023

Jules Küsschen

Das Erste Mal habe ich von diesen besonders leckeren Keksen aus Cornelia Funkes Roman "Gespensterjäger auf eisiger Spur" erfahren. Ich habe selbst einige ihrer fantastischen Bücher gelesen lange bevor ich Großvater wurde. Jetzt hören sich unsere Enkel ihre Geschichten an, wenn ich sie vorlese. Als ich, nur aus Spaß, nach einem Rezept für Feenküsse im Netz suchte, war ich sehr überrascht so viele zu finden. Die Idee mit den Toffee-Pralinen, die mit einer Baisermasse überzogen werden, fand ich einfach genial. Allerdings kann ich sie wegen der Nussallergie eines Familienmitglieds so nicht umsetzen, weil sie einen Haselnusskern enthalten. Aber ein Ersatz fand sich gleich neben ihnen im Regal des gut sortierten Supermarktes. Als Basiskeks rührte ich einen einfachen Mürbeteig an, in dem ich die Eidotter verwenden konnte, die für die Zubereitung der Baisermasse übrig blieben. Wegen der Abwandlung vom Rezept, habe ich den Küsschen einen neuen Namen verpasst. Zu Ehren des Wichtelmädchens, das in der Vorweihnachtszeit durch unsere Räumlichkeiten geistert, nenne ich sie Jules Küsschen.

Zutaten für den Keksteig
50 g Zucker
2 TL Vanillezucker
eine Prise Salz
2 Eidotter Größe M
100 g kalte Butter
200 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Zimt
1 TL Backpulver

Zutaten für den Baisersschaum
2 Eiweiß
1 Prise Salz
80 g Zucker

Zutaten für den Kern
4 Rollen Toffeepralinen (32 Pralinen)

Zubereitung
  • Die Eier trennen. Das Eiweiß für die Baisermasse kurzfristig in den Kühlschrank stellen. Die Eigelbe mit beiden Zuckerarten und dem Salz cremig schlagen. Dann die Butter in Flocken dazu geben und einrühren. Anschließend das Mehl mit dem Zimt durchmengen, in die Rührschüssel sieben und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Den Teig zu einer Rolle von etwa 5 cm Durchmesser formen und in Frischhaltefolie eingewickelt für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  • In der Zwischenzeit das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und den Zucker während des Rührvorgangs einrieseln. Wenn der Zucker aufgelöst ist, füllt man den Eischnee in einen Spritzbeutel mit einer Sterntülle und stellt ihn bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank.
  • Die Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 140 °C Umluft vorheizen.
  • Die Rolle mit dem Keksteig wird nun aus dem Kühlschrank genommen, ausgepackt und in 5 mm dicke Scheiben geschnitten. Auf jeden Keks nun eine Toffeepralinen setzten und anschließend mit eine Haube Baisersschaum versehen.
  • Dann kommen die Küsschen für etwa 45 Minuten bei 140 °C Umluft in den Backofen.


die Küsschen schmecken nicht nur zur Weihnachtszeit

Freitag, 24. November 2023

Herzhafter Pfannkuchenauflauf

Es kommt bei uns immer wieder einmal vor, dass der wöchentliche Menüplan durcheinander gerät. Dann kommt mir der Schnack meiner Oma in den Sinn: "Nimm di nix vör, denn sleit di nix Fehl". Was im Hochdeutschen so viel wie: "Nimm die nichts vor, dann geht auch nichts schief". Weil wir ungeplant Gäste an unserem Mittagstisch versorgen mussten, wurden schnell ein paar Pfannkuchen zusammengerührt und in die Pfanne gehauen. Natürlich, wie üblich, viel zu Viele. Jetzt haben wir neben dem Fleischsalat noch Pfannkuchen, die auf den baldigen Verzehr warten. Schnell wir aus beiden Resten ein herzhafter Pfannkuchenauflauf. Ähnlich wie schon mit der Apfelfüllung vor ein paar Wochen.

Zutaten
Pfannkuchen
Fleischsalat
2 Eier (Größe L)
125 ml Milch
125 g Kräuterquark
Käse zum Gratinieren

Zubereitung
Eine hitzebeständige Form einfetten und den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Eier mit dem Kräuterquark und der Milch verrühren. Auf die Pfannkuchen eine Portion Fleischsalat geben, gleichmäßig verteilen und einrollen. Die Rollen in die vorbereitete Form legen und mit der Eiermasse übergießen. Nun noch den Käse frisch darüber reiben. Dann kommt der Auflauf bei 200 °C  für 20 Minuten in den mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens. Abschließend wird die Temperatur für etwa 5 Minuten auf 250 °C erhöht bis die Käsekruste knusprig braun ist.

wieder eine gelungene Resteverwertung

Mittwoch, 15. November 2023

Fleischsalat mit Paprika

Bei Fleischsalaten aus dem Supermarkt, egal ob von der Frischetheke oder aus dem Kühlregal, bin ich eher skeptisch. Wenn ich mir die Liste der Inhaltsstoffe ansehe, kommen mir stets Bedenken. Dann schnibble ich mir lieber selber etwas zusammen, dann weiß ich was drin ist. Außerdem kann man seine eigene Kreativität ins Spiel bringen. Statt der Mayonnaise greife lieber lieber zu Schmand und schneide eine Paprikaschote mit hinein. Eine kleingewürfelte rote Zwiebel und auf Empfehlung meiner mir angetrauten Küchenfee geraspelte Radieschen, kommen auch noch zum Salat. Weitere Zutaten werden sich durch das Abschmecken finden. Die Hauptzutat bleibt natürlich eine Lyoner Fleischwurst.

Zutaten
½ Fleischwurst (ca. 300 g)
1 kleine Paprikaschote
1 kleine rote Zwiebel
3 - 4 Radieschen
200 g Schmand
2 EL Tomatenmark
1 EL Ajvar
1 Schuss Balsamicoessig
Salz und Paprikapulver zum Abschmecken
frisch gehackter Schnittlauch

Zubereitung
Die Paprika vierteln, das Kerngehäuse sowie die weißen Fasern entfernen, abspülen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Radieschen ebenfalls abspülen und mit der Küchenreibe in grobe Schnitzel reiben. Nach dem die Zwiebel kleingewürfelt ist, wird die Wurst abgepellt und in kleine Streifen geschnitten.
Das ganze Geschnetzelte wird mit einem Becher Schmand, dem Tomatenmark und Ajvar in einer Schüssel vermengt. Dann wird der Salat mit den Gewürzen und einem guten Schuss Balsamico abgeschmeckt.
Abschließend kommt er für eine Weile in den Kühlschrank damit er noch gut durchziehen kann.

vor dem Servieren wird noch etwas frisch
gehackter Schnittlauch drüber gestreut

Samstag, 11. November 2023

Cake-Pops

Die Cake-Pops entstanden aus einer Notlösung, weil die Zitronenbällchen nicht so gut ankamen. Die rettende Idee stammte von einem der Vorkoster. Es bräuchte nur noch ein Holzstiel, ein Schokoladenüberzug und bunte Streusel. Letzteres fehlte im Vorratsschrank. Dafür kamen gehackte Mandel zum Einsatz. Das Andere war vorhanden.

Zutaten

10 Zitronenbällchen
5 Schaschlikspieße
100 g zartbitter Kuvertüre
50 g gehackte Mandeln

Zubereitung
Die Kuvertüre kleinhacken und in einem warmen Wasserbad schmelzen. In der Zwischenzeit die Holzspieße halbieren und die Zitronenbällchen darauf aufspießen. Sowie die Kuvertüre flüssig ist, die Spieße erst darin eintauchen und dann die gehackten Mandeln darüber streuen. Zum Abschluss die Cake-Pops zum Abkühlen bei Seite stellen.


eine gelungene Notlösung

Mittwoch, 1. November 2023

Zitronen-Kokos-bällchen

Neulich stand ich wieder in der Küche und bereite meine begehrten Rumkugeln zu. Während ich den Teig noch mit einen Schuss Rum abschmecke, dache ich darüber nach, auch einmal kinderfreundliche ohne Alkohol zu machen. Außerdem sollten sie nicht ganz so schokoladig sein. Eventuell nicht aus einem Schokoladenkuchen, sondern einer Sandtorte? Sofort kommt mir das Rezept meiner Großmutter in den Sinn. Ihre Sandtorte bzw. ihr Zitronenpuffer wäre die geeignete Basis. Meinen ersten Gedanken, mit bunten Streuseln verwerfe ich zu Gunsten von Kokosflocken, als Umhüllung. Als flüssige Zutat für eine matschige, formbare Masse denke ich an Zitronensirup. Für die Erwachsenenvariante könnte man dann einen Schuss Limoncello unter den Teig rühren. Aber jetzt sind erst einmal die Kinder dran. Für ihre kleinen Münder rolle ich die Bällchen etwas kleiner aus. Auch damit es nicht so doll krümelt und sie mit einem Happs im Mund verschwinden.

Zutaten für den Zitronenpuffer
150 g Weizenmehl Type 405
150 g Speisestärke
250 g zimmerwarme Butter
250 g Zucker
1 Prise Salz
1 Tütchen Backpulver
2 TL Vanillezucker
4 Eier Größe M
3 EL Milch
1 Bio Zitrone

Zubereitung
Die Zitrone abspülen und abtrocknen. Die Schale abreiben und den Saft auspressen. Alle Zutaten abwiegen und bereitstellen.
Eine Kastenform einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit einer Prise Salz und beiden Zuckersorten cremig rühren. Nach und nach die Eier sowie die Milch unterrühren. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver vermengen, in die Rührschüssel sieben und alles zu einem klumpenfreien Teig verarbeiten. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens bei 180 °C Ober- Unterhitze für etwa 50 Minuten goldbraun backen.

Zutaten für den Sirup

3 kleine Bio Zitronen
Zucker

Zubereitung des Zitronensirups
Die Zitronen abspülen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Den Saft aufkochen und mit Zucker und Zitronenabrieb abschmecken. Den Sud etwa 15 Minuten bei geringer Hitze reduzieren.

Zutaten fürs Finale
einen halben Zitronenpuffer
Zitronensirup
50 g Kokosflocken für die Umhüllung

Finale Zubereitung
Den Zitronenpuffer in grobe Stücke zerrupfen und mit den Händen in einer Rührschüssel mit Zitronensirup verkneten. Nur so viel Sirup einarbeiten bis man einen Teig erhält, aus dem sich kleine Bällchen rollen lassen. Bei Bedarf mit Puderzucker abschmecken und den Teig für 30 Minuten zum Durchziehen beiseite stellen.
Einen tiefen Teller mit Kokosflocken sowie eine Schüssel mit sauberem Wasser bereitstellen.
Kleine Portionen vom Teig mit den Händen zu wallnussgroßen Kugeln formen und in den Kokosflocken wälzen. Damit möglichst viele Flocken haften bleiben, feuchte ich meine Hände zwischen den Arbeitsgängen leicht an.

Für die Großen gibt’s die Kugeln mit Limoncello