Montag, 29. Juni 2020

Empanadas

Die neueste Attraktion auf unserem Wochenmarkt im Wandsbeker Quarree ist ein Marktstand der Empanadas mit deftiger Füllung in verschiedenen Variationen anbietet. Sie werden aus einem alten Citroën Kastenwagen Typ H heraus verkauft, der selbst nicht mehr Fahrtüchtigkeit ist, sondern als Anhänger liebevoll umgebaut wurde.

Zutaten für den Teig
250 g Maismehl
250 g Dinkelmehl Typ 630
100 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Prise Zucker
2 cl Olivenöl
2 cl Milch
1 Ei Größe L
100 ml Wasser
1 Ei für die Glasur


Zubereitung des Teigs
Beide Mehlsorten miteinander vermengen und in eine Schüssel sieben. Butter in Flocken sowie alle anderen Zutaten bis auf das Wasser zugeben und durchkneten. Nach und nach das Wasser unterrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zutaten für die Füllung
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 rote Paprikaschote
Olivenöl zum Anbraten
250 g Rinderhack
2 EL Crème fraîche
2 EL Tomatenmark
2 EL scharfes Ajvar
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
glatte Petersilie und andere Küchenkräuter nach eigenem Geschmack
wer mag kann auch noch Rosinen mit in die Füllung geben.

Zubereitung der Füllung
Die Paprikaschote aufschneiden, putzen, unter fließendem Wasser ausspülen und in Würfel schneiden. Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe abpellen, fein würfeln und in einer Pfanne im heißen Öl glasig andünsten. Die Paprika dazugeben. Dann das Hack mit in die Pfanne geben und unter Rühren gleichmäßig anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen und das Tomatenmark, das Ajvar mit der Crème fraîche und den gehackten Kräutern untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

So geht's weiter

Das Backblech aus dem Ofen nehmen und mit Einem Bogen Backpapier auslegen. Den Backofen auf 200 °C Ober- Unterhitze vorheizen. Das Ei trennen und das Eigelb mit einer Gabel verquirlen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen und mit einer Kreisform (etwa 10 cm Ø) Teigfladen ausstechen. Den Rand der Fladen mit Eiweiß bestreichen. Einen Esslöffel von der Hackfleischfüllung in die Mitte der Fladen geben. Die Fladen zur Hälfte einklappen und die Ränder mit einer Gabel andrücken.


Die Teigtaschen auf das bereitgestellte Backblech verteilen, mit verquirlen Eigelb bestreichen und im mittleren Einschub des vorgeheizten Backofens für etwa 15 Minuten goldgelb backen.

die eine Hälfte mit Rosinen, die andere ohne

Samstag, 20. Juni 2020

Herzhafte Blätterteigschleifen

Nach dem Backen der Erdbeer-Rhabarber-Tarte ist noch Blätterteig übrig geblieben. Mit wenig Aufwand werden daraus ein paar leckere Snacks. Mit Käse und Tiroler Speck entstehen daraus ein paar herzhafte Blätterteigstreifen.

Zutaten
Blätterteig
Käse
Tiroler Speck

Zubereitung
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Aus dem Blätterteig etwa 15 cm lange Streifen schneiden, sie mit Käse oder/und Tiroler Speck umwickeln und auf dem bereitgestellten Backblech verteilen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten goldbraun backen.

herzhafte Blätterteigschleifen
lange blieben die Snacks nicht liegen

Freitag, 12. Juni 2020

Erdbeer-Rhabarber-Tarte

Es ist Saison für frische Erdbeeren und Rhabarber aus der Region. Jeder Obststand auf dem Wochenmarkt, der was auf sich hält, hat sie in seinem Angebot. So kann ich mir die besten Früchte aussuchen. Bevor es in diesem Jahr keinen frischen Rhabarber mehr gibt, will ich noch unbedingt was mit dem sauren Gemüse auf den Tisch bringen. Weil er gut mit Erdbeeren harmoniert möchte ich eine Tarte damit backen. Ein geeignetes Rezept aus der Nachmittagssendung des NDR-Fernsehens habe ich mir notiert und entsprechend meiner Obstauswahl angepasst.


Zutaten
150 g Rhabarber
350 g Erdbeeren
1 TL Vanillezucker
2 EL Zucker
1 Packung Blätterteig
2 Eier Größe L
250 g Quark 40%
100 g Crème fraîche
1 Bio Limette
1 EL Speisestärke
1 EL Instantmehl
100 g gehobelte Mandeln
12 Erdbeeren für die Deko

Zubereitung
Eine Tarteform (26 cm Durchmesser) einfetten und mit Paniermehl austreuen.
Den Blätterteig nach Packungsangaben auftauen. Die drei Platten auf einer Arbeitsfläche fingerbreit überlappend anordnen und die Nahtstellen mit etwas Stärkewasser oder Eiweiß bestreichen, vorsichtig andrücken und mit einem Nudelholz quadratisch (32 cm x 32 cm) ausrollen. Vorsichtig in die Tarteform heben, leicht andrücken und die überstehenden Reste abschneiden. In die Teigmitte mit der Gabel ein paar Löcher einstechen. Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Rhabarberstangen schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Erdbeeren abspülen, den Stilansatz entfernen, halbieren, mit den Rhabarberstücken in einer Schüssel mit dem Kristall- und dem Vanillezucker vermengen und eine Weile ziehen lassen.

Die Limette heiß abspülen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.



Die Eier mit dem Zucker cremig rühren. Löffelweise den Quark einrühren. Danach die Speisestärke, das Mehl sowie den Limettensaft und dem -Abrieb unterrühren.

Das Obst in die bereitgestellte Tarteform füllen und die Quarkmasse darüber gießen.

Die Tarte im mittleren Einschub bei 180 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Ofen für etwa 45 Minuten backen. Nach etwa 20 Minuten die gehobelten Mandeln darüber verstreuen. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist die Tür des Backofens einen Spalt öffnen und noch 10 Minuten bei abgeschalteten (!) Ofen ziehen lassen. Anschließend zur weiteren Abkühlung die Tarte aus dem Ofen nehmen. Vor dem Servieren noch die Erdbeeren auf der Tarte kreisförmig verteilen.


Erdbeer-Rhabarber-Tarte
alle warten gespannt auf den Anschnitt

Sonntag, 7. Juni 2020

Erdbeermousse

Im letzten Jahr hatte ich mich an einer Tarta de la Virgen Blanca versucht, die nicht ganz so gelungen war wie ich es mir gewünscht hätte. Weil die Schicht mit der Erdbeermousse nicht die nötige Festigkeit hatte, quoll sie leider seitlich heraus. Das gab natürlich einen Punkteabzug beim Design. Geschmacklich gab es nichts zu Meckern. Auch beim Rest der unterschiedlichen Tortenteile war ich zufrieden. Darum beschränke ich mich beim heutigen Versuch nur auf die Mousse. Als kleine Abweichung ziehe ich dünne Schichten aus Zartbitterkuvertüre ein. Die stammt von einer Schokoladenglasur, die ich nicht vollständig aufgebraucht hatte. Weil es mir widerstrebte sie einfach zu entsorgen, habe ich sie auf einen Bogen Backpapier dünn aufgetragen und für eine spätere Verwendung in den Gefrierschrank gelegt.

Zutaten
3 Eier Größe M
500 g Erdbeeren
5 Blatt rote Gelatine
150 ml Sahne
50 g feiner Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
frisch gepressten Zitronensaft zum Abschmecken

Zubereitung
  • Die Erdbeeren abspülen, den Blütenansatz entfernen und vorsichtig trocknen. Ein paar schöne Erdbeeren für die spätere Dekoration zur Seite legen. Die restlichen Früchte mit dem Schnellmixstab zerkleinern und anschließend durch ein Sieb passieren.
  • Einen Topf mit Wasser auf dem Herd erwärmen und eine Schüssel mit Eiswasser im Kühlschrank bereitstellen.
  • Die Gelatine zehn Minuten im kalten Wasser einweichen.
  • Das Erbeerpüree in einem Topf erhitzen. Die Gelatine ausdrücken und im Fruchtmus unter Rühren auflösen.
  • Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker in einem warmen Wasserbad verquirlen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  • Den Topf vom Herd nehmen, nach und nach das Fruchtmus unterrühren und mit etwas Zitronensaft abschmecken. Die Masse nun im Eiswürfelbad ständig weiterschlagen, bis sie Zimmertemperatur hat. Dann für kurze Zeit die Erdbeermasse in den Kühlschrank stellen.
  • Das Eiweiß mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Die Sahne mit dem Vanillezucker ebenfalls steif schlagen.
  • Sowie die Erdbeermasse im Kühlschrank zu gelieren beginnt, löffelweise die Schlagsahne und den Eischnee vorsichtig unterheben. Dann die Mousse in eine große Dessertschale umfüllen und dazwischen von der dünnen Kuvertüre (siehe Oben) Schichten einziehen. Bis sie die vollständige Festigkeit erreicht hat, die Mousse noch einmal in den Kühlschrank stellen.

zum Schluss kommen dann die ausgewählten Früchte auf die Mousse

Fazit: dieses Mal hat mich die Konsistenz der Mousse überzeugt und ist besser geeignet für einen zweiten Versuch der Tarta de la Virgen Blanca

Samstag, 30. Mai 2020

Wiener Kirschtorte

Für einen Kirschkuchen brauche ich Sauerkirschen. Leider ist die Saison schon wieder vorüber. Glücklich ist wer rechtzeitig ein paar Schattmorellen, wie wir die sauren Kirschen bei uns im Norden nennen, eingeweckt hat. Wer nicht, der greift einfach ins Supermarktregal. Die Kirschen aus dem Glas verwende ich gerne als Obstkompott oder eben für einen Obstkuchen.


Zutaten für den Mürbeteigboden
100 g Butter
60 g Zucker
150 g Mehl
450 g getrocknete Erbsen zum Blindbacken

Zutaten für den Biskuitteig
300 g Butter
300 g Zucker
6 Eigelbe
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz
6 Eiweiße
150 g Mehl
50 g Speisestärke
450 g Sauerkirschen aus dem Glas
Puderzucker zum Bestreuen


Zubereitung
Die Butter mit dem Zucker zu einer cremigen Masse verrühren. Das Mehl darüber sieben, und zu einem Teig kneten. In Frischhaltefolien den Teig für zwei Stunden zum Abkühlen in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 4 mm dick ausrollen. Den Boden und den Rand einer Springform damit auslegen. Erbsen in die Form füllen und auf der mittleren Schiene 15 Minuten vorbacken. Nach dem Backen die Erbsen aus der Form schütten.

Für den Biskuitteig die Hälfte des Zucker mit der Butter, den Eigelben, dem Salz und dem Zitronenabrieb schaumig rühren. Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben. Das Mehl mit der Speisestärke vermengen, über Teig sieben und vorsichtig mit dem Teig verrühren. Dann die gut abgetropften Kirschen unterziehen.

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig in den Mürbeteigboden füllen. Die Torte auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen etwa 70 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

für die, die es nicht ganz so süß mögen, bleibt eine Hälfte ohne Puderzucker

Fazit: beim nächsten Mal werde ich die Kirschen nicht einrühren, sondern erst später auf den Teig verteilen, wenn er bereits in die Form gefüllt ist (siehe hier). Dann sacken sie vielleicht nicht alle auf den Boden.

Freitag, 22. Mai 2020

Gefüllte Paprika

Gefüllte Paprika gehört mit zu den Gerichten, die ich gerne in der Kantine meines Brötchengebers gegessen habe. Egal in welcher Niederlassung. Ob in Hamburg, Ahrensburg, Berlin oder Kettwig geschmeckt hat sie bundesweit. Nachdem ich im Ruhestand bin komme ich nur noch selten dazu meine ehemaligen Kollegen in der Hamburger Stadtküche zu besuchen. Und dann ist es fraglich, dass ausgerechnet an dem Tag gefüllte Paprika auf der Speisekarte stehen. Mir bleibt also nichts übrig als mich selber an den Herd zu stellen. Das gibt mir auch die Gelegenheit sie ein wenig abzuwandeln.

Zutaten für 4 Paprika
500 g Gemischtes Hack
150 g Feta Käse
2 kleine Zwiebeln
2 Tomaten
2 EL Tomatenmark
2 EL scharfes Ajvar
Gewürze und frische Kräuter
Olivenöl zum Anbraten

Zutaten für die Soße
1 Dose stückige Tomaten
1 Zehe Knoblauch
1 kleine Zwiebel
1 TL Olivenöl
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

Die Vorbereitung
Die Paprika waschen, das Oberteil abschneiden, die Kerne und die weißen Fasern entfernen. Die Tomaten abspülen, den Stielansatz entfernen, den harten Strunk heraus trennen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebeln abpellen und fein würfeln. Die frischen Kräuter abspülen, trocken tupfen und klein hacken.

Die Füllung
Das Hackfleisch mit den Zwiebeln im heißen Öl anbraten. Die Tomatenstücke mit in die Pfanne geben und mit andünsten. Das Tomatenmark mit dem Ajvar zufügen, Kräuter zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abschließend den Fetakäse hinein bröckeln und untermengen.

Die Paprikaschoten mit dem Hack füllen, in eine feuerfeste Form stellen und den abgeschnittenen Deckel wieder aufsetzen.

Die Soße
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe pellen, fein hacken und in einem Topf mit einem Schuss Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig andünsten. Die Tomaten aus der Dose hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Ab in den Ofen
Die Soße zu den gefüllten Paprika in die Form füllen und bei 200 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten garen.

passend zur Paprika eine Portion Reis
Nachtrag
Weil ich von der Hack-Käse-Füllung etwas zu viel hatte, habe ich es mit unter die Soße gemischt.


Sonntag, 17. Mai 2020

Blaubeer-Milchreis-Törtchen

Nudeln und Reis gehören zu den Produkten bei denen man sich bei den Mengen gerne verschätzt. Mir geht es jedenfalls so, dass ich bei der Zubereitung oft zu viel davon nehme. Jedenfalls wenn man sich nicht an seine eigenen Rezepte hält, weil man mal eben schnell einen Milchreis für sich kochen möchte. Der Reis wurde immer dicker und dicker. Nach und nach musste ich noch Milch dazu geben. Am Ende hatte ich die doppelte Menge Milchreis. So kam die Hälfte, die ich nicht essen konnte in den Kühlschrank, zusammen mit dem Rest von dem Blaubeerkompott, den ich mir dazu gemacht hatte. Am nächsten Tag verspürte ich keinen Appetit mehr auf Milchreis mit Blaubeerkompott zum Mittagessen. Außerdem war der Reis über Nacht noch weiter nachgedickt. Nach kurzer Grübelphase und der Durchsicht unserer Vorräte, kam mir die Idee zu kleinen Bickbeer-Milchreis-Törtchen.

Zutaten für drei Törtchen
6 American Cookies
2 EL Butter
6 EL Blaubeerkompott vom Vortag
12 EL Milchreis vom Vortag

Zubereitung
Die Butter in einem Topf zerlassen und die zerkrümelten Cookies einrühren. Einen Dessert-Portionier-Ring auf einen Frühstücksteller stellen. Zu unters einen Tortenboden aus der Krümelmasse einfüllen und fest drücken. Darauf eine Lage Milchreis und als Topping eine Schicht Beerenkompott. Abschließend vorsichtig den Ring entfernen.

fertig ist mein fruchtiges Törtchen zum Nachmittagskaffee