Samstag, 30. März 2019

Huevos mole con gofio

Es liegt schon eine ganze Weile zurück, dass ich öfter als Servicetechniker zu Wartungs- oder Reparatureinsätzen nach Gran Canaria reisen musste. Bei einem der ersten Einsätze wurden wir nach einer  erfolgreichen Reparatur vom Kunden zum Essen eingeladen. Selbstverständlich nicht in eines der Touristen-Lokale. Nach einer etwas längeren Autofahrt ins Landesinnere, ging es zu einem Landgasthof, der bei den Einheimischen sehr beliebt war. Dort gab es ein Menü mit einer gemischten Vorspeisenplatte, landestypischen Hauptspeisen und auch entsprechende Nachspeise. Natürlich erinnere ich mich noch an die leckeren Papas con Mojo. Aber als bekennender Naschkater hat mich besonders die Nachspeise vom Hocker gehauen. Die Eiercreme, Huevos con Gofio, die aus aufgeschlagenen Eigelb und Zuckersirup hergestellt wird und vor dem Servieren mit geröstetem Getreidemehl bestäubt wird. Mein Spanisch reichte nicht aus, um mir das Rezept zu notieren. Damals gab das Internet auch nicht so viel her, dass ich das Rezept finden konnte. Daher hatte ich es auch schon fast vergessen, bis ich neulich durch einen Fernsehbericht darauf aufmerksam gemacht wurde. Im Netzt wurde ich dann schnell fündig. Es stellte sich jedoch für mich ein anderes Problem ein: woher bekomme ich das geröstete Getreidemehl. Selbst der in Hamburg ansässige Großhändler für spanische Spezialitäten hatte es nicht in seinem Sortiment. Es blieb nur die Alternative das Gofio übers Internet zu bestellen.

zum Ausprobieren erst einmal ausreichend

Zutaten
125 g Rohrohrzucker
5 Eier
250 ml Wasser
Schale einer halben unbehandelten Zitrone
1 kleine Stange Zimt
2 EL Gofio
 

Zubereitung
  • Die Eier trennen. Das Eiweiß für andere Anwendungen in den Kühlschrank stellen. Das Eigelb  schaumig schlagen.
  • Zitrone gut abspülen und mit einem Sparschäler schälen.
  • Zucker im kochenden Wasser auflösen. Zimtstange und Zitronenschale hineingeben und unter ständigem Rühren bei milder Hitze zu einem Sirup einkochen lassen.
  • Wenn sich Schaum bildet ist die richtige Konsistenz erreicht, die Zitronenschale und die Zimtstange herausfischen und den Sirup abkühlen lassen.
  • Nach und nach das Eigelb vorsichtig unterheben und in einem warmen Wasserbad unter gelegentlichen Rühren erwärmen bis eine homogene Creme entstanden ist.
  • Die Creme in kleine Schüsselchen füllen und zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen.
  • Zum Servieren geröstetes Gofio-Mehl mit einem Sieb darüber stäuben.

die Menge der Zutaten reicht für drei Portionen


Sonntag, 17. März 2019

Kaffee-Karamell-Kuchen

Inspiriert durch das Kaffee-Blechkuchen-Rezept bei "ich muss backen" habe ich Tante Idas Blitzkuchen entsprechend angepasst. Für ein ganzes Blech habe ich mich mit der Menge der Zutaten allmählich herangetastet, bis ich der Meinung war das der Teig die richtige Konsistenz hat. Wegen der späteren Zugabe der Zucker-Zimt-Mischung habe ich den Zuckeranteil im Teig reduziert. Eine Prise Salz gehört in meinen Kuchen immer dazu, um den Geschmack abzurunden. Das Ergebnis hat jedenfalls überzeugt.

Zutaten für den Teig
400 g Mehl
2 Tütchen Backpulver
250 g Zucker
2 EL Vanillezucker
4 Eier
300 ml Milch
250 g zerlassene Butter
1 Prise Salz
200 g Rohrohrzucker
2 TL gemahlener Zimt
2 Sticks Instant-Espresso-Pulver
60 g zerlassene Butter

Zubereitung
  • Die zerlassene Butter mit dem Zucker, den Eiern, der Milch, dem Vanillezucker und dem Salz in einer Schüssel vermengen.
  • Mehl und Backpulver darüber sieben und kurz zu einem glatten Teig rühren.
  • Rohrohrzucker mit dem Zimt vermischen.
  • Eine Hälfte des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen. Ein Teil der Zucker-Zimt-Mischung gleichmäßig darüber verteilen, Kaffeepulver darüber streuen. Dann die andere Hälfte des Teiges darüber verstreichen und mit dem restlichen Zimtzucker bestreuen. Abschließend mit zerlassener Butter beträufeln.
  • Den Kuchen etwa 50 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Ober- und Unterhitze goldbraun backen. Nach erfolgreicher Probe mit einem Holzstäbchen wenn keine Teigreste mehr haften bleiben, den Kuchen aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.

passt auch zum St. Patrick's Day

Dienstag, 12. März 2019

Hamburger National oder Steckrübeneintopf


Ob nun Lübecker- oder Hamburger National, darüber streiten sich die Geister. Der Steckrübeneintopf ist jedenfalls ein typische norddeutsches Gericht, das traditionell in den Wintermonaten bei uns Zuhause auf dem Tisch kam.


Zutaten
300 g Kassler
500 g Kartoffeln
500 g Steckrüben
1 Zwiebel
150 g Speck
1 l Gemüsebrühe
2 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
2 Pfefferkörner
1 Messerspitze gemahlenen Kümmel
1 EL Schweineschmalz zum Anbraten
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
Das Kassler in einem Topf geben, mit der Gemüsebrühe auffüllen bis das Stück ganz bedeckt ist. Pimentkörner, Lorbeerblatt, Gewürznelken und Pfefferkörner
hinzufügen und 45 Minuten köcheln lassen.

Die Kartoffeln und die Steckrübe schälen und dann in ca. 1cm große Würfel schneiden.

Den Topf mit dem Kassler vom Herd nehmen, die Brühe durch ein Sieb gießen und auffangen.

Die Zwiebeln und den Speck würfeln und mit dem Schmalz in einem Topf anschwitzen.
Kartoffeln und Steckrüben zugeben, kurz anschwitzen, mit der Brühe ablöschen und 30 Minuten garen lassen.

Kassler vom Knochen befreien, in mundgerechte Stücke schneiden und 15 Minuten vor Ende der Garzeit mit in den Topf geben. Bei Bedarf mit dem gemahlenen Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

durch den Speck und das Kassler ist bereits ausreichend Salz im Eintopf.


Montag, 4. März 2019

Bienenstich (nach Opas Art)

Omas Bienenstich war immer sehr beliebt. Auch meine Mutter hat ihn oft gebacken. Nur das sie anstatt der fetten Buttercreme eine Vanillecreme aus der Tüte als Füllung dazwischen aufgetragen hat. Mittlerweile bin ich selber Opa und habe auch meine eigene Variante geschaffen.


Zutaten für den Teig
150 g weiche Butter
120 g Rohrohrzucker
10 g Vanillezucker
Eine Prise Salz
3 Eier (Größe M)
250 g Dinkelmehl
½ Tütchen Backpulver


Zutaten für die Füllung
300 g Vanillepudding
50 g Mascarpone


Zutaten für den Belag
200 g Karamellcreme
60 g gehobelte Mandeln



Zubereitung

Springform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Karamellcreme im Wasserbad erwärmen. Ofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker verrühren. Nach und nach die Eier hinzugeben und mit einem Mixer schaumig schlagen.

Mehl mit dem Backpulver vermengen, über die Masse sieben und alles mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig in die vorbereitete Springform geben und gleichmäßig verstreichen.

Die gehobelten Mandel und die Karamellcreme darüber verteilen. Im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten goldbraun backen.

Den fertigen Bienenstich auskühlen lassen und in zwei gleichdicke Hälften schneiden. Die Vanillecreme auf den unteren Boden gleichmäßig verstreichen und beide Hälften wieder zusammenfügen.

noch stehen die Zwerge auf Babynahrung

Mittwoch, 20. Februar 2019

Kohlrabigratin

Kohlrabi haben wir in unserem Haushalt immer vorrätig. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass meine mir angetraute Bürofachkraft ihn mit anderen Gemüse als Rohkost-Pausensnack mit zur Arbeit nimmt. Seltener gelangt er als Gemüsebeilage auf den Tisch. Heute steht er jedoch im Mittelpunkt.


Zutaten für zwei Portionen
2 Kohlrabi
200 g Speck
1 EL Butter
1 EL Mehl
100 ml Sahne
1 Zitrone
2 EL Sesamkörner
Salz, Pfeffer, Zucker und Muskat zum Abschmecken
Käse zum Überbacken

Zubereitung
  • Die Kohlrabi schälen und vierteln. Mit einen Gurkenhobel die Viertel in Scheiben schneiden und anschließend in Salzwasser wenige Minuten vorgaren.
  • Sesamkörner in einer Pfanne anrösten, wenn sie den gewünschten Bräunungsgrad erreicht haben, die Körner auf einen Teller zum Auskühlen geben.
  • Speck würfeln und in einer Pfanne auslassen.
  • Ofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Zitronenschale gut abspülen und abtupfen. Die Hälfte der Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Kohlrabischeiben mit einer Schaumkelle aus dem Topf, gut abtropfen lassen und mit den ausgelassenen Speckwürfeln in eine gefettete Auflaufform schichten.
  • Butter in einem Topf zerlassen. Mehl zugeben, anschwitzen und unter ständigem Rühren nach und nach etwas vom Gemüsewasser zugeben. Sahne, Zitronenabrieb, etwas von dem Saft und die gerösteten Sesamkörner unterrühren. Zum Abschluss die Soße mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Die Zitronensoße gleichmäßig über die Kohlrabischeiben gießen. Käse darüber reiben und die Form für etwa 15 Minuten auf der mittleren Schiene goldbraun backen.
Kohlrabi überbacken

Samstag, 16. Februar 2019

Kassler Burger

Zum Grünkohl oder Sauerkraut kommt bei uns bevorzugt Kassler  mit auf den Teller. Wir garen sie nicht im Topf zusammen mit dem Kohl, sondern braten sie im Ganzen im Backofen bei niedriger Temperatur. Meistens bleibt vom Braten noch ein Rest übrig, das wir gerne den nächsten Tag kalt oder warm verzehren. Die Idee sie als Burger zu verwenden kam uns, weil wir außerdem noch vier Roggenbrötchen zum Aufbacken liegen hatten.

fehlt nur noch Salz und Pfeffer

Zutate
4 Scheiben Kassler
4 Roggenbrötchen zum Aufbacken
4 Scheiben Käse
2 Zwiebeln
4 Eier
1 Paprika
Salz, Pfeffer, Ketchup und Senf

Zubereitung
  • Ofen auf 180 °C Ober-Unterhitze vorheizen.
  • Paprika in Ringe schneiden, abspülen und die Kerne entfernen.
  • Brötchen halbieren, belegen mit einer Scheibe Kassler, 2-3 Scheiben Zwiebeln, je einer Scheibe Käse und alles zusammen für etwa 10 Minuten im Ofen backen.
  • Nebenbei auf dem Herd vier Spiegeleier in den Paprikaringen braten und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Brötchen aus dem Ofen nehmen, mit den Spieleiern belegen und mit Ketchup und Senf bestreichen.
Ketchup und Senf nach Belieben noch darüber streichen

Donnerstag, 7. Februar 2019

Rosenkohl Eintopf

Frischer Rosenkohl vom Wochenmarkt ist bei uns in der Küche ein beliebtes Wintergemüse. Das Gemüse mit den zarten Röschen kommt während der kalten Jahreszeit bei uns öfters auf den Tisch. Entweder als Gemüsebeilage oder wie hier als deftiger Eintopf. Dazu kommen die bewerten Fleischbällchen aus Bratwurstbrät, die ich vorher gerne in der Pfanne anbrate, weil ich noch etwas Röstaromen in meinen Eintopf haben möchte.

Zutaten
500 g Rosenkohl
1 Bund Suppengrün
3-4 Kartoffeln
1 Zwiebel
200 g durchwachsenen Speck
1 l Gemüsebrühe
2 EL Rapsöl
3 grobe Bratwürste
Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum Abschmecken

Zubereitung
  • Den frischen Rosenkohl putzen.
  • Die Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden
  • Das Suppengemüse putzen und kleinschneiden.
  • Die Zwiebel abpellen und kleinwürfeln.
  • Den Speck in Würfel schneiden.
  • Das Bratwurstbrät aus dem Darm drücken zu kleinen Bällchen formen.
  • Den Speck in etwas Öl auslassen.
  • Die kleingeschnittene Zwiebel darin glasig anschwitzen.
  • Mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  • Die Kartoffeln sowie das restliche Gemüse hinzu geben.
  • Gut durchrühren und den Sud zum Kochen bringen.
  • Auf kleiner Flamme die Suppe köcheln lassen bis das Gemüse gar ist.
  • Fleischbällchen in einer Pfanne anbraten und später in den Suppentopf unterrühren.
  • Den Eintopf mit Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.